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Heizungsförderung beantragen – so klappt es

  • von Jeannette Kunde
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Mit den staatlichen Förderungen werden Heizungsmodernisierung und Neubau finanziell erleichtert. Dabei gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Anpassungen bei den Konditionen. Der folgende Text möchte Ihnen einen Überblick vermitteln, wie Sie die Heizungsförderung richtig beantragen. Sie finden hier eine Übersicht zum bürokratischen Prozess und ein paar Tipps, die Sie bei der Antragstellung berücksichtigen sollten.

Welche Fördermittel gibt es für die neue Heizung?

Vorneweg ist festzuhalten, dass die staatliche Unterstützung aktuell im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfolgt. Dabei wurden die Anlagen in zwei beziehungsweise drei Programme aufgeteilt. 

Handelt es sich um Einzelmaßnahmen in bestehenden Gebäuden werden, die Fördermittel als Zuschüsse ausgezahlt. Derartige Anträge sind über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen (BAFA). Handelt es sich hingegen um den Neubau, eine Komplettsanierung oder um ein Maßnahmenpaket zum Erreichen eines Effizienhaus-Standards erfolgt die Antragstellung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Förderung erfolgt in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten.

Hinweis: Die Förderung für eine neue Brennstoffzellenheizung ist ebenfalls an die KfW zu stellen. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie weiter unten in diesem Beitrag. 

Für diese Heizsysteme und Maßnahmen können Sie eine Heizungsförderung beantragen

Wie bereits erwähnt, gab es in den letzten Jahren immer wieder Anpassungen bezüglich der Fördersätze und Konditionen, wofür eine Förderung ausgezahlt wird. Die konkreten Fördersätze finden Sie im Detail in unserem Beitrag zur Heizungsförderung. Doch unabhängig davon, wie hoch die Fördersumme ist oder welche Systeme nicht mehr gefördert werden, stand im Fokus der Programme, die Energiewende voranzutreiben. Mehr denn je steht die Unterstützung von erneuerbaren Energien und die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern im Mittelpunkt. Darüber hinaus konzentriert sich die aktuelle staatliche Heizungsförderung auf den Gebäudebestand. Das heißt, die sogenannten Einzelmaßnahmen wie der Heizungstausch, Sanierungen an der Gebäudehülle, Optimierung und die Fachplanung sowie Baubegleitung wurden in den Fokus gerückt. 

Für folgende Heizsysteme können Sie eine Heizungsförderung beantragen:

  • Wärmepumpen
  • Solarthermieanlagen
  • Biomasseheizungen 
  • EE-Hybridheizungen

Tipp: Die Heizungsoptimierung kann der erste Schritt sein, die eigene Heizungsanlage zukunftssicher, ökologischer und wirtschaftlicher zu machen. Im Beitrag zur Förderung der Heizungsoptimierung bekommen Sie einen umfangreichen Überblick, welche Maßnahmen sich konkret in welcher Höhe fördern lassen. 

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Wie beantragen Sie eine Heizungsförderung?

Grundsätzlich sind die Anträge für die Heizungsförderung direkt online über die Webseite des BAFA zu stellen. Für eine Förderung über die KfW wenden Sie sich am besten an Ihre Hausbank oder an eine andere für diese Anträge berechtigte Bank. In jedem Falle sollte die Antragstellung noch vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen erfolgen. Darüber hinaus muss Ihr Haus mindestens fünf Jahre alt sein und Sie dürfen nicht bereits in den vergangenen zwei Jahren einen Förderantrag beim BAFA gestellt haben. 

Hinweis: Nicht jedes Modell wird bedingungslos gefördert über die genannten Programme. Das BAFA stellt auf der eigenen Webseite entsprechende Listen zu den förderfähigen Wärmepumpen und Co. zur Verfügung. Lassen Sie sich dahingehend am besten vom Fachbetrieb, der die Installation übernimmt, beraten. 

© maho / Fotolia

Schritt für Schritt – die Antragstellung beim BAFA erklärt

Prinzipiell steht die Planung an erster Stell. Auch wenn als Vorhabensbeginn der Zeitpunkt gilt, an dem Sie einen Lieferungs- und Leistungsvertrag abschließen. Die Planungsarbeiten dürfen bereits vor der Antragstellung erbracht werden. Nach der Planung reichen Sie alle relevanten Informationen als Antrag ein, inklusive der voraussichtlichen Kosten. Das Bundesamt prüft diesen anschließend eingehend. Wurden alle Voraussetzungen als erfüllt bewertet, bekommen Sie einen Zuwendungsbescheid. Danach haben Sie 24 Monate Zeit, die Maßnahmen entsprechend durchführen zu lassen. Auf eigenes finanzielles Risiko können Sie auch schon vor der Zusage mit der Maßnahme beginnen (Achtung: nicht vor der Beantragung!). Nach der Durchführung aller Maßnahmen begleichen Sie die Rechnung des ausführenden Betriebs. Sammeln Sie alle Nachweise und reichen Sie diese ein. Danach erfolg die Auszahlung der Fördersumme.

Achtung: Spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums müssen Sie den Verwendungsnachweis über den Einsatz der Fördermittel beim BAFA einreichen. 

Förderung bei der KfW beantragen – Prozess im Überblick

Beachten Sie, dass Sie eine Heizungsförderung als Einzelmaßnahme nicht über die KfW beantragen können. Eine Förderung beantragen Sie dort nur, wenn mehrere Maßnahmen zu einem Effizienzhaus-Standard führen.

Voraussetzung, um die KfW-Förderung beantragen zu können, ist die Freigabe durch einen Energieberater der Energie-Effizienz-Expertenliste. Dieser muss die Maßnahme prüfen und mit einer Bestätigung zum Antrag (BzA samt BzA-ID) belegen, dass sie sinnvoll umsetzbar ist. Ist das erledigt, können Hausbesitzer die Heizungsförderung beantragen. Möglich ist das über einen Finanzierungspartner Ihrer Wahl vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten. 

Nachdem die Förderzusage durch die KfW erteilt wurde, können Sie die Kredite komplett oder in Teilbeträgen abrufen und mit der Sanierung beginnen. Nach Abschluss aller Arbeiten muss der Energieberater die ordnungsgemäße Durchführung der Maßnahme bestätigen. Dazu erstellt er eine „Bestätigung nach Durchführung (BnD)“, die Sie bei Ihrer Bank einreichen.

Wichtig: Einen Energie-Effizienz-Experten benötigen Sie für eine Förderung über das BAFA nur, wenn Sie Maßnahmen an der Gebäudehülle umsetzen lassen. Für die Heizungsmodernisierung oder Optimierung der Anlage müssen Sie diesen nicht hinzuziehen. 

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Wie ist die Heizungsförderung für Brennstoffzellen zu beantragen?

Über das Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ gibt es von der KfW auch eine Förderung für eine Brennstoffzellenheizung. Um diese zu beantragen, sind aber mehrere Schritte notwendig. Wie bei der Beantragung der KfW-Heizungsförderung sind das:

  • die Bestätigung durch einen Sachverständigen für Energie-Effizienz
  • die Beantragung der Heizungsförderung über das KfW-Zuschussportal
  • die Durchführung der Sanierung
  • die Bestätigung der Durchführung durch einen Energieberater
  • die Auszahlung der Heizungsförderung

Zusammengefasst: Infos im Überblick

Voraussetzung: 

  • Heizungsförderung als Einzelmaßnahme nur über das BAFA.
  • Energie-Effizienz-Experte nur zwingend erforderlich bei Sanierungen der Gebäudehülle und für das Erreichen des Effizienzhaus-Standards.
  • Haus muss mindestens fünf Jahre alt sein.
  • Antrag ist vor Vergabe des Auftrags zu stellen.
  • BAFA-Antrag online direkt auf der Webseite des Bundesamtes ausfüllen und absenden.

Ablauf:

  • Über Umfang der Maßnahmen informieren und sich beraten lassen. 
  • Angebote einholen, aber noch keinen Auftrag vergeben.
  • Eventuell Energie-Effizienz-Experten beauftragen mit technischer Projektbeschreibung (TPB-ID im Antrag später angeben).
  • Antrag stellen über das BAFA-Portal und Zugang mit Link in der Bestätigungsmail aktivieren. 
  • Vertragsabschluss mit Fachbetrieb.
  • Umsetzung der Maßnahmen.
  • Prüfen des Antrags durch das Bundesamt und Zusenden des Zuwendungsbescheids. 
  • Verwendungsnachweis und Nachweise im Portal hochladen. 
  • Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt die Auszahlung der Heizungsförderung. 

 

Fazit von Jeannette Kunde

Bei der Antragstellung einer staatlichen Förderung ist der Zeitpunkt entscheidend. Die Maßnahmen dürfen nicht bereits im vollen Gange sein. Dies wird bei der Prüfung der Fördervoraussetzungen durchfallen und Sie erhalten einen negativen Bescheid. Darüber hinaus sollten Sie auf die Vollständigkeit der Nachweise achten.

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