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Photovoltaikanlage: Kosten bei Kauf und im Betrieb

  • von Alexander Rosenkranz
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Geht es bei einer Photovoltaikanlage um die Kosten, spielt die Größe eine entscheidende Rolle. Denn mit zunehmender Leistung sinken die Angebotspreise pro Quadratmeter spürbar. Doch warum ist das so und wie hoch sind aktuell die Photovoltaik-Kosten? Wir geben einen Überblick und erklären, wie Sie Anlagen mit staatlicher Förderung günstig finanzieren.

Die Größe entscheidet über den Preis einer Photovoltaikanlage

Je größer, desto besser. Bis zu einem gewissen Grad trifft dieses Motto auf die Photovoltaik zu. Denn je mehr Solarmodule auf dem Dach sind, umso höher ist der jährliche Stromertrag. Außerdem sinken die Preise mit zunehmender Kilowatt-Leistung.

© Colour R / Shutterstock.com

Photovoltaikanlage: Preise für Solarmodule, Wechselrichter und Montage

Elektrische Solaranlagen wandeln das Licht der Sonne in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter erzeugt daraus Wechselstrom, den Sie im Haus nutzen oder in das öffentliche Netz einspeisen können.

Geht es bei der Photovoltaik um die Kosten, spielt die Leistung der Solarmodule eine wichtige Rolle. Diese sollte pro 1.000 Kilowattstunden Stromverbrauch etwa ein Kilowatt peak (kWp) betragen. Verbrauchen Sie jährlich 4.500 Kilowattstunden Strom ist demnach eine Modulleistung von etwa vier bis fünf Kilowatt peak erforderlich. Abhängig von der Art der Solarmodule benötigen Sie dazu eine freie Fläche von 28 bis 50 Quadratmetern (sieben bis zehn m² pro kWp). Die Kosten einer PV-Anlage dieser Größe liegen bei 7.600 bis 9.500 Euro inklusive Montage.

Da die Mehrausgaben für Wechselrichter und Verkabelung auch bei größeren Modulflächen nicht wesentlich steigen, sind diese auf die Leistung bezogen günstiger. Wie viel eine leistungsstärkere Photovoltaikanlage kosten kann, zeigt die folgende Tabelle.

Leistung

4 kWp

6 kWp

8 kWp

10 kWp

12 kWp

14 kWp

Photovoltaikanlagen-Preise pro kWp

1.900 Euro

1.740 Euro

1.630 Euro

1.550 Euro 

1.440 Euro

1.400 Euro 

Die angegebenen Photovoltaikanlagen-Preise verstehen sich als Richtwerte, die im Einzelfall höher oder niedriger ausfallen können.

Photovoltaik-Speicher: Preise für die Bevorratung von Strom

Durch die sinkende Einspeisevergütung und die steigenden Strompreise lohnt es sich immer mehr, elektrische Energie im eigenen Haus zu verbrauchen. Besonders gut funktioniert das mit einem Energiespeicher, der am Tag geernteten Strom bis in die Nacht hinein zur Verfügung stellt. Er steigert die Autarkiequote (Grad der Unabhängigkeit vom Stromnetz) von etwa 20 auf über 60 Prozent und verspricht höhere Einsparungen. Wie hoch für Photovoltaik-Speicher die Preise sind, hängt dabei von der Nutzkapazität und der Bauart ab.

Die Kapazität beschreibt, wie viele Kilowattstunden Strom der Speicher aufnehmen kann und sollte mindestens dem Betrag der kWp-Leistung entsprechen. Für eine Solarstromanlage mit fünf Kilowatt peak benötigen Sie demnach einen Batteriespeicher mit fünf Kilowattstunden oder mehr.

Geht es um die Bauart, stehen heute vor allem Blei- und Lithium-Ionen-Akkus zur Auswahl. Erstere sind mit 200 bis 300 Euro pro Kilowattstunde zwar günstig, erreichen jedoch nur geringe Effizienzwerte. Auch die Lebensdauer ist stärker begrenzt, weshalb die Akkus häufiger auszutauschen sind. Lithium-Ionen-Akkus kosten mit 800 bis 1.200 Euro pro Kilowattstunde zwar mehr, halten aber länger. Sie sind kompakter und arbeiten mit geringeren Verlusten. Die folgende Tabelle zeigt die Preise im Vergleich.

Bauart der Speicher 

Blei

Lithium

Speicherpreise pro kWh

200 bis 300 Euro

800 bis 1.200 Euro

Die Kosten für eine PV-Anlage mit Speicher liegen demnach bei 10.800 bis 15.500 Euro (4 bis 5 kWp mit 4 bis 5 kWh Li-Ion-Speicher).

Photovoltaikanlage: Ausgaben für Wartung und Betrieb

Auch nach der Anschaffung fallen für eine Photovoltaikanlage Kosten an. So zum Beispiel für die Wartung, bei der Experten einmal jährlich die Funktion der Solarmodule überprüfen. Sie kontrollieren den Wechselrichter sowie alle elektrischen Verbindungen und stellen einen zuverlässigen Betrieb sicher. Für die Wartung einer PV-Anlage fallen Kosten von etwa 150 bis 200 Euro im Jahr an. Ausgaben entstehen außerdem für die Photovoltaik-Versicherung. Diese deckt Schäden an der Anlage sowie am Haus ab und kostet durchschnittlich 150 bis 200 Euro im Jahr. Gemietete Zähler für die Photovoltaikanlage kosten zudem 30 bis 50 Euro pro Jahr. Wer eine Reinigung der Solarmodule beauftragt, um für einen hohen Ertrag zu sorgen, kann dafür mit zwei bis drei Euro pro Quadratmeter Modulfläche rechnen. Die folgende Tabelle zeigt, wie hoch die Kosten der Photovoltaik für Wartung und Betrieb ausfallen.

Kostenpunkt

Photovoltaikanlage Kosten

Turnus

Wartung

150 bis 200 Euro

Jährlich

Versicherung

150 bis 200 Euro

Jährlich 

Zählermiete

30 bis 50 Euro

Jährlich 

Photovoltaik-Reinigung

2 bis 3 Euro pro m²

bei Bedarf

Die angegebenen Ausgaben für PV-Anlagen verstehen sich als Richtwerte, die im Einzelfall auch höher oder niedriger ausfallen können.

Förderung und Finanzierung einer neuen Photovoltaikanlage

Während einige Bundesländer aktuell noch Zuschüsse vergeben, um bei PV-Anlagen mit Speicher die Kosten zu reduzieren, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine überregionale Photovoltaik-Förderung an. Diese gibt es in Form zinsvergünstigter Kredite über das Programm 270 der KfW. Kommt die Finanzierung der Photovoltaik nicht infrage, sind heute auch Miet- oder Leasingangebote verfügbar. Dabei installieren Betriebe die Technik auf dem Hausdach. Sie kümmern sich um die ordnungsgemäße Funktion und bieten Hausbesitzern die Nutzung für eine monatliche Miet- oder Leasingrate an. Nach dem Ablauf der Verträge können Sie eine solche Anlage dann abkaufen oder zurückbauen lassen.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Kosten einer Photovoltaikanlage liegen bei 1.400 bis 1.900 Euro pro Kilowatt peak und sinken mit zunehmender Leistung. Wer zusätzlich einen Solarstromspeicher installieren lässt, zahlt für PV-Anlage mit Speicher Kosten von 10.800 bis 15.500 Euro für eine Einfamilienhaus-typische Anlage. Regionale Fördermittel und vergünstigte Kredite reduzieren jedoch die Anschaffungskosten für die Technik.

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