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Solarthermie: Förderung vom Staat für Sanierung und Neubau

  • von Alexander Rosenkranz
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Entscheiden Sie sich für eine neue Solarthermieanlage, erhalten Sie Fördermittel vom Staat. Das gilt vor allem für Sanierer, die zwischen Zuschüssen und steuerlichen Vergünstigungen wählen können. Wer neu baut und dabei den Effizienzhausstandard 40 NH erreicht, bekommt ebenfalls eine Förderung für die Solarthermie. Erhältlich sind dabei zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen. Wie hoch die Konditionen ausfallen und wie Sie Fördermittel für eine thermische Solaranlage beantragen, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

  • Fördermittel vor allem für Sanierer: Die attraktivste Förderung für die Solarthermie gibt es im Bestand. Hier stehen Zuschüsse von bis zu 35 Prozent zur Verfügung. 
  • Hohe Voraussetzungen zur Förderung: Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen gibt es nur, wenn Ihre neue thermische Solaranlage besonders effizient arbeitet.
  • Antragstellung erfolgt vor der Sanierung: Die Zuschussförderung vom BAFA ist vor der Auftragsvergabe zu beantragen. Den Steuerbonus gibt es nachträglich.

BAFA-Förderung der Solarthermie: Höhe und Antragstellung

Geht es um eine Sanierung, bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) die attraktivste Förderung der Solarthermie. Denn sie stellt Zuschüsse in Höhe von 25 Prozent in Aussicht, die Besitzer mindestens fünf Jahre alter Häuser über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen können. Antragsberechtigt sind alle, die in einem Wohn- oder Nichtwohngebäude eine Solarthermieanlage nachrüsten.

Fördermittel für Heizungsunterstützung und Warmwasser-Solar

Ganz gleich, ob Sie nur das Trinkwasser erwärmen oder die Solarthermie auch zur Heizungsunterstützung einsetzen: Förderung erhalten Sie in beiden Fällen. Voraussetzung ist, dass die neuen Kollektoren die technischen Mindestanforderungen erfüllen und bestenfalls in der BAFA-Liste förderbarer Solarkollektoranlagen aufgeführt sind.

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Kombination mit bestehender Heizung und erneuerbaren Energien

Von der Förderung für die Solarthermie profitieren Sie auch dann, wenn Sie diese mit einer neuen oder bestehenden Heizung für fossile Energieträger kombinieren. Während dabei nur die Kosten der thermischen Solaranlage förderbar sind, lassen sich bei der Verbindung mit anderen Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Hybridheizung) die gesamten Sanierungskosten anrechnen. Wie hoch der Fördersatz ausfällt, hängt dabei von der geplanten Kombination ab, wie die folgende Übersicht zeigt: 

Tauschen Sie im gleichen Zuge eine Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung aus, steigt die Förderrate um weitere zehn Prozent an. Insgesamt erhalten Sie dann eine Förderung von bis zu 35 Prozent für Solarthermie und Umweltheizung. 

Wichtig: Den Austauschbonus erhalten Sie für den Austausch zentraler Wärmeerzeuger oder Einzelöfen. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie nach der Sanierung auf den Einsatz fossiler Energieträger verzichten. Gaszentralheizungen müssen zudem mindestens 20 Jahre alt sein. Für Gasetagenheizungen gibt es keine Vorgaben.

Bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr anrechenbar  

Möchten Sie die Förderung der Solarthermie in Anspruch nehmen, lassen sich pro Wohneinheit und Kalenderjahr Kosten von bis zu 60.000 Euro anrechnen. Im Nicht-Wohnbereich stehen Ihnen förderfähige Kosten von 1.000 Euro pro Quadratmeter beheizte Fläche zur Verfügung. Diese decken neben der Solarkollektoranlage auch zahlreiche Umfeldmaßnahmen ab. Dazu gehören:

  • Komponenten wie der Solarspeicher und die Solarregelung
  • Anschlussarbeiten an das Warmwasser- oder Heizungssystem
  • Dacharbeiten zur Installation von Flach- oder Röhrenkollektoren
  • Arbeiten an der Wärmeverteilung im bestehenden Gebäude 
  • Nachrüstmaßnahmen von Heizflächen und Flächenheizsystemen 

Die Höchstgrenze der förderbaren Kosten liegt im Wohnbereich bei 600.000 Euro und im Nicht-Wohnbereich bei fünf Millionen Euro pro Gebäude.

Antragstellung der BAFA-Förderung für Ihre thermische Solaranlage

Den BAFA-Zuschuss für die Solarthermie beantragen Sie vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen über die Webseite des BAFA. Direkt danach können Sie auf eigenes finanzielles Risiko mit den Arbeiten beginnen. Ob Sie die Solarthermie-Förderung tatsächlich erhalten, erfahren Sie mit dem Erhalt des Zuwendungsbescheides. Sobald dieser eingetroffen ist, haben Sie 24 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Kommt es ohne Ihr Verschulden zu Verzögerungen, können Sie den Bewilligungszeitraum auf Antrag um 24 Monate verlängern lassen. Nach Abschluss aller Arbeiten reichen Sie Verwendungsnachweis und Fachunternehmererklärung ein, um die beantragten Mittel ausgezahlt zu bekommen. 

Technische Voraussetzungen im Überblick:

Die staatliche Förderung der Solarthermie ist mit technischen Mindestvoraussetzungen verbunden. Wir stellen die wichtigsten zusammen:

  • Solarkollektoranlagen zur thermischen Nutzung verwenden mehr als 50 % der erzeugten Wärme oder Kälte für die Warmwasserbereitung, die Raumheizung, die Kälteerzeugung oder die Einspeisung in ein Wärme-/Kältenetz
  • Unabhängige Prüfung/Zertifizierung nach Solar-Keymark eines nach ISO 17025 akkreditierten Prüfinstituts
  • Jährlicher Kollektorertrag für flüssigkeitsdurchströmte Kollektoren von mindestens 525 kWh/m2
  • Funktionskontrollgerät (Solarregelung) außer für Luftkollektoren 
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage 

Keine Förderung gibt es für Solarkollektoren wie Schwimmbadabsorber, die über keine transparente Abdeckung auf der Frontseite verfügen.

Steuerbonus für die Sanierung als Alternative zur BAFA Förderung

Haben Sie den Antragszeitpunkt beim BAFA verpasst, können Sie die steuerliche Förderung der Solarthermie in Anspruch nehmen. Entscheiden Sie sich dafür, reduziert das Finanzamt Ihre Einkommensteuerlast um 20 Prozent der Sanierungskosten, wobei auch Ausgaben für Maßnahmen an der Gebäudehülle anrechenbar sind. Insgesamt liegt die Vergünstigung bei maximal 40.000 Euro, die Sie über drei Jahre verteilt steuerlich geltend machen können. Voraussetzung ist, dass es sich um Sanierungsarbeiten an einem mindestens zehn Jahre alten und selbst genutzten Haus handelt. 

© Radovan1 / Shutterstock.com

Handwerkerbonus zur Förderung der Solarthermie ohne hohe Anforderungen

Erfüllen Sie die technischen Mindestvoraussetzungen für die staatliche Förderung nicht, können Sie zumindest die Lohnkosten der Handwerker steuerlich geltend machen. Jedes Jahr lassen sich auf diese Weise Ausgaben von bis zu 6.000 Euro berücksichtigen. Bei einem Fördersatz von 20 Prozent sinkt Ihre Steuerlast dabei um bis zu 1.200 Euro im Jahr. Voraussetzung für die alternative Förderung der Solarthermie ist, dass es sich um die Sanierung einer selbst genutzten Immobilie handelt.

Antragstellung erfolgt nachträglich über die Einkommensteuererklärung

Möchten Sie ein Angebot zur steuerlichen Förderung der Solarthermie nutzen, beantragen Sie die Vergünstigungen nachträglich über Ihre Einkommensteuererklärung. Während Sie für den Handwerkerbonus die Lohnkosten nachweisen müssen, benötigen Sie für den Sanierungsbonus eine Fachunternehmererklärung nach dem Muster des Bundesfinanzministeriums.

Neubau-Förderung der Solarthermie durch die KfW

Geht es um einen Neubau, erhalten Sie Fördermittel für Solarthermieanlagen nur im Rahmen der Effizienzhausförderung. Erhältlich sind dabei Darlehen aus dem Programm 261/262 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit einem fünfprozentigen Tilgungszuschuss ausgestattet sind. Voraussetzung ist das Erreichen der Effizienzhausstufe 40 mit Nachhaltigkeitszertifikat (NH-Klasse). Erfüllen Sie diese Vorgabe, beantragen Sie die Mittel rechtzeitig vor dem Baubeginn über Ihre Hausbank.

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Fazit von Alexander Rosenkranz

Planen Sie die Installation einer Solarthermieanlage, erhalten Sie Fördermittel vom Staat. Diese gibt es in Form von Zuschüssen oder steuerlichen Vergünstigungen für Arbeiten im Bestand. Handelt es sich um einen Neubau, können Sie stattdessen die Effizienzhausförderung für sich nutzen. Über diese erhalten Sie ein Darlehen mit Tilgungszuschuss für Baukosten und Solaranlage.

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