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Solarthermie: Kosten im Überblick

  • von André Taggeselle
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Geht es bei der Solarthermie um die Kosten, spielt die Art der Nutzung eine große Rolle. Dient die Anlage nur der Warmwasserbereitung, fallen die Preise niedriger aus als bei Solaranlagen, die auch die Heizung unterstützen. Wir zeigen auf, wie hoch die Ausgaben im Einzelnen sind und welche Kosten bei der Solarthermie nach der Installation anfallen. Zudem erklären wir, wie Fördermittel beim Sparen helfen.

Anschaffungskosten hängen von der Art der Auslegung ab

Wie viel kosten Solarthermieanlagen? Wer eine Antwort auf diese Frage sucht, muss sich zunächst für eine Betriebsweise entscheiden. Zur Wahl stehen Warmwasser-Solaranlagen und Solar-Heizungen, die auch konventionelle Wärmeerzeuger unterstützen. Während Letztere die Heizkosten im Durchschnitt um etwa 20 Prozent reduzieren, führen thermische Solaranlagen für die Warmwasserbereitung zu Einsparungen von fünf Prozent. Das zeigt, dass sich die anfänglichen Mehrausgaben im Laufe der Jahre rentieren können.

© Beautiful Landscape / Shutterstock.com

Solarthermieanlage: Kosten für die Warmwasserbereitung

Eine Warmwasser-Solaranlage nutzt kostenfreie Sonnenwärme, um das Trinkwasser im Haus zu erwärmen. Dazu benötigt sie eine Kollektorfläche von 1,0 bis 1,2 Quadratmeter pro Person im Haushalt. Kommen anstelle von Flachkollektoren effizientere Röhrenkollektoren zum Einsatz, genügt hingegen eine Fläche von 0,8 bis 1,0 Quadratmeter pro Person. Über Rohrleitungen und Armaturen gelangt die thermische Energie vom Dach zum Speicher im Haus. Dieser sollte den doppelten Warmwasserbedarf eines Tages bevorraten und etwa 70 bis 100 Liter pro Person im Haushalt fassen. Geht es um die Installation auf dem Dach eines Einfamilienhauses mit vier Bewohnern, sind demnach vier bis fünf Quadratmeter Kollektoren sowie ein Speicher mit einem Fassungsvermögen von rund 400 Litern erforderlich. Die folgende Tabelle zeigt, wie viel die Solarthermie kosten kann.

Preisbestandteil

Ausgaben (Einfamilienhaus)

Kollektoren

1.500 bis 2.500 Euro

Speicher 

800 bis 1.000 Euro

Rohrleitungen, Armaturen und Montage

1.200 bis 1.500 Euro

Gesamtkosten

3.500 bis 5.000 Euro

Die Preise für eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung im Einfamilienhaus belaufen sich demnach auf etwa 3.500 bis 5.000 Euro. Das entspricht Solarthermie-Kosten pro m² von 875 bis 1.250 Euro.

Preise für die Heizungsunterstützung durch Solarthermie

Sollen thermische Solaranlagen auch die Heizung unterstützen, sind größere Kollektorflächen und Speicher erforderlich. Erstere haben dann eine Fläche von etwa einem Quadratmeter pro zehn Quadratmeter beheizter Gebäudefläche. Die Speicher fassen etwa 50 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche, sollten aber mindestens 1.000 Liter Wasser aufnehmen können. Ein Einfamilienhaus mit einer Fläche von 150 Quadratmetern lässt sich also mit 15 Quadratmetern Kollektorfläche anteilig versorgen. Die Speichergröße liegt in diesem Fall bei mindestens 750 Litern. Um möglichst viel Solarwärme im Haus nutzen zu können, empfiehlt sich jedoch ein mindestens 1.000 Liter fassender Pufferspeicher. Wie viel die Solarthermie kosten kann, zeigt die folgende Tabelle.

Preisbestandteil

Ausgaben (Einfamilienhaus)

Kollektoren

5.500 bis 9.000 Euro

Speicher 

1.000 bis 1.500 Euro

Rohrleitungen, Armaturen und Montage

1.500 bis 2.000 Euro

Gesamtkosten

8.000 bis 12.500 Euro

Die angegebenen Solarthermie-Kosten verstehen sich als Richtwerte, die im Einzelfall auch höher oder niedriger ausfallen können.

Ausgaben für Wartung und Betrieb

Nach der Installation verursacht die Solarthermie Kosten für Wartung und Betrieb. Erstere sind mit zehn bis 25 Euro pro Jahr vergleichsweise gering. Ähnlich verhält es sich mit den Stromkosten der Solarpumpe, die je nach Anlagengröße bei 20 bis 40 Euro jährlich liegen. Teurer ist hingegen die freiwillige Vollversicherung. Wer diese abschließt, muss bei der Solarthermie mit Ausgaben von 80 bis 150 Euro im Jahr rechnen. In Abständen von etwa fünf Jahren ist außerdem eine detaillierte Kontrolle (50 bis 200 Euro) nötig. Alle fünf bis zehn Jahre ist auch die Solarflüssigkeit auszutauschen (300 bis 800 Euro). Wer eine Solaranlagen-Reinigung beauftragt, um den Ertrag zu steigern, kann dafür mit Preisen von zwei bis drei Euro pro Quadratmeter rechnen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten laufenden Kosten der Solarthermie noch einmal zusammen.

Kostenpunkt

Solarthermie-Kosten

Turnus

Wartung

10 bis 25 Euro

jährlich

Strom für Pumpe

20 bis 40 Euro

jährlich 

Versicherung

80 bis 150 Euro

jährlich 

Detaillierte Kontrolle

50 bis 200 Euro 

alle 2 bis 5 Jahre

Austausch Solarflüssigkeit

300 bis 800 Euro

alle 5 bis 10 Jahre

Solarthermie-Reinigung

2 bis 3 Euro pro m²

bei Bedarf

Die angegebenen Solarthermie-Kosten verstehen sich als Richtwerte, die im Einzelfall auch höher oder niedriger ausfallen können.

Förderung und Finanzierung der Kosten einer Solarthermieanlage

Mit 3.500 bis 12.500 Euro fallen für thermische Solaranlagen hohe Kosten an. Wer sich für den Einbau moderner und effizienter Kollektoren entscheidet, profitiert dabei von einer hohen Förderung der Solarthermie. Diese gibt es über die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG-EM) in Form von Zuschüssen oder Darlehen. Die Förderrate liegt in beiden Fällen zwischen 30 und 35 Prozent. Wichtig ist jedoch, dass die Solarthermie-Kosten im Bestand anfallen. Für Neubauten gibt es finanzielle Unterstützung nur im Rahmen der Effizienzhaus-Förderung. Kommen die Fördermittel nicht infrage, bleibt die Finanzierung der Solarthermie. Für diese bieten Banken häufig zweckgebundene Darlehen mit günstigen Zinsen an. Da Letztere von Bank zu Bank unterschiedlich ausfallen, lohnt sich der Vergleich verschiedener Angebote.

Fazit von André Taggeselle

Wie viel die Solarthermie kosten kann, hängt von der Art der Auslegung ab. Während es Warmwasseranlagen bereits für 3.500 bis 5.000 Euro gibt, schlagen Solar-Heizungen im Durchschnitt mit 8.000 bis 12.500 Euro zu Buche. Bei der Kostenkalkulation nicht zu vergessen sind Zuschüsse in Höhe von 30 bis 35 Prozent, mit denen die Anschaffungskosten der Solarthermie merklich sinken.

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