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Energie sparen: Potenziale aufdecken und nutzen

  • von Sabrina Hansen
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Im Haushalt gibt es viele Möglichkeiten Energie zu sparen. Oft helfen schon kleine Maßnahmen oder Änderungen der Gewohnheiten. Auf hohen Wohnkomfort muss deshalb nicht verzichtet werden – eher im Gegenteil. Aber warum sollte man eigentlich Energie sparen, wo sind die Einsparpotenziale besonders groß und was können Sie im Detail tun, um diese zu nutzen? Im Folgenden möchten wir Ihnen Tipps zum Energiesparen geben.  

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Kosten sparen und Ressourcen schonen

Ein sinkender Energieverbrauch schont den Geldbeutel. Sichtbar wird das unter anderem auf der Heizkosten- und Stromrechnung. Energie sparen heißt aber nicht nur Geld sparen. Ein geringerer Verbrauch hilft auch Ressourcen zu schonen und  Emissionen  zu reduzieren. Denn auch wenn erneuerbare Energien auf dem Vormarsch sind, wird noch ein Großteil des Bedarfs privater Haushalte durch fossile Brennstoffe wie Gas und Öl gedeckt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis, Stand: September 2020) entfallen auf diese beiden knapp 60 Prozent des Energiebedarfs. Das Problem: Um die darin gebundene Energie freizusetzen, werden die Rohstoffe verbrannt. Dabei wird unter anderem Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt – ein Treibhausgas, das mitverantwortlich für den Klimawandel ist. Wer im Alltag Energie spart, leistet also auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Wie kann man Energie sparen?

Um diese Frage zu beantworten, müssen zunächst die Bereiche im Haushalt identifiziert werden, in denen der Energieverbrauch besonders hoch ist. Das Heizen diesbezüglich Spitzenreiter. Mit rund 72 Prozent wird ein Großteil der Energie für die Erzeugung von Raumwärme benötigt. Etwa 14 Prozent des Energieverbrauchs entfallen zudem auf die Bereitung von Warmwasser. Die restlichen Prozentpunkte verteilen sich auf den Bedarf für Kochen, Trocknen, Bügeln sowie den Betrieb von Haushaltsgeräten und die Beleuchtung.

© William Potter / Shutterstock

Beim Heizen Energie sparen

Wie gezeigt, verbraucht das Heizen viel Energie. Ein Grund mehr, die Einsparpotenziale zu nutzen. Und davon gibt es einige. Das gilt sowohl für Eigentümer als auch für Mieter. Wir haben Energiespartipps rund um das Heizen zusammengefasst.

Die richtige Temperatur hilft beim Energiesparen:  Wer die Raumtemperatur um ein Grad Celsius senkt, spart in Bestandsbauten bis zu sechs Prozent Energiekosten. Der Unterschied ist kaum spürbar, aber effektiv.

Wer beim Heizenergie sparen möchte, erzielt schon mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen Erfolge:  

Intelligente Thermostate denken beim Heizen mit

Smarte und  programmierbare Thermostate  ermöglichen es, Energie im Haushalt zu sparen und gleichzeitig den Wohnkomfort zu steigern. Denn im Gegensatz zu konventionellen Heizkörperthermostaten müssen diese nicht manuell bedient werden. Voreingestellte Heizprogramme sorgen hier dafür, dass die Räume zur gewünschten Zeit warm sind. Etwa dann, wenn die Bewohner nach der Arbeit nach Hause kommen. Tagsüber wird die Heizung automatisch heruntergeregelt und Energie gespart. Zusätzlich gehen  smarte Thermostate  noch einen Schritt weiter. Sie lassen sich per App steuern und bieten Funktionen wie Anwesenheitserkennung und Sprachsteuerung. Außerdem berücksichtigen sie beim Heizen den Wetterbericht.    

Luft ablassen und Effizienz steigern

Auf unterschiedlichen Wegen gelangt Luft in die Heizung. Die Luft führt dazu, dass sich die Wärme nicht optimal im Heizsystem verteilt. Das mindert wiederum die Heizleistung und der Energieverbrauch steigt. Um dies zu verhindern, sollten Bewohner die  Heizung entlüften. Das ist direkt am Heizkörper möglich und in wenigen Minuten erledigt. Im Idealfall wird die Heizung routinemäßig zum Beginn der Heizsaison entlüftet. Spätestens, wenn es beginnt zu Gluckern oder zu Blubbern, sollte aber Luft abgelassen werden.

Mit Durchzug Energie sparen

Ein einfacher Weg, um Energie zu sparen: die Wohnung  im Winter richtig lüften. Dabei kommt es vor allem auf die Technik an. Dauerhaft gekippte Fenster sind ineffizient. Denn der Luftaustausch ist gering und die Wände um die Fenster kühlen aus. Letzteres begünstigt sogar die Schimmelbildung. Um dies zu vermeiden und nicht unnötig Energie zu verschwenden, empfiehlt es sich drei- bis viermal am Tag die Fenster für vier bis sechs Minuten komplett zu öffnen. Besonders effektiv ist das Stoßlüften, wenn gegenüberliegende Fenster geöffnet werden. Dabei spricht man vom sogenannten Querlüften. Damit die Temperaturfühler der Heizung nicht auf die kalte Luft reagieren und die Wärmezufuhr erhöhen, ist es ratsam, die Heizung währenddessen herunterzuregeln.

Tipp: Statten Bewohner programmierbare Thermostate zusätzlich mit Fensterkontakten aus, wird die Heizung bei offenen Fenstern automatisch abgesperrt.           

Fenster und hinter den Heizkörper isolieren

Eine gute Wärmedämmung hilft beim Energiesparen. In Neubauten wird diese ohnehin gleich mit geplant. Aber auch in Altbauten sind nicht immer große Sanierungen notwendig, um die Dämmung zu verbessern. Schon kleine Maßnahmen sind wirksam, etwa Isolierfolie an Fenstern und hinter Heizkörpern. Die Fensterfolie wird von innen auf die Scheibe geklebt. Zwischen Glas und Folie bildet sich eine dünne Luftschicht, die isolierend wirkt und Energieverluste minimiert. Gegen undichte Fensterspalten helfen Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen.

Vor allem in Altbauten gehören ungedämmte  Heizkörpernischen  zu den energetischen Schwachstellen. Auch hier verhindert Isolierfolie, dass Wärme nach außen verloren geht. Die Folie lässt sich direkt an der Rückseite der  Heizkörper  anbringen und reflektiert die Wärme in den Raum.

Voraussetzung für Förderung: Die BEG-Förderung für Maßnahmen zur Heizungsoptimierung sind grundsätzlich an einen hydraulischen Abgleich gebunden. Wurde dieser noch nicht durchgeführt, ist das im Rahmen der geförderten Maßnahme nachzuholen.

Energie sparen in Haus und Eigenheim mit staatlicher Förderung

Eigentümer haben noch mehr Spielraum Energieeinsparpotenziale auszuschöpfen. Das Stichwort lautet  Heizungsoptimierung. Entscheidender Vorteil: Die Maßnahmen sind nicht nur effektiv, sondern auch förderfähig. Der Staat beteiligt sich über die  Bundesförderung für effiziente Gebäude  (BEG) mit hohen Zuschüssen an den Kosten. Alternativ dazu ist eine steuerliche Förderung über das Finanzamt möglich. Die wichtigsten Informationen zu Konditionen und Voraussetzungen stellen wir im Beitrag zur Förderung und der Heizungsoptimierung zusammen.  

Hydraulischer Abgleich für optimale Wärmeverteilung

Neue Heizung oder Dämmung? Ein  hydraulischer Abgleich  hilft vor allem, wenn die Wärmeverteilung in den einzelnen Räumen des Hauses oder in verschiedenen Wohnungen aufgrund von Neuerungen ungleichmäßig ist. Anzeichen dafür sind unterschiedlich warme Heizkörper, obwohl die Thermostate überall auf der gleichen Stufe stehen. Es kann auch vorkommen, dass einige Heizkörper gar nicht warm oder zu heiß werden. Mit dem Abgleich reguliert der Heizungsinstallateur die Druckverhältnisse und Volumenströme im Haus. Das lohnt sich, denn mit der Einstellung können Hausbesitzer bis zu 25 Prozent Energie sparen.  

Hocheffizienzpumpen helfen beim Sparen

Wer Energie sparen und die Umwelt schonen möchte, setzt am besten auf eine moderne  Hocheffizienzpumpe. Diese fördern das Heizwasser vom Kessel zu den Heizkörpern. Der Unterschied zu alten, ungeregelten Pumpen: Sie passen Ihre Leistung automatisch und stufenlos an den Wärmebedarf im Haus an. Ein effizienter Motor gewährleistet einen geringen Stromverbrauch.

Wärmeverluste über Heizungsrohre verhindern

Das von der Pumpe angetriebene Heizwasser wird über die Heizungsrohre vom Kessel zu den Heizflächen geleitet. Sind die Rohre nicht gedämmt, geht auf dem Weg viel Wärme verloren. Indem Hausbesitzer die  Heizungsrohre isolieren, können Sie Kosten und Energie sparen. Und die Maßnahme ist nicht einmal teuer. Mit etwas handwerklichem Geschick isolieren Eigentümer die Rohre einfach selbst.

Energieeffiziente Brennwerttechnik nutzen

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind 40 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland 20 Jahre oder älter (Stand 2019). Ein Großteil befindet sich damit nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Das gilt auch für alte Brennwertkessel. Denn hier hat sich die Technik ebenfalls weiterentwickelt. Das große Einsparpotenzial wird deutlich, wenn man die Wirkungsgrade verschiedener Gas-Kesseltypen miteinander vergleicht:

  • Konstanttemperaturkessel: ca. 70 Prozent
  • Niedertemperaturkessel: ca. 85 Prozent
  • Brennwertkessel: ca. 95 Prozent

Der Tausch eines alten Heizkessels kann also einen großen Beitrag zum Energiesparen leisten. Ob der Kesseltausch oder eine andere Maßnahme der  Heizungsmodernisierung  empfehlenswert ist, ermittelt am besten ein Fachbetrieb vor Ort. Denn dieser berücksichtigt bei der Beratung individuelle Gegebenheiten und die Wünsche des Eigentümers.    

Smarter Umgang mit Warmwasser

Für die Bereitung von Warmwasser benötigen Haushalte, wie gezeigt, viel Energie. Wer sparen möchte, sollte sich daher auch diesem Punkt widmen. Die Verbrauchsmenge zu reduzieren, ist nur eine Option. Auch das Senken der Wassertemperatur und die richtige Wahl bei der Art der Warmwasserbereitung bietet Einsparpotenziale. 

© sydeen / Shutterstock

Warmwasser sparen

Einfach und effektiv: häufiger Duschen als Baden. Denn in eine durchschnittliche Badewanne passen 150 Liter Wasser. Beim Duschen ist der Verbrauch deutlich geringer. Das gilt vor allem, wenn beim Einseifen das Wasser abgestellt wird. Zusätzlich empfiehlt es sich einen Duschsparkopf zu montieren. Die Spararmaturen verringern den Wasserdurchlauf um bis zu 50 Prozent. Eine Alternative sind Durchlaufbegrenzer, die einfach auf die Öffnung des Wasserhahns gedreht werden.

Wassertemperatur senken

Energie sparen ist im Alltag auch möglich, indem die Temperatur des Brauchwassers gesenkt wird. Wer beispielsweise die Hände mit kaltem Wasser wäscht oder beim Duschen die Wassertemperatur um ein paar Grad reduziert, spart langfristig Energie und Kosten. Wie hoch das Einsparpotenzial für Sie ist, erfahren Sie durch die  Berechnung der Warmwasserkosten.

Wasser effizient erhitzen

Hausbesitzer können viel Energie sparen, indem sie die  Warmwasserbereitung  optimieren. Ein Ansatzpunkt ist die Art der Bereitstellung. Werden regelmäßig größere Mengen an Wasser benötigt, ist die zentrale Bereitung effizienter. Dabei wird das Wasser von der Heizung erwärmt. Dezentrale Warmwasserbereiter sind in der Regel strombetrieben und daher nur sparsam, wenn der Verbrauch gering ist, etwa im Gästebad. Bei zentralen Systemen mit Warmwasserspeicher hilft auch das Senken der Temperatur beim Energiesparen. Um zu verhindern, dass sich Bakterien ausbreiten, sollte diese jedoch mindestens bei 55 Grad Celsius liegen.

Weitere Energiespartipps

  • Nachheizung des Speichers blockieren: Wird kein Wasser benötigt, sollte der Speicher nicht nachheizen, etwa nachts oder während des Urlaubs.
  • Zirkulationspumpe abschalten: Im vorgenannten Fall muss auch die Pumpe nicht arbeiten. So werden Stromverbrauch und Wärmeverluste minimiert.
  • Dämmung Warmwasserspeicher: Eine gute Dämmung verhindert Wärme- und damit Energieverluste.

Weiteres Potenzial Energie zu sparen bieten aufeinander abgestimmte Systemlösungen. Kombinieren Hausbesitzer ihre  Gasbrennwertheizung  etwa mit  Solarthermie, können Sie die kostenlose Energie der Sonne nutzen. Im Sommer deckt diese den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung vollständig ab, im Winter wird die Solarthermieanlage von der Heizung unterstützt. Ist die Heizung an eine Photovoltaikanlage gekoppelt, kann der gewonnene Strom zum Beispiel für den Betrieb einer Wärmepumpe genutzt werden. Welche Möglichkeiten Sie als Hausbesitzer haben, erfahren Sie von einem Fachunternehmer in Ihrer Nähe.

Wie Sie Warmwasser und damit sowohl Kosten als auch Energie sparen können, erfahren Sie auch in diesem Video:

Energie sparen im Haushalt: Weitere Tipps auf einen Blick

Der Verzicht auf Stand-by ist nur eine Sparmöglichkeit. Wir haben weitere wichtige Punkte zusammengefasst:

Kochen und Backen

Herd und Backofen werden in vielen Haushalten regelmäßig genutzt. Deshalb zeigen schon kleine Maßnahmen Wirkung. Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, dass die Größe der Herdplatte zur Topfgröße passt. Noch weniger Energie geht verloren, wenn ein passender Topfdeckel verwendet wird. Soll Wasser erhitzt werden, geht das am effizientesten mit einem Wasserkocher. In vielen Rezepten wird empfohlen, den Backofen vorzuheizen. Das ist jedoch oft nicht notwendig, wenn die Backzeit etwas verlängert und die Hitze im Ofen mit der Umluftfunktion optimal verteilt wird. Übrigens: Sowohl beim Kochen mit dem Elektroherd als auch beim Backen hilft Restwärme beim Energiesparen. Schalten Sie die Geräte ein paar Minuten vor dem Ende der Garzeit aus, reicht diese in der Regel zum Fertiggaren.

© Evgeny Atamanenko / Shutterstock

Waschen und Trocknen

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Wasch- und Spülmaschine immer voll zu beladen. Verfügen diese über einen integrierten Warmwasseranschluss, lassen sie sich direkt an die Warmwasserversorgung anschließen. Dadurch verkürzt sich die Programmlaufzeit bei höherer Waschtemperatur. Wichtig: Die Warmwasserleitungen sollten kurz sein und isoliert werden, um Wärmeverluste zu vermeiden. Darüber hinaus hilft die Wahl des Programms, Energie zu sparen. Vor- und Kochwäsche sind in der Regel überflüssig. Bei Energiesparprogrammen werden sowohl Strom als auch Wasser effizient genutzt. Echte Stromfresser im Haushalt sind Trockner. Wenn möglich, sollte die Wäsche daher an der Luft getrocknet werden. Ist das nicht möglich, ist das Programm bügeltrocken zu empfehlen.     

Gefrieren und Kühlen

Kühl- und Gefrierschrank sind im Dauereinsatz. Effizienz ist daher besonders wichtig. Um diese zu erhöhen, sollten die Geräte immer so voll wie möglich sein. Denn mit wenig Inhalt wird statt den Lebensmitteln die Luft gekühlt. Auch ein Blick auf den Temperaturregler hilft, Energie zu sparen. Beim Kühlschrank reicht eine Temperatur von sieben beim Gefrierschrank von minus 18 Grad Celsius aus. Letzterer sollte übrigens regelmäßig abgetaut werden. Denn dicke Eisschichten erhöhen Energiekosten und -verbrauch. Ebenfalls wichtig: der richtige Standort. Kühl- und Gefrierschrank sollten nicht direkt in der Sonne oder neben Wärmequellen wie Herd oder Heizung stehen.        

Beleuchtung

Wer im Haushalt Kilowattstunden und Energie sparen möchte, sollte auch die Beleuchtung nicht außer Acht lassen. Grundsätzlich empfiehlt es sich dabei auf LEDs zu setzen. Diese sind in der Anschaffung etwas teurer, verbrauchen aber deutlich weniger Strom und haben eine sehr lange Lebensdauer. Bewegungsmelder und Smart-Home-Lichtsysteme tragen dazu bei, die Beleuchtung auf den eigentlichen Bedarf abzustimmen.  

FAQ

Was sind Energieeffizienzklassen und wie beeinflussen sie den Energieverbrauch eines Hauses?

Energieeffizienzklassen bewerten die Energieeffizienz eines Gebäudes auf einer Skala von A+ (sehr effizient) bis H (weniger effizient). Diese Klassen basieren auf dem Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Lüftung. Ein Gebäude der Klasse A+ benötigt weniger als 30 kWh/m² im Jahr, während ein Gebäude der Klasse H mehr als 250 kWh/m² verbraucht. Ein effizienteres Gebäude trägt nicht nur zur Einsparung von Energie bei, sondern reduziert auch Kosten und CO₂-Emissionen erheblich. Die Verbesserung der Energieeffizienzklasse kann durch Maßnahmen wie eine essere Dämmung, ein modernes Heizsysteme und dichte Fenster erreicht werden.

Wie können Wärmebrücken vermieden werden und warum ist das wichtig?

Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, durch die Wärme schneller nach außen gelangt als durch die umgebenden Materialien. Dies führt zu höheren Energieverlusten und schließlich höheren Heizkosten. Um Wärmebrücken zu vermeiden, sollten bei Neubauten und Sanierungen eine sorgfältige Planung erfolgen, insbesondere bei Anschlüssen von Wänden, Decken und Fenstern. Hochwertige Dämmstoffe und eine fachgerechte Ausführung der Bauarbeiten sind entscheidend. Das Vermeiden von Wärmebrücken verbessert die Energieeffizienz des Gebäudes, senkt Heizkosten und verhindert Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme.

Welche Rolle spielen moderne Heizsysteme bei der Steigerung der Energieeffizienz?

Moderne Heizsysteme wie Brennwertkessel, Wärmepumpen und Solarthermieanlagen sind deutlich effizienter als ältere Heiztechnologien, die auf fossilen Brennstoffen beruhen. Brennwertkessel nutzen zusätzlich die im Abgas enthaltene Wärme, wodurch der Wirkungsgrad steigt. Wärmepumpen nutzen Umweltenergie aus der Luft, dem Boden oder Wasser und können so bis zu 75 % der benötigten Heizenergie kostenlos liefern. Solarthermieanlagen wandeln Sonnenenergie direkt in Wärme um. Der Einsatz dieser Systeme kann den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen erheblich reduzieren und gleichzeitig die Heizkosten senken.

Welche staatlichen Fördermöglichkeiten gibt es für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz?

Es gibt verschiedene staatliche Förderprogramme, die finanzielle Unterstützung für energetische Sanierungen bieten. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für Maßnahmen wie die Dämmung von Wänden, Dächern und Böden, den Austausch alter Fenster und Türen sowie die Installation moderner Heizsysteme. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einsatz erneuerbarer Energien wie Wärmepumpen und Solarthermieanlagen. Solche Förderungen können die Investitionskosten erheblich senken und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen verbessern, wodurch langfristig Energiekosten gespart werden.

Fazit von Sabrina Hansen

Im Haushalt gibt es viele Möglichkeiten Energie zu sparen. Das gilt für Hausbesitzer wie für Mieter. Wichtige Stellschrauben sind das Heizen und die Warmwasserbereitung. Aber auch im Alltag gibt es viel Einsparpotenzial, etwa beim Kochen, Waschen und beim Kühlen von Lebensmitteln. Wichtig ist: Energiesparen lohnt sich. Denn es senkt die Kosten und schont gleichzeitig die Umwelt.

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