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Flachheizkörper: Typen, Vorteile und Kosten

  • von Philipp Hermann
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Flachheizkörper zeichnen sich vor allem durch ihre flache und minimalistische Bauweise aus. Es gibt sie in zahlreichen Größen, Ausführungen und Preisklassen, sodass sie in der Praxis sehr häufig zum Einsatz kommen. Welche Arten von Heizkörpern es gibt, wie sie im Detail funktionieren und mit welchen Anschaffungskosten zu rechnen ist, lesen Sie in diesem Beitrag. 

Verschiedene Arten von Flachheizkörpern

Wie der Name es bereits erahnen lässt, verfügen Flachheizkörper über eine sehr geringe Bautiefe. Bei einigen Modellen misst diese gerade mal sechs bis sieben Zentimeter, wodurch Flachheizkörper kaum als solche auffallen. Hinsichtlich der Breite und der Länge haben sich Standardgrößen durchgesetzt. So gibt es die klassischen Flachheizkörper in nahezu jedem Baumarkt zu kaufen. Wer ein bestimmtes Maß sucht, für den bieten zahlreiche Hersteller maßgeschneiderte Lösungen an. Am einfachsten ist es, einen Installateur zu kontaktieren. Dieser kennt den Markt und kann auch den Kauf sowie die Montage übernehmen. Im besten Fall gewährt der Händler bei großen Bestellungen sogar einen Mengenrabatt.

Flachheizkörper haben nicht immer eine glatte Oberfläche

Neben den Maßen kommt es bei Flachheizkörpern vor allem auf das Aussehen an. Entgegen der Annahme vieler Verbraucher verfügen solche Heizkörper nicht immer über eine plane Oberfläche. Auch geriffelte bzw. profilierte Modelle zählen zu der Familie der Flachheizkörper. Daneben gibt es noch feuerverzinkte Modelle, die rostunempfindlich sind. Sie kommen vor allem in Räumen zum Einsatz, in dem stets eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Wer farbliche Akzente setzen möchte, kann das dank zahlreicher Varianten problemlos realisieren. Flexibel ist auch die Anbringung. So sind die Anschlüsse für die Rohrleitungen wahlweise unten oder seitlich. Das Thermostat lässt sich ebenfalls links oder rechts einbauen.

Die Vor- und Nachteile zusammengefasst

Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und die glatte Oberfläche sind nur zwei von vielen Vorteilen der Flachheizkörper. Daneben gibt es aber auch Faktoren, die gegen den Kauf sprechen. Die Vor- und Nachteile von Flachheizkörpern im Überblick.

Die Vorteile der Flachheizkörper

  • Viele Größen im Handel erhältlich
  • Preiswert in der Anschaffung
  • Die Oberfläche lässt sich leicht reinigen
  • Verhältnismäßig einfache Montage
  • Bieten dank zahlreicher Varianten individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

Die Nachteile der Flachheizkörper

  • Konvektoren lassen sich nur schwer reinigen
  • Sie können Gerüche verursachen und Staub aufwirbeln
© pbombaert / Fotolia

Wie Flachheizkörper funktionieren

Technisch gesehen unterscheiden sich moderne Flachheizkörper nicht von ihrem klassischen Gegenstück, den Gliederheizkörpern. Im Innern zirkuliert Heizwasser, das Wärme an Heizplatten sowie zwischen diesen befindliche Konvektionsbleche abgibt. Während die Heizplatten den Raum mit sonnengleicher Strahlung erwärmen, geben die Konvektionsbleche thermische Energie an die Luft ab. Der Strahlungsanteil liegt dabei je nach Bauform bei 20 bis 55 Prozent. Hat das Heizwasser seine Wärme abgegeben, strömt es abgekühlt zurück zum Heizkessel und der Kreislauf kann wiederholt werden.

Moderne Flachheizkörper für niedrige Vorlauftemperaturen

Ein wesentlicher Unterschied zwischen modernen Flachheizkörpern und klassischen Gliederheizkörpern ist ihre Baugröße oder genauer gesagt ihre Bautiefe. Flachheizkörper haben ein kleineres Volumen und reagieren dementsprechend schneller auf geänderte Temperaturwünsche. Baubedingt ist die Heizleistung bei modernen Flachheizkörpern kleiner, dafür kommen sie gut mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Voraussetzung dafür sind kleine Ventilatoren, durch die die Heizflächen mehr Wärme an die Luft abgeben. In dieser Form sind Flachheizkörper auch für moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Brennwertkessel interessant.

Die Typenbezeichnungen bei Flachheizkörpern

Wie bereits erwähnt, gibt es Flachheizkörper in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Leistungsbereichen. Vor allem die Heizleistung lässt sich schnell anhand der Typenbezeichnung abschätzen. So hat ein Flachheizkörper Typ 11 weniger Heizleistung als ein Modell mit der Bezeichnung 33. Die beiden Ziffern stehen für die Anzahl der verbauten Komponenten. Dabei gibt die erste die Anzahl der verbauten (sichtbaren) Heizplatten an und die zweite die Anzahl der (nahezu unsichtbaren) Konvektoren bzw. Lamellen. Es gilt: Je mehr Platten und Konvektoren, desto höher ist die Heizleistung der Flachheizkörper bei gleichen Heizwassertemperaturen.

© heizung.de

Die Kosten für Flachheizkörper

Wie bei vielen Produkten lässt sich die Kostenfrage auch nicht pauschal beantworten, wenn Sie neue Heizkörper kaufen möchten. Neben der Baugröße und der Leistung beeinflussen auch die Hersteller, die Menge und nicht zuletzt die Montage den genauen Preis. So gibt es beispielsweise Modelle mit 50 x 40 Zentimetern und 218 Watt bei 75/65/20 sowie 113 Watt bei 55/45/20 für weniger als 40 Euro zu kaufen. Die Zahlenkombination steht übrigens für Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur und Sollraumtemperatur. Zum genannten Preis kommen noch die Kosten für eventuelles Zubehör wie:

Nicht zuletzt verlangt ein Handwerker für die Montage im Schnitt einen Stundensatz von 50 bis 60 Euro. Gegebenenfalls kommen noch Fahrtkosten hinzu. Um einen oder mehrere möglichst passende Flachheizkörper zu bekommen, empfiehlt es sich, einen Heizungsfachmann zu kontaktieren. Wer sich für einen Design-Heizkörper entscheidet, muss mit mehr Kosten rechnen. 

Flachheizkörper mit staatlichen Fördermitteln kaufen

Wer lediglich für einen kleinen Raum neue Heizkörper benötigt, kann mit Kosten in überschaubarer Höhe rechnen. Bei der Modernisierung eines kompletten Hauses können die Kosten mit zunehmender Anzahl an Heizkörpern aber schnell ansteigen. Abhilfe schafft hier eine staatliche Förderung. Diese gibt es über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sowie den Steuerbonus für die Sanierung, wenn Sie eine bestehende Heizungsanlage optimieren oder eine neue Umweltheizung einbauen. Welche Förderangebote verfügbar sind und wie hoch Zuschüsse oder Steuerboni ausfallen, erklären wir detailliert in unserem Überblick zur Förderung der Heizung.

Welche Heizkörper-Typen gibt es?

Heizkörper prägen nach wie vor das Bild eines jeden Zimmers. Je nach ihrer eckigen, flachen, lamellenartigen oder runden Formen gibt es unterschiedliche Arten. Manche sind von ihrer Bauform sogar nahezu unsichtbar in den Raum integriert. Von den gängigen Heizkörper-Typen, die im Folgenden aufgelistet sind, stellen wir Ihnen die Wichtigsten in unserer Bildergalerie vor.

  • Gliederheizkörper, auch Rippenheizkörper genannt
  • Plattenheizkörper
  • Planheizkörper, besonders formschöne Platten- oder Kompaktheizkörper
  • Röhrenheizkörper
  • Flächenheizungen: Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung
  • Fußleistenheizung

Fazit von Philipp Hermann

Moderne Flachheizkörper haben die alten Gliederheizkörper nahezu verdrängt - zumindest in sanierten Altbauten und Neubauten. Sie sind schmal, reagieren schneller auf geänderte Temperaturwünsche und kommen mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Das macht sie interessant für effiziente Heizsysteme wie Brennwertgeräte und Wärmepumpen. Bei der Anschaffung mehrerer Geräte lohnt es sich, staatliche Fördermittel zu beantragen.

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