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Ohne Strom geht nicht nur das Licht aus. Auch die Heizung bleibt kalt. Vor allem im Winter kann das zu technischen und gesundheitlichen Problemen führen. Mit Blick auf die Gefahr eines Stromausfalls sind deshalb folgende Fragen berechtigt: Gibt es Möglichkeiten zum Heizen ohne Strom? Welche Heizung ohne elektrische Energie funktioniert und wie wappnet man sich mit einer mobilen Heizung vor längeren Stromausfällen? Hier bekommen Sie Antworten.
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Heizen ohne Strom ist eine sinnvolle Vorsorge, um bei Stromausfällen Wärme, Gesundheit und Gebäudesubstanz zuverlässig zu schützen.
Wer rechtzeitig vorsorgt und die passende Technik wählt, kann auch ohne Strom sicher, flexibel und zuverlässig heizen. Steht Ihnen keine Lösung zur Verfügung, können Sie auch eine Notheizung mieten.
Angesichts der Überlastung der Netze sind Stromausfälle längst keine Seltenheit mehr. Vor allem im Winter kann sich dies angesichts frostiger Temperaturen aber als problematisch erweisen. Denn:
Die Probleme treten nicht sofort auf. Bleibt der Strom nur wenige Minuten oder einige Stunden weg, sind Schäden in der Regel nicht zu befürchten. Kühlt das Haus bei stunden- oder tagelangen Stromausfällen richtig aus, steigt jedoch das Risiko. Eine Heizung ohne Strom hilft, dieses zu reduzieren.
Sinnvoll sind stromlose Wärmequellen auch als Terrassenheizung oder dann, wenn Sie im Garten- oder Ferienhaus heizen möchten. Hier ist elektrische Energie oft nicht oder nicht mit der nötigen Leistung verfügbar. Mit einer Heizung ohne Strom sorgen Sie dennoch für angenehme Temperaturen. Sie schaffen Behaglichkeit können im Gartenhaus heizen und Wochen- oder Ferienhäuser auch im Winter nutzen.
Eine Alternative zum Heizen ohne Strom ist das Notstromaggregat für die Heizung. Es lässt sich mit mobilen Elektroheizungen koppeln und kann bei fachgerechter Installation sogar die Zentralheizung mit ausreichend Energie versorgen. Günstig sind dabei auch schwarzstartfähige PV-Anlagen mit Stromspeicher. Sind die Akkus beladen, speisen diese bei Stromausfall genügend Energie in die Hausanlage ein, um die Heizung zumindest stundenweise zu betreiben.
Wichtig zu wissen: PV-Anlagen und Speicher versorgen im Winter vor allem konventionelle Gas- oder Ölheizungen, die nur sehr wenig Strom verbrauchen. Elektrische Infrarot- oder Wärmepumpenheizungen lassen sich hingegen maximal für kurze Zeit mit PV-Strom betreiben. Denn diese benötigen zu viel Strom für das eher knappe Energieangebot in der kalten Jahreszeit.
Mit der richtigen Technik heizen Sie auch bei Stromausfall. Sie sorgen zumindest raumweise für ein angenemes Klima und können sich vor Frost und Schimmel schützen. Möglich ist das gleichermaßen mit fest installierten wie auch mit mobilen Geräten, die sich flexibel in verschiedenen Zimmern aufstellen lassen. Im Folgenden zeigen wir die besten Lösungen zum Heizen ohne Strom.
System | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
Kamin (Holzofen/Kaminofen) | + komplett stromlos möglich + angenehme Strahlungswärme + günstig im Betrieb | - meist nur ein Raum - manuelles Nachlegen - Asche / Reinigung |
Stromloser Pelletofen | + sehr kontrollierte Verbrennung + gute Wärmeverteilung | - Brennstoffkosten - schwer ohne Strom automatisierbar - geringe Auswahl am Markt |
Gas- / Ölofen (Außenwandheizer) | + schnelle Wärme + relativ niedrige Anschaffung | - Abgase / CO-Risiko - Sicherheitsvorschriften - moderate Effizienz |
Mobile Heizkanone | + sehr hohe Heizleistung + schnell + wärmt große Räume | - hoher Brennstoffverbrauch - laut - nicht für Dauerwohnen |
Gasheizstrahler | + sofort Wärme + mobil | - nur punktuell - Abgase & Feuchte - Sicherheitsabstand nötig |
Suchen Sie nach einer Heizung, die auch ohne Strom richtig funktioniert, sind Kamine und Öfen zu empfehlen. Diese verbrennen Holzscheite, Holz- oder Kohlebriketts in frei aufstellbaren oder gemauerten Feuerstellen, um die umliegenden Räume mit viel Wärme zu versorgen. Erhältlich sind dabei auch Zentralheizungsherde wie die "Küchenhexe", mit denen Sie bei Stromausfall heizen und kochen können. In vielen Gebäuden genügt die Leistung dabei, um das gesamte Haus zu temperieren und Frostschäden zu vermeiden. Halten Sie sich im Strahlungsbereich von Schwedenöfen oder Kachelöfen auf, verspüren Sie zudem eine wohlige Strahlungswärme auf der Haut.
Diese Lösung eignet sich besonders für Hausbesitzer, die dauerhaft vorsorgen möchten und bei Stromausfall mehrere Räume zuverlässig vor dem Auskühlen schützen wollen.
Eine Alternative zum konventionellen Kamin stellt der Pelletofen dar. Er verbrennt stäbchenförmige Holzpresslinge vollautomatisch und kommt so ohne häufiges Nachlegen aus. Ein Vorteil für all jene, die auch bei längerer Abwesenheit ohne Strom heizen möchten. Voraussetzung ist allerdings, dass der Pelletofen ohne Strom funktioniert. Möglich ist das bei Geräten mit aufziehbarer Mechanik, die Pellets für eine gewisse Zeit auch ohne elektrischen Antrieb vom Vorratsbehälter zum Brenner befördern.
Stromlose Pelletöfen eignen sich für Nutzer mit höherem Komfortanspruch, die auch bei Abwesenheit mehrere Stunden ohne Nachlegen heizen möchten. Voraussetzung ist jedoch, dass sie bereit sind, höhere Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen.
Möchten Sie unabhängig von Holz und Pellets ohne Strom heizen, kommen Öl- und Gasöfen infrage. Besonders interessant sind dabei vor allem erstere, da sich diese mit Gasflaschen nahezu überall betreiben lassen. Möglich ist das zum Beispiel mit Außenwandheizgeräten. Diese sitzen an der Wand, durch die sie Abgase der Verbrennung direkt nach außen befördern. Die Wärmeübertragung im Haus erfolgt dabei indirekt, wobei ein Wärmeübertrager thermische Energie auf die Raumluft überträgt.
Gas- und Ölöfen sowie Außenwandheizer sind gut geeignet für Wohnungen, Ferienhäuser oder Gebäude ohne Holzlagerplatz, in denen eine sichere Abgasführung nach außen möglich ist.
Genau wie Gas- und Ölöfen heizen auch Heizkanonen ohne Strom. Denn diese bestehen aus einem Brenner für Gas, Heizöl oder Diesel, um Luft zu erwärmen. Für den Innenraum eignen sich dabei vor allem Geräte mit indirekter Wärmeübertragung, die Abgase nach außen abführen. Setzen Sie auf eine Heizkanone mit direkter Verbrennung (meist bei Geräten mit kleiner Leistung), sollten Sie regelmäßig Stoßlüften. Denn die Geräte blasen Schadstoffe und Feuchtigkeit direkt in den Raum ein.
Mobile Heizkanonen sind nur als kurzfristige Notlösung oder für große, nicht dauerhaft genutzte Räume geeignet und sollten im Wohnbereich ausschließlich mit indirekter Abgasführung eingesetzt werden.
Eine Alternative zu Heizkanonen stellen Heizstrahler dar. Diese verbrennen in der Regel Flüssiggas, um Heizplatten auf hohe Temperaturen zu bringen. Letztere strahlen Wärme dann auch bei Stromausfall an den Raum ab. Möchten Sie eine solche Heizung ohne Strom drinnen betreiben, sollten Sie allerdings auf wichtige Sicherheitsmerkmale achten. Dazu gehören mindestens ein O2- sowie ein Umkippsensor. Während ersterer die mobile Heizung für Stromausfälle abschaltet, wenn nicht mehr genügend Sauerstoff im Raum ist, stoppt ein Umkippschalter die Verbrennung, wenn das Heizgerät nicht mehr aufrecht steht.
Gasheizstrahler eignen sich vor allem zur punktuellen Erwärmung einzelner Bereiche und sind eher als Übergangs- oder Notlösung denn als vollwertige Heizung zu betrachten.
Ethanolkamine sind eine spannende Alternative zu konventionellen Kaminöfen. Denn Sie benötigen in der Regel keinen Schornstein und lassen sich frei im Raum aufstellen. Möglich ist das durch die direkte Verbrennung von Ethanol in flüssiger oder gelartiger Form. Zu beachten ist allerdings, dass die Abgase direkt in den Raum einströmen. Außerdem ist die Heizleistung meist begrenzt, sodass sich nur einzelne Bereiche oder einzelne Räume auf diese Weise beheizen lassen.
Ethanolkamine eignen sich nicht zum Heizen, sondern dienen primär der optischen Aufwertung und können lediglich eine geringe Zusatzwärme liefern.
Hilft nichts anderes, können Sie sich auch eine Terrakotteheizung oder eine Tontopfheizung selbst bauen. Diese besteht aus mehreren Kerzen, über denen ein umgedrehter Tontopf steht. Brennen die Kerzen, erwärmen Sie den Ton, der daraufhin Wärme an den Aufstellort abgibt. Die Leistung ist in der Regel jedoch zu gering, um Frost- und Schimmelschäden sicher zu vermeiden. Hinzu kommt die erhöhte Brandgefahr.
Terrakottaheizungen eignen sich ausschließlich als letzte Notlösung für sehr kleine Bereiche und weder für den Frostschutz noch für eine sichere Daueranwendung.
Das Heizen ohne Strom sorgt für Komfort, Wohlbefinden und Sicherheit, birgt aber auch einige Risiken. So gelangen vor allem bei Flüssiggasheizungen mit direkter Verbrennung zusätzliche Mengen Feuchtigkeit in den Raum. Viele Geräte verbrauchen Sauerstoff und einige stoßen sogar Abgase in den Raum aus. Beides kann zur Luftknappheit und im schlimmsten Fall sogar zum Ersticken führen. Um sich davor zu schützen, sollten Sie;
Halten Sie sich an diese Punkte, beugen Sie den größten Gefahren vor. Sie können die Heizung auch ohne Strom flexibel nutzen und sich so mit Wärme versorgen.
Heizen ohne Strom ist vor allem dann wichtig, wenn es zu längeren Stromausfällen kommt und die zentrale Heizungsanlage nicht mehr funktioniert. In der kalten Jahreszeit kann dies schnell zu starkem Wärmeverlust, gesundheitlichen Problemen und Frostschäden an wasserführenden Leitungen führen. Eine stromlose Heizung sorgt in solchen Situationen für Sicherheit, Komfort und den Erhalt der Bausubstanz.
Besonders zuverlässig arbeiten Kamin- und Holzöfen, da sie vollständig ohne elektrische Komponenten auskommen und Wärme direkt im Raum erzeugen. Auch Gas- und Ölöfen sowie Außenwandheizer können bei Stromausfall genutzt werden, da sie Abgase nach außen führen und keine elektrische Steuerung benötigen. Stromlose Pelletöfen sind ebenfalls möglich, jedoch nur bei speziellen Modellen mit mechanischer Fördertechnik.
Kamine und Holzöfen eignet sich vor allem für Hausbesitzer, die dauerhaft vorsorgen und im Notfall mehrere Räume vor dem Auskühlen schützen möchten. Gas- oder Ölöfen sind besonders interessant für Wohnungen, Ferienhäuser oder Gebäude ohne Holzlagerplatz, da sie flexibel einsetzbar sind. Mobile Lösungen wie Heizkanonen oder Gasheizstrahler lohnen sich nur für eine kurzzeitige Nutzung oder für Räume, die nicht dauerhaft bewohnt werden.
Für den dauerhaften Einsatz in Innenräumen eignen sich vor allem Kaminöfen mit Schornsteinanschluss sowie Außenwandheizer, da diese Abgase sicher nach außen abführen. Mobile Heizgeräte mit offener Verbrennung können ebenfalls eingesetzt werden, erfordern jedoch eine gute Belüftung und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie CO- oder Sauerstoffmangelsensoren. Geräte ohne entsprechende Schutzmechanismen sollten Sie in Wohnräumen nicht betreiben.
Ein vollständiges Beheizen des Hauses ist mit stromlosen Heizsystemen möglich, jedoch nur mit leistungsstarken und fest installierten Lösungen wie Kamin-, Kachel- oder Zentralheizungsöfen. Mobile Heizgeräte, Ethanolkamine oder Terrakottaheizungen reichen dafür nicht aus und dienen lediglich als Zusatz- oder Notlösung. In vielen Fällen stehen daher nicht der Wohnkomfort, sondern der Frostschutz und die Grundtemperierung im Vordergrund.
Optionen zum Heizen ohne Strom sind sinnvolle Vorsorgemaßnahmen für Stromausfälle und erhöhen die Unabhängigkeit von elektrischer Energie. Welche Lösung geeignet ist, hängt stark von Gebäude, Nutzungsdauer und Sicherheitsanforderungen ab.
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