In wenigen Schritten zu Ihrer individuellen Beratung!

✔ 2 Minuten Fragebogen     ✔ Kompetente Beratung vor Ort 

Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe

  • von Alexander Rosenkranz
Seite teilen:

Nutzen Hausbesitzer eine Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe, können sie die überschüssige Energie der verbrauchten Raumluft technisch weiterverwenden. Anders als bei der herkömmlichen Wärmerückgewinnung sorgt die thermische Energie dabei zum Beispiel für die Bereitstellung von warmem Trinkwasser. Wir erklären, wie das funktioniert und welche Anschaffungskosten dabei entstehen.

Funktion der Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe

Möchten Hausbesitzer ihr Gebäude möglichst effizient mit Wärme versorgen, lohnt es sich, vorhandene Energiequellen zu nutzen. Eine davon ist die Raumluft, die in der Regel 20 Grad Celsius warm ist. Technisch lässt sich das Konzept zum Beispiel durch die Verbindung von Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe umsetzen.

© brat82 | Fotolia

Zentrale Abluftanlage saugt Luft aus dem Haus

Die zentrale Abluftanlage erzeugt dabei einen Unterdruck im Haus. Sie saugt verbrauchte Raumluft aus Küchen oder Bädern ab und lässt frische Außenluft über spezielle Gitter in der Fassade nachströmen. Die raumwarme Abluft strömt dann zur Wärmepumpenanlage, bevor sie über Gitter oder Dachhauben aus dem Haus entweicht.

Wärmepumpe macht thermische Energie nutzbar

Die Wärmepumpenanlage entzieht der Abluft ihre Energie und macht diese für die Heizung nutzbar. Die Grundlage dafür bietet ein Kältemittel, das immer wieder verdampft, verdichtet und abgekühlt wird. Wie der Prozess im Detail abläuft, erklärt der Beitrag "Funktion der Wärmepumpe".

Einsetzen lässt sich die kostenfreie Wärme anschließend für die Warmwasserbereitung oder als Heizungsunterstützung. In beiden Fällen muss die Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe auch von einem Wärmespeicher unterstützt werden. Dieser hält die erzeugte Wärme bis zum Bedarf vor und ermöglicht einen effizienten und kontinuierlichen Betrieb der Anlage.

Voraussetzungen der Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe

Vor allem in modernen Wohnhäusern ist der Frischluftbedarf recht klein. Das beschränkt den Volumenstrom für die Wärmepumpenanlage, die daher nur mit kleiner Leistung arbeiten kann. Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz der Technik ist deshalb der Betrieb zur Warmwasserbereitung oder die Installation in energiesparend gebauten Gebäuden. Denn diese verlieren nur wenig Wärme über ihre Hülle und kommen mit einer geringen Heizleistung aus. Hier kann es sich außerdem lohnen, der warmen Luft von innen auch kalte Außenluft beizumischen. Auf diese Weise steigt der verfügbare Volumenstrom und die Wärmepumpenheizung arbeitet aufgrund höherer Medientemperaturen immer noch deutlich effizienter. Erkennbar ist das an der höheren Jahresarbeitszahl (JAZ).

Die Verbindung der Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung kann sich hingegen auch im Altbau lohnen. Möglich ist das durch die Kombination mit einem Speicher. Dieser sammelt die benötigte Energie über einen längeren Zeitraum, wodurch die Heizung mit geringerer Leistung arbeiten kann. Muss es doch einmal schnell gehen, sorgt ein integrierter Elektroheizstab schnell für ausreichend hohe Wassertemperaturen.

Zum Vergleich: Die Lüftungs-Wärmerückgewinnung

Eine weitere Möglichkeit, die Wärmepumpe mit einer Lüftungsanlage zu verbinden, bietet die zentrale Zu- und Abluftanlage. Diese saugt verbrauchte Luft aus dem Haus und bläst gleichzeitig frische und konditionierte Luft ein. Ein integriertes Luft-Wasser-Wärmepumpenmodul kann die Energie der verbrauchten Luft dabei aufnehmen, aufbereiten und auf die kalte Außenluft übertragen. Im Vergleich zur konventionellen Wärmerückgewinnung lassen sich dabei deutlich höhere Temperaturen realisieren. Ein interessantes Einsatzgebiet dafür ist die Luftheizung, die Räume allein über die Lüftungsanlage erwärmt.

Erfahren Sie mehr dazu im Beitrag zu den Arten der Lüftungs-Wärmerückgewinnung.

Kosten der Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe

Die Kosten für die Kombination von Lüftungs- und Wärmepumpentechnik können je nach Gebäude sehr unterschiedlich ausfallen. Während es Abluftanlagen mit Warmwasserwärmepumpen bereits für 4.000 bis 6.0000 Euro gibt, kosten Systeme mit Heizungswärmepumpe oft mehr. Hier können Hausbesitzer mit Kosten von rund 13.000 Euro rechnen. Interessieren sie sich dagegen für eine Luftheizung mit Zu-/Abluftanlage und Wärmepumpe, hilft nur ein individuelles Angebot durch einen Installateur. Denn die dafür nötigen Arbeiten hängen besonders stark vom jeweiligen Gebäude ab.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Möchten Hausbesitzer ihre Heizkosten senken, können sie die Wohnraumlüftung mit einer Wärmepumpe kombinieren. Dabei lässt sich die Restwärme der raumwarmen Abluft zum Beispiel für die Warmwasserbereitung, die Heizungsunterstützung oder eine Luftheizung einsetzen. Während die Kosten stark vom jeweiligen Gebäude abhängen, lohnt sich in der Praxis oft auch die konventionelle Wärmerückgewinnung. Denn diese ist günstiger und wartungsärmer.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

✔ Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region
✔ Unverbindliche und kostenlose Vermittlung

Unsicher, welches Heizsystem das richtige für Sie ist?

Hier geht es zur individuellen Fachberatung.