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Photovoltaik-Förderung: Höhe und Tipps zur Beantragung

  • von Alexander Rosenkranz
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Interessieren Sie sich für die Photovoltaik-Förderung, stehen verschiedene Angebote zur Verfügung. Neben der Einspeisevergütung erhalten Sie attraktive Förderdarlehen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie können Zuschüsse oder Kredite im Rahmen der Effizienzhaus-Sanierung beantragen oder regionale Angebote nutzen. Letztere sind meist dann erhältlich, wenn es um die Förderung für Photovoltaik und Stromspeicher geht. Die wichtigsten Informationen über Fördermitteln haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Einspeisevergütung als Basis-Förderung der Photovoltaik

Wenn Hausbesitzer eine Photovoltaikanlage errichten und Strom in das öffentliche Netz einspeisen, erhalten sie dafür eine Einspeisevergütung. Diese gibt es gemäß den Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 20 Jahre lang für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom. Die Höhe hängt vom Datum der Inbetriebnahme ab und reduziert sich in regelmäßigen Abständen – in der Vergangenheit monatlich. Dadurch wurde die Einspeisung in das öffentliche Netz besonders in Zeiten hoher Strompreise immer weniger attraktiv.  

Neue Anreize für die Einspeisung 

Um die Einspeisung wieder luktrativer zu machen und damit den Ausbau von Photovoltaik voranzutreieben, wurden 2022 das EEG angepasst. Im Rahmen dessen wird die Degression bis Anfang 2024 ausgesetzt und im Anschluss auf einen halbjährlichen Rhythmus umgestellt. Zudem steigen die Vergütungssätze. Die folgenden Angaben gelten für alle Anlagen, die ab dem 30.07.2022 in Betrieb genommen werden:

  • bis 10 Kilowatt peak: 8,2 Cent pro Kilowattstunde
  • bis 40 Kilowatt peak: 7,1 Cent pro Kilowattstunde
  • bis 100 Kilowatt peak: 5,8 Cent pro Kilowattstunde 

Für die Volleinspeisung in das Netz ist die Basis-Förderung der Photovoltaik sogar noch höher:

  • bis 10 Kilowatt peak: 13,0 Cent pro Kilowattstunde
  • bis 100 Kilowatt peak: 10,9 Cent pro Kilowattstunde

Wichtig: Sie müssen sich nicht dauerhaft festlegen. Für jedes Jahr können Sie neu entscheiden, ob Sie den Solarstrom einspeisen und selbst nutzen oder komplett in das öffentliche Versorgungsnetz leiten. 

PV-Einspeisevergütung erhalten: Wie funktioniert das richtig?

Um die staatliche Förderung der Photovoltaik zu erhalten, ist eine Anmeldung beim örtlichen Stromversorger erforderlich. Dieser führt eine Netzverträglichkeitsprüfung durch und gibt das Okay zur Montage der Anlage. Für die Beantragung der EEG-Umlage sind keine weiteren Schritte erforderlich. Allerdings müssen Sie die Anlage nach der Installation im Marktstammdatenregister eintragen.

Tipp: Den Eigenverbrauch optimieren

Bei hohen Stromkosten lohnt es sich, viel Strom im eigenen Haus zu verbrauchen. Besonders gut funktioniert die Versorgung mit selbst erzeugtem Solarstrom mit einem Batteriespeicher und einem Energiemanagementsystem.

© Roger Utting / Shutterstock.com

KfW-Förderung für Photovoltaik und Stromspeicher nutzen

Über das Programm 270 der KfW fördert der Staat regenerative Energien-Anlagen mit günstigen Krediten. Verfügbar sind bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben, die es auch für privat genutzte Photovoltaikanlagen mit oder ohne Batteriespeicher gibt. Attraktiv sind die Darlehen durch den günstigen Zinssatz. Abhängig von den gewünschten Konditionen und der Bonität kann der Zinssatz auch höher ausfallen.

KfW-PV-Anlagen-Förderung richtig beantragen: So funktioniert es

Geht es um die Beantragung der Förderdarlehen, wenden Sie sich vor Beginn des Vorhabens an Ihre Hausbank. Diese nimmt alle nötigen Daten auf, bevor Sie diese an die Förderbank weiterleitet. Gibt Letztere das Darlehen frei, bekommen Sie das Geld auf Wunsch zu 100 Prozent von Ihrer Hausbank ausgezahlt.

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Effizienzhaus-Förderung mit Darlehen für die Photovoltaik

Beim Bau eines Effizienzhauses oder der Sanierung zu einem solchen kann Photovoltaik die Förderung verbessern. Denn die Anlage trägt mitunter dazu bei, einen höheren Effizienzhaus-Standard zu erreichen. Die Kosten lassen sich dabei den förderfähigen Kosten anrechnen. Erhältlich ist die Förderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Wohngebäude (BEG WG) über das KfW-Programm 261. Dabei ist ausschließlich eine Kreditförderung mit Tilgungszuschuss vorgesehen. In Abhängikeit davon, ob es sich um eine Sanierung oder einen Neubau handelt, variieren die Förderkonditionen.  

Hohe Anforderungen bei der Förderung der Photovoltaik im Neubau

Die Neubauförderung ist grundsätzlich nur möglich, wenn der Standard Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse) erreicht wird. Der maximale Kreditbetrag liegt hier bei 120.000 Euro je Wohneinheit. Der zurückzuzahlende Betrag sinkt durch den Tilgungszuschuss um fünf Prozent. 

Energieeffizient sanieren mit Photovoltaik

Auch bei der Sanierung können die Kosten der PV-Anlage berücksichtigt werden, wenn die Voraussetzungen für die Effizienzhausförderung erfüllt werden. Eine Kreditsumme von 120.000 Euro je Wohneinheit ist möglich, wenn mindestens die Effizienzhaus-Stufe 85 erzielt wird. Wird durch einen hohen Anteil regenerativer Energien zusätzliche eine Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse) erreicht, steigt diese auf bis zu 150.000 Euro. In diesem Zuge erhöht sich auch der Tilgungszuschuss um fünf Prozent, wie die folgende Tabelle zeigt.   

Effizienzhaus Tilgungszuschuss  Tilgungszuschuss  (EE-Klasse)
40 20 % 25 %
55 15 % 20 %
70 10 % 15 %
85 5 % 10 %
Denkmal 5 % 10 %

Beantragung von BEG-Darlehen für die Photovoltaik

Voraussetzung für die BEG-Förderung der PV-Anlage ist, dass Sie für diese keine Mittel aus dem EEG in Anspruch nehmen. Sie müssen also auf die Einspeisevergütung verzichten und die Solartechnik zum Eigenverbrauch betreiben. Erfüllen Sie diese Vorgabe, erstellt ein Energieberater eine Bestätigung zum Antrag, mit der Sie die Mittel über Ihre Hausbank (Kredit) beantragen können. Das muss unbedingt vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen erfolgen.

Photovoltaik-Förderung für die Kombination mit Stromspeicher

Viele Bundesländer und Kommunen haben eigene Programme zur PV-Anlagen-Förderung eingerichtet. Diese zielen vor allem auf den Einbau von Stromspeichern ab, lassen sich in einigen Fällen aber auch für die Solartechnik auf dem Dach nutzen. Erhältlich sind in der Regel Zuschüsse, die von der installierten Leistung abhängen. Aufgrund begrenzter Fördermittel sind diese Angebote jedoch meist nur für einen gewissen Zeitraum verfügbar. Bei Interesse empfehlen wir Ihnen, sich an die entsprechenden Stellen zu wenden. 

Anschaffungskosten der Solartechnik von der Steuer absetzen

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt und Strom gegen Erlöse in das öffentliche Netz einspeist, handelt gewerblich. Während Sie dadurch zum Versteuern der Einnahmen verpflichtet sind, können Sie zahlreiche Ausgaben steuerlich absetzen. Neben den Anschaffungskosten gehören dazu auch die Ausgaben für Betrieb, Wartung und Finanzierung. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich zunächst gegen die Vereinfachungen für Liebhaberei entscheiden. Mit diesen fällt bis zu einer Leistung von zehn Kilowatt peak keine Einkommensteuer an. Die genannten Ausgaben lassen sich dafür auch nicht steuerlich geltend machen. Weitere Informationen dazu geben wir im Beitrag Photovoltaik und Steuer.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Geht es um die Förderung der Photovoltaik sind heute verschiedene Programme nutzbar. Diese lassen sich aber nicht immer miteinander kombinieren. Bei der Einspeisevergütung und Effizienzhaus-Förderung müssen Sie sich beispielsweise für einen Weg entscheiden. EEG-Vergütung, KfW-Photovoltaik-Kredit und regionale Angebote können Sie hingegen gemeinsam nutzen.

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