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Förderung der Brennstoffzellenheizung – eine Übersicht zu Höhe und Bedingungen

  • von Philipp Hermann
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Geht es um das Beheizen von Gebäuden, sind Brennstoffzellenheizungen eine Option für all jene, die sich mehr Unabhängigkeit von Energieversorgern wünschen. Aufgrund der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten zögern jedoch viele Hausbesitzer bei der Entscheidung für das System. Staatliche Förderprogramme bieten hier eine Lösung. So sind Zuschüsse von bis zu 40 Prozent möglich. An wen Sie sich am besten wenden, um eine Förderung zu beantragen und welche technischen Voraussetzungen gegeben sein müssen, erklären wir nachfolgend.

Hinweis: Von den für 2023 geplanten Anpassungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist auch die KfW-Förderung der Brennstoffzelle betroffen. Das Programm 433 soll in die BEG integriert werden. Die technischen Voraussetzungen werden dahingehend angepasst, dass nur noch Brennstoffzellen förderfähig sind, die mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Sollten Sie eine andere Brennstofzelle planen, stellen Sie am besten rechtzeitig einen Antrag bei der KfW, sofern Sie von den noch bestehenden Förderbedingungen profitieren möchten.

Bundesweite Förderung der Brennstoffzelle nutzen

Mit der Förderung der Brennstoffzelle unterstützen Länder, Bund, Kommunen und einzelne Institutionen den Umstieg auf möglichst effiziente und umweltfreundliche Energiequellen. Gefördert werden Modernisierungen und Erstinstallationen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Die Programme zur Förderung der Brennstoffzelle sind bundesweit verfügbar. Separate Alternativen finden sich auf regionaler Ebene.

An der Finanzierung der Brennstoffzellenheizung beteiligt sich auf Bundesebene die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einer Förderung der Brennstoffzelle. Diese Förderprogramme wurden in den vergangenen Jahren sogar weiter angehoben, um erneut den Umstieg auf moderne Systeme wie die stromerzeugende Heizung zu forcieren und fossilen Brennstoffen langsam aber stetig den Rücken zu kehren. Gefördert werden auf Bundesebene sowohl Privatpersonen als auch Gewerbe, solange es sich bei den Gewerben um sogenannte kleine und mittelständische Unternehmen handelt. 

© contrastwerkstatt / Fotolia

Zuschüsse in Höhe von 40 Prozent der Kosten für die Brennstoffzellenheizung

Antragsberechtigt sind dabei alle, die eine Brennstoffzellenheizung in Deutschland installieren und eine Wohnung, ein Ein- oder ein Zweifamilienhaus haben. Wichtig ist, dass die Brennstoffzellenheizung eine elektrische Leistung von 250 bis 5.000 Watt besitzt. Das Alter des Gebäudes wirkt sich hingegen nicht auf die Förderung der Brennstoffzelle aus. 

Beantragen Verbraucher die Zuschüsse für Brennstoffzellen, erhalten sie bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten über das Programm 433 der KfW. Die Förderung der Brennstoffzelle setzt sich dabei aus einem Basis- und einem Bonusbetrag zusammen. Während Hausbesitzer dabei grundsätzlich 6.800 Euro für jede zugelassene Anlage bekommen, gibt es noch einmal 550 Euro je 100 Watt elektrischer Leistung. Für eine Heizung, die 750 Watt elektrisch leistet, gibt es beispielsweise:

  • 6.800 Euro als Grundförderung + 4.400 Euro als leistungsabhängiger Zusatzbetrag = 11.200 Euro Förderung für die Brennstoffzellenheizung von der KfW

Wichtig: Die Förderung der Brennstoffzelle ist auf maximal 40 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten begrenzt.

Alternative: BHKW-Förderung mit Bonuszahlungen

Als Alternative zur Förderung der Brennstoffzellenheizung über das Programm 433 der KfW bekamen Verbraucher lange Zeit auch Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die sogenannte BAFA-Förderung ist seit 01.01.2021 jedoch nicht mehr verfügbar. 

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Anforderungen für die Förderung von Brennstoffzellenheizungen

Damit die KfW die hohe Förderung tatsächlich auszahlt, müssen die Heizgeräte einige Anforderungen erfüllen. Einige der technischen Anforderungen für die KfW-Förderung der Brennstoffzelle haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst: 

  • Einbindung in Wärme- und Stromversorgung des Hauses
  • Einbau durch ein vom Hersteller geschultes Fachunternehmen
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage ist erforderlich
  • Bei der Inbetriebnahme ist ein Gesamtwirkungsgrad von mindestens 82 Prozent und ein elektrischer Wirkungsgrad von mindestens 32 Prozent nötig
  • Vollwartungsvertrag über mindestens zehn Jahre ist abzuschließen
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Vergütung für selbst erzeugten Strom

Auch abseits des KfW-Zuschusses gibt es für die Besitzer von Brennstoffzellen in Deutschland finanzielle Zuschüsse. So zum Beispiel über das sogenannte KWK-Gesetz, das folgende Zahlungen vorsieht:

  • 16 Cent für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom
  • 8 Cent für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom

Die Mittel gibt es dabei zusätzlich zu den durchschnittlichen Preisen für Grundlaststrom an der Strombörse und einer Vergütung für vermiedene Netzkosten. Voraussetzung ist die Installation eines KWK-Gerätes mit einer elektrischen Leistung von nicht mehr als 50 Kilowatt.

Wichtig: Die Förderung für Brennstoffzellen der KfW lässt sich nicht mit anderen Förderprogrammen des Bundes kombinieren. Das gilt auch für den Zuschlag nach dem KWKG-Gesetz. 

© SolisImages / Fotolia

Staatliche Fördermittel für die Brennstoffzellenheizung richtig beantragen

Wichtig ist, dass Verbraucher die Anträge vor dem Beginn der Maßnahme zusammen mit einem Energieberater stellen. Dieser prüft, ob alle technischen Bedingungen eingehalten werden, und stellt eine Bestätigung für die KfW aus. Wurde diese sogenannte „Bestätigung zum Antrag“ (BzA) erstellt, ist die Förderung über das Onlineportal der KfW zu beantragen. Während Bauherren oder Hausbesitzer mit dem Einbau beginnen können, sobald die Bank den Antrag bestätigt hat, muss der Energieeffizienz-Experte die Durchführung nach Abschluss noch einmal bestätigen. Die Zuschüsse werden ausgezahlt, sobald diese sogenannte „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) bei der KfW eingereicht ist und geprüft wurde.

Zuschläge zahlt hingegen der Netzbetreiber, nachdem Verbraucher die Eingangsbestätigung der Anzeige zusammen mit einem Inbetriebnahmeprotokoll der Heizung an diesen gesandt haben.

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Förderung für die Brennstoffzelle auf Landesebene

Zusätzlich zu den staatlichen Förderungen bieten einige private Institute kleinere Zuschüsse oder günstige Kredite an, wenn auf ein Mini-KWK mit Brennstoffzelle umgestiegen wird. In diesem Fall sollten Sie sich vor der Anschaffung mit Ihren persönlichen regionalen Gegebenheiten auseinandersetzen und anhand der Förderprogramme eine Entscheidung treffen. Einer der Vorreiter der Förderungen auf Länderebene war Sachsen, welches bereits im Jahr 2013 ein entsprechendes Programm gestartet hat. Baden-Württemberg fördert ebenfalls sogenannte hocheffiziente Brennstoffzellen-Mikro-KWKs bis zu zehn kWel.

Wichtig: Informieren Sie sich vorab, ob es eine Förderung auf Landesebene bei Ihnen gibt und diese mit den staatlichen Förderprogrammen kombinierbar ist. 

Fazit von Philipp Hermann

Bei der Förderung für eine Brennstoffzellenheizung sollten Sie grundsätzlich darauf achten, den Antrag rechtzeitig, das heißt noch vor Beginn der Maßnahmen, zu stellen. Vor allem bei einem KfW-Förderantrag ist es wichtig, einen Energieberater hinzuziehen.

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