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Gas Kombitherme - Aufbau, Funktion und Vorteile

  • von Jeannette Kunde
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Grundlegend stellt eine Gas Kombitherme Warmwasser bereit und versorgt gleichzeitig die Heizungsanlage. Maßgebliches Ausgangselement ist dabei Gas, das heißt Erdgas oder Flüssiggas. Erfahren Sie hier, wie eine Gas Kombitherme funktioniert und welche Vorteile sie bietet.

Aufbau und Prinzip einer Gas Kombitherme

Eine Gas Kombitherme, ob mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben, besteht aus folgenden Elementen:

  • Brenner
  • Wärmetauscher / Wärmeübertrager
  • einem nachgeschalteten Plattenwärmetauscher
  • einer Umwälzpumpe

Außerhalb der Gas Kombitherme befindet sich des Weiteren ein Bedienelement. An diesem sind sowohl die Heiz- als auch die Absenkzeiten einstellbar. Somit lässt sich die Erwärmung des Heizungswassers regeln. Die Absenkzeit beschreibt den Zeitraum, in dem keine Heizung im Wohnraum benötigt wird. Das kann während der Arbeitszeit oder vor allem auch in der Nacht der Fall sein. Die Absenktemperatur sollte jedoch nicht zu niedrig sein, um die Aufheizzeit möglichst kurzzuhalten und die Kondensationsgefahr zu minimieren.

Wie funktioniert die Gas Kombitherme?

Der Heizkreislauf und die Warmwasserbereitung sind baulich voneinander getrennt. Wird demnach ein Wasserhahn in der Wohnung oder im Haus aufgedreht, schaltet die Kombitherme von der Heizfunktion auf die Bereitstellung von Warmwasser um.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Gastherme nicht zwangsläufig mit einem Warmwasser- oder Pufferspeicher ausgestattet ist. Das bedeutet: Das warme Wasser steht erst dann zur Verfügung, wenn der Wasserhahn betätigt wird. Im Brenner wird das eingeführte Gas verbrannt. Der Wärmetauscher überträgt die dabei frei werdende Wärme an das Heizungswasser. Die Umwälzpumpe transportiert dieses dann durch die Rohrleitungen und damit zu den Heizkörpern. Die Warmwasserbereitung erfolgt nach dem Durchlaufprinzip. Das bedeutet, erst im Moment des Bedarfs erfolgt die Erwärmung.

Für wen eignet sich eine Kombitherme mit Gas?

Ob eine Gas Kombitherme für jeden Haushalt sinnvoll ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Für jeden individuellen Fall sind unterschiedliche Faktoren zu betrachten. Es ist ratsam, einen Fachmann bei dieser Entscheidung hinzuziehen. Doch es sind einige allgemeine Vor- und Nachteile abzuwägen.

© contrastwerkstatt / Fotolia

Was spricht für eine Gas Kombitherme?

Aufgrund des fehlenden Warmwasserspeichers ist eine Gas Kombitherme ein kompaktes, sehr platzsparendes Gerät. In der Regel wird die Kombitherme direkt an der Wand montiert. Insgesamt halten sich die Material- und Installationskosten im Rahmen. Das macht die Geräte für Bestandsgebäude besonders attraktiv. Dafür spricht ebenso die flexible Installationsmöglichkeit.

Durch den fehlenden Speicher wird nicht nur Platz gespart, sondern es treten auch keine unnötigen Speicherverluste auf. Die gewonnene Energie kann optimal und direkt genutzt werden. Zudem ist eine Legionellenbildung oder eine hohe Keimbelastung nahezu ausgeschlossen, da es nicht zum sogenannten stehenden Wasser kommt. Immer wenn Sie den Wasserhahn aufdrehen, wird das Wasser frisch erwärmt. Damit ist die Gas Kombitherme zugleich auch günstig im Verbrauch. Schließlich ermöglicht sie vor allem in Mehrfamilienhäusern eine dezentrale Versorgung. Die Warmwasser- beziehungsweise Heizkosten lassen sich ganz einfach über den Gasverbrauch abrechnen.

Wo liegen die Nachteile?

Durch die direkte Erwärmung und den fehlenden Speicher kann es zu kleinen Verzögerungen bei der Bereitstellung des Brauchwassers kommen. Deshalb gibt es auch Gas Kombithermen, die mit einem kleinen Speicher von etwa 10 Litern Fassungsvermögen ausgestattet sind. Somit besteht immer ein kleiner Vorrat Warmwasser. Das sorgt für einen höheren Komfort. Außerdem sollten die Gas Kombithermen am besten dort hängen, wo am meisten Warmwasser benötigt wird, d.h. entweder im Badezimmer oder in der Küche. In vielen Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften befindet sich das Gerät im Technik- oder Abstellraum.

Sind die Leitungen zu lang, führt dies zu Energieverlusten. Deshalb muss für die Installation samt Dämmung ausreichend Platz vorhanden sein. Prinzipiell ist zudem die Zapfleistung (Liter Wasser pro Minute) relativ gering. Die Kombitherme ist nur für Einzelzapfung geeignet. Das heißt: In der Praxis ist es nicht möglich zu duschen, während das Wasser für ein Bad eingelassen wird. Entweder steht generell zu wenig Wasser zur Verfügung oder nur kaltes.

Kosten und Förderung einer mit Gas betriebenen Kombitherme

Wie viel eine Gas-Kombitherme kosten kann, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Den größten Posten belegen dabei in der Regel die Gerätepreise, dicht gefolgt von den Ausgaben für Zubehör und Installation. Geht es um den Einbau in ein Einfamilienhaus, können Sie hier insgesamt mit einem Preise von 5.000 bis 15.000 Euro rechnen - abhängig von der örtlichen Situation und der gewünschten Ausstattung.

Gasheizung mit Erneuerbaren kombinieren und Förderung nutzen

Ergänzen Sie die neue Gas-Kombitherme mit regenerativen Energien, können Sie eine Förderung beantragen. Erhältlich sind attraktive Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen, die Sie jedoch nur für die Erneuerbare-Energien-Anlage erhalten. Voraussetzung ist, dass Sie separate Geräte installieren. Kombilösungen, die Gasheizung und regenerative Wärmeerzeuger in einem Gerät verbinden, fördert der Staat hingegen nicht. Wie hoch die finanzielle Unterstützung ausfällt und wie Sie davon profitieren, erklären wir im Beitrag zur Förderung der Gasheizung.

Fazit von Jeannette Kunde

Eine Gas Kombitherme ist langfristig sowie in ihrer Anschaffung vergleichsweise günstig und rechnet sich vor allem bei kleinen Wohneinheiten. Der Warmwasserverbrauch sollte nicht zu hoch sein. Vor allem moderne Kombithermen bergen ein hohes Einsparungspotenzial.

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