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Dezentrale Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

  • von Alexander Rosenkranz
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Die dezentrale Wohnungslüftung sorgt selbstständig für optimale Luftverhältnisse im Haus. Dazu führt sie alte und verbrauchte Raumluft nach außen, während frische und sauerstoffreiche Luft nach innen gelangt. Wie komfortabel und effizient die Lüftungstechnik funktioniert, hängt auch davon ab, ob die dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung arbeitet. Die wichtigsten Informationen zu dieser Technik und ihren Kosten geben wir in diesem Beitrag.

Die dezentrale Wohnungslüftung und ihre Funktion

Genau wie bei großen Lüftungsanlagen ermöglichen auch die kleinen Geräte der dezentralen Wohnungslüftung einen optimalen Luftaustausch. Dabei entfernen sie Schadstoffe oder Gerüche aus dem Raum und regulieren die relative Luftfeuchtigkeit zum Schutz vor Schimmel. Darüber hinaus versorgen sie eine Wohnung oder ein Haus auch ohne das Zutun der Nutzer mit ausreichend Sauerstoff für eine gesunde Umgebung. Das ist nicht nur bei Neubauten mit luftdichter Bauweise notwendig. Auch bei energetisch sanierten Altbauten gelangt Frischluft auf natürliche Weise nur noch schwer ins Hausinnere. Abhängig vom Aufbau und vom Funktionsumfang unterscheidet man dabei heute folgende Arten:

  • einfache Zu- oder Abluftanlagen
  • komfortable Zu- und Abluftanlagen
  • energiesparende Lüftung mit Wärmerückgewinnung
© Antonioguillem / Fotolia

Zu- oder Abluftanlagen führen Luft in eine Richtung

Das einfachste Beispiel für die dezentrale Wohnungslüftung ist die Zu- oder Abluftanlage. Diese besteht aus kleinen Ventilatoren, die sich in der Regel direkt in der Wand oder in der Decke befinden. Sie führen Luft nur in eine Richtung, zum Beispiel in einen Raum oder aus einem Raum.

Typisch für den Einsatz in Wohnungen oder Häusern sind dabei dezentrale Abluftanlagen, die verbrauchte Luft aus Bädern oder Küchen saugen. Sie sorgen dafür, dass sich Feuchtigkeit und Gerüche nicht in den übrigen Räumen verteilen, und schaffen somit einen hohen Wohnkomfort. Im laufenden Betrieb erzeugen die kleinen Geräte einen Unterdruck in Wohnung oder Haus. Dieser führt dazu, dass Luft über Ventile in der Fassade nachströmt und alle Räume mit Sauerstoff versorgt. Ein Nachteil dieser einfachen dezentralen Wohnraumlüftung ist, dass sie die Wärme der verbrauchten Raumluft ungenutzt nach außen befördert.

Dezentrale Wohnraumlüftung mit Zu- und Abluft

Ein weiteres Beispiel für die dezentrale Lüftungstechnik sind Zu- und Abluftanlagen. Sie versorgen Wohnungen oder Häuser kontrolliert mit Zuluft, während sie die Abluft wie im vorhergehenden Beispiel nach außen führen. Möglich ist das mit sogenannten Zu- und Abluftventilatoren. Diese arbeiten in Kompaktgeräten oder paarweise zusammen und lassen sich auch hier einfach an der Außenwand oder am Dach installieren.

Ein Vorteil der Technik ist der bessere Schutz vor Lärm und Schmutz, der vor allem durch Schalldämmelemente und Filter möglich ist. Genau wie Zu- oder Abluftanlagen für die kontrollierte Wohnraumlüftung nutzen aber auch diese Geräte die Energie der verbrauchten Raumluft nicht.

Dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Während die übrigen Anlagen allein für gute Luft sorgen, senkt die dezentrale kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sogar die Heizkosten. Dazu arbeitet sie genau wie konventionelle Zu- und Abluftanlagen meist mit mehreren Lüftungsgeräten. Diese sind mit einem Speicherelement ausgestattet und führen Luft abwechselnd nach außen und nach innen. Strömt die verbrauchte Luft heraus, gibt sie Energie an den Speicher ab. Schaltet das Gerät die Luftrichtung um, erwärmt diese die hereinströmende Außenluft spürbar. Das entlastet wiederum die Heizungsanlage und senkt die Energiekosten.

Vorteile der dezentralen Wohnraumlüftung

Bei Sanierungen und Renovierungen kommen beinahe ausschließlich dezentrale Lüftungsanlagen zum Einsatz. Denn diese können problemlos in jedem Raum verbaut werden, ohne dass große Umbaumaßnahmen erforderlich wären. Somit sinken die Kosten für die Wohnraumbelüftung im Gegensatz zu einem zentralen System deutlich, was für viele Immobilienbesitzer besonders wichtig ist. Hinzu kommt, dass ältere Immobilien oftmals verwinkelt gebaut wurden, sodass sich eine zentrale Wohnraumbelüftung kaum sinnvoll realisieren lässt.

Heizkosten senken durch eine integrierte Wärmerückgewinnung

Immer mehr Menschen nutzten ihre Wohnraumlüftung dezentral, vor allem mit Wärmerückgewinnung. Dadurch kühlt die Wohnung oder das Haus mit einer solchen Anlage viel langsamer aus, was die Heizkosten deutlich und spürbar reduzieren kann. Wer eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung nutzt, kann somit von frischer Luft profitieren, ohne dabei im eigenen Wärmeempfinden von Temperaturunterschieden beeinträchtigt zu werden.

Wenig Aufwand beim Einbau 

Eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung lässt sich darüber hinaus denkbar einfach einbauen. Es wird ein einfacher Mauerdurchbruch oder eine Kernbohrung in die Außenwand des Gebäudes benötigt. Zusätzlich muss in unmittelbarer Nähe ein Stromanschluss für die Lüftungsanlage vorhanden sein. Anschließend kann das System einfach installiert und in Betrieb genommen werden. Somit lassen sich auch ältere Gebäude problemlos mit einer Wohnraumlüftung ausstatten, welche den Komfort in vielen Bereichen deutlich verbessert.

© heizung.de

Einzeln steuerbare Lösungen für optimales Raumklima

Ein weiterer Vorzug der dezentralen Wohnraumbelüftung liegt in der hohen Flexibilität der Systeme. So können die gewünschten Intensitäten der Lüftung und auch der Grad an Wärmerückgewinnung bei vielen Systemen an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Somit ist es bei einem dezentralen System problemlos möglich, beispielsweise das Schlafzimmer deutlich anders zu belüften als das Wohnzimmer. Auch Allergiker profitieren von einer dezentralen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Denn dank der Filter in den Systemen gelangen viel weniger Pollen und Allergene ins Haus, als beispielsweise durch ein geöffnetes Fenster. Sie können sie dank einer dezentralen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung viel entspannter und mit weniger Allergieanfällen ihren Alltag genießen.

Kosten für die dezentrale Wohnungslüftung

Vergleicht man dezentrale Lüftungsanlagen mit zentralen, sind die Preise deutlich niedriger. Denn die Anlagen lassen sich in der Regel schnell installieren und kommen dazu ohne aufwendige Kanalnetze oder Einbauten in den eigenen vier Wänden aus. Während es einfach Abluftventilatoren inklusive Montage schon für 100 bis 300 Euro gibt, schlagen einzelne Ventilatoren für die dezentrale Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung mit rund 500 Euro zu Buche. Wie hoch die Kosten insgesamt sind, hängt dabei von der Wohnungs- oder Gebäudegröße und der benötigten Anzahl an Ventilatoren ab.

Fördermittel für die dezentrale Wohnungslüftung

Sorgt die dezentrale Wohnungslüftung für eine höhere Energieeffizienz im Gebäude, fördert der Staat die Technik. Sanierer erhalten dabei Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen. Bauherren, die ein neues Haus errichten lassen, können hingegen auf die Effizienzhausförderung zurückgreifen, die es für Gebäude und Technik gibt. Doch wie lässt sich die finanzielle Unterstützung nutzen? Welche Anforderungen gibt es und wie hoch fallen Zuschüsse und steuerliche Vergünstigungen überhaupt aus? Antworten auf diese Fragen geben wir im Beitrag zur Förderung der Wohnraumlüftung.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die dezentrale Wohnungslüftung sorgt automatisch für mehr Komfort in den eigenen vier Wänden. Denn sie tauscht alte und verbrauchte Luft gegen frische von außen und reguliert damit Schadstoffe, Gerüche und die Feuchtigkeit im Raum. Besonders effizient funktioniert das mit Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung. Denn diese erwärmen die kalte Außenluft ohne die Heizung selbst im Winter auf angenehme Temperaturen.

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