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CO₂-Vermeidung: Tipps für Haus und Heizung

  • von Alexander Rosenkranz
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Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein klimaschädliches Gas, das die globale Erwärmung begünstigt. Um den Klimawandel und die damit einhergehenden Folgen einzudämmen, müssen wir CO2 vermeiden. Aber wie kann das funktionieren? Wir geben einfache Tipps, die Hausbesitzern bei der CO2-Vermeidung helfen. Ein besonderer Vorteil: Wer seinen CO2-Fußabdruck verkleinert, spart meist auch bares Geld. Denn der Schadstoffausstoß hängt häufig vom Energieverbrauch ab.  

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Kohlenstoffdioxid: Eine unsichtbare Gefahr für das Klima  

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farb- und geruchloses Gas, das zu etwa 0,04 Prozent in unserer Luft vorhanden ist. Der Stoff entsteht bei Verbrennungsprozessen - zum Beispiel im Motor eines Autos oder im Brenner einer Heizungsanlage. Steigt die Konzentration des Gases in der Erdatmosphäre an, kann das bedrohliche Folgen für uns und unsere Umwelt haben. Denn dann entsteht eine unsichtbare Hülle, die Wärme wie ein Gewächs- oder Treibhaus auf der Erde hält. Die Temperaturen an der Erdoberfläche steigen und unser Klima verändert sich. Anhaltende Dürren, steigende Meeresspiegel und immer extremere Wetterlagen sind nur drei Folgen des sogenannten Klimawandels. Um diesen zu verlangsamen und die globale Erwärmung zu begrenzen, müssen wir unseren Ausstoß an CO2 senken. Und zwar bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990. Aber wie funktioniert das? Welche Maßnahmen führen zu hohen CO2-Einsparungen? Die Antwort geben wir in den folgenden Abschnitten.

CO2-Preise sollen zu hohen Einsparungen führen

Mit dem im Jahre 2020 beschlossenen  Klimapaket  wurde auch ein Preis für den Kohlenstoffdioxidausstoß eingeführt. Der  CO2-Preis  betrug zu Beginn 25 Euro pro Tonne und steigt bis 2025 auf 50 Euro pro Tonne an. Das Ziel: Preise für Benzin, Diesel, Heizöl oder Heizgas sollen sich mehr am CO2-Gehalt der Rohstoffe orientieren. Höhere Kosten sollen Hausbesitzer zum CO2 Sparen anregen und so eine Senkung der jährlichen Treibhausgasemissionen bewirken.    

CO2 Einsparung berechnen: Wie funktioniert das?

Wer beim Heizen die CO2-Einsparung berechnen möchte, muss erst einmal ermitteln, wie viel Energie eine Maßnahme gespart hat. Denn die Emissionen sind hier direkt mit dem Brennstoffeinsatz verbunden, wie die folgende Tabelle zeigt.

HEIZUNG/ ENERGIETRÄGER  CO₂ Emission PRO KWH
Scheitholzkessel  27 g/kWh
Pelletkessel  36 g/kWh
Luft-Wärmepumpe  150 g/kWh
(abhängig von Strommix und Jahresarbeitszahl)
Erdgaskessel  201 g/kWh
(weniger bei Biogas, EE-Gas oder Bio-LPG)
Heizölkessel  266 g/kWh
(weniger bei Bio-Heizöl)

Quelle: BAFA  Informationsblatt CO2-Faktoren

Sparen Hausbesitzer mit einer Gasheizung sechs Prozent ihres Energieverbrauchs von 25.000 kWh durch das Anpassen der Raumtemperaturen ein, können sie rund 370 kg CO₂ vermeiden. (0,06 x 25.000 kWh x 0,247 kg/kWh).

Alltagstipps zur CO2-Vermeidung: Richtig heizen und lüften

Tagtäglich haben wir allein durch unser Verhalten die Möglichkeit, den Schadstoffausstoß zu reduzieren. So können wir den  CO2-Fußabdruck beim Heizen  mit einfachen Tipps ganz ohne Kosten spürbar verkleinern. Möglich ist das unter anderem mit folgenden Maßnahmen:

  • keine Möbel vor die Heizkörper stellen
  • die Heizkörper von Zeit zu Zeit reinigen
  • Stoßlüften und die Heizkörper abdrehen
  • Außenrollläden in der Nacht schließen
  • Raumtemperaturen optimal einstellen

Übrigens: Je weniger Energie wir verbrauchen, umso weiter rutscht der  Erdüberlastungstag  in Richtung Jahresende. Wir versorgen uns nachhaltiger und sorgen für eine lebenswerte Zukunft.

Tipp 1: Keine Möbel vor die Heizkörper stellen  

Wer CO2 vermeiden möchte, muss die eigenen vier Wände effizient beheizen. Denn immer dann, wenn der Energieverbrauch sinkt, stößt die Heizungsanlage auch weniger Schadstoffe aus. Eine einfache Möglichkeit ist es, die Heizkörper nicht mit Möbeln zu verstellen. Auch Gardinen oder Vorhänge sollten besser nicht vor den Heizflächen hängen. Der Grund: Die Einrichtungsgegenstände stören die Wärmeverteilung im Raum. Es dauert länger, bis Verbraucher die Wärme spüren und die Heizung verbraucht bis zu 20 Prozent mehr Energie.

Tipp 2: Heizkörper reinigen und CO2 einsparen  

Auch unser zweiter Tipp zur CO2-Vermeidung bezieht sich auf die Heizkörper. Diese können mit der Zeit viel Staub ansetzen und sollten daher regelmäßig gereinigt werden. Der Grund ist hier aber nicht allein hygienischer Natur. Viel mehr geht es dabei um eine effiziente Übertragung der Wärme vom Heizungswasser über den Heizkörper auf die Raumluft. Staub wirkt isolierend und kann den Vorgang stören. Die Heizung muss mehr leisten, verbraucht mehr und der Schadstoffausstoß nimmt zu. Positiver Nebeneffekt: Wer die Heizkörper regelmäßig reinigt, hat weniger Staub in der Luft. Außerdem geben heiße Heizflächen dann kaum noch Gerüche von sich.

© singkham – stock.adobe.com

Tipp 3: Stoßlüften und die Heizkörper abdrehen  

Richtig Lüften  ist wichtig für die Gesundheit und das eigene Haus. Denn nur so lassen sich Schadstoffe und Gerüche aus der Raumluft entfernen. Außerdem sinkt beim Lüften die Luftfeuchtigkeit und Probleme wie  Schimmel in der Wohnung  lassen sich vermeiden. Stehen die Fenster in der Heizperiode lange auf Kippstellung, ist der Effekt allerdings nur klein. Der Luftaustausch ist zu gering, Heizwärme geht verloren und an kalten Laibungen kann sich sogar Schimmel bilden. Besser ist regelmäßiges Stoßlüften, wobei Hausbesitzer alle Fenster drei- bis viermal am Tag für etwa zehn bis 15 Minuten voll öffnen sollten. Die Heizkörper sind in der Zeit abzudrehen, um unnötige Verluste zu vermeiden und den Ausstoß an CO2 zu senken.

Tipp 4: Außenrollläden in der Nacht schließen  

Wer Rollläden vor den Fenstern hat, sollte diese in der kalten Jahreszeit nachts herunterlassen. Denn dann bildet sich ein schützendes Luftpolster zwischen Fensterscheibe und Rollo. Es geht weniger Wärme verloren und die Heizung verbraucht weniger. Die CO2-Einsparung ist entsprechend hoch.

Tipp 5: Raumtemperaturen optimal einstellen

Ein weiterer Tipp zur CO2-Vermeidung bezieht sich auf die Temperaturen im Haus. Wer diese, vor allem in Altbauten, im Durchschnitt um ein Grad Celsius senkt, kann etwa sechs Prozent Energie einsparen. Muss die Heizung weniger leisten, stößt sie damit automatisch auch weniger Schadstoffe aus. Aber wie hoch ist die  optimale Raumtemperatur? In Wohnräumen liegt sie bei 20 bis 22 Grad Celsius. Bäder und Kinderzimmer können mit bis zu 24 Grad Celsius wärmer sein, während in Küchen und Schlafzimmern auch 18 Grad Celsius ausreichen. In Fluren genügen oft auch 15 Grad Celsius, da sich darin niemand lange aufhält. Wichtig zu wissen: Sinken die Raumtemperaturen zu weit ab, kann Feuchtigkeit aus der Luft kondensieren und Schimmel verursachen.

Mit der Heizung Kosten und CO2 sparen 

Während die fünf Alltagstipps zur CO2-Vermeidung keine zusätzlichen Ausgaben verursachen, ist das bei der Heizungstechnik anders. Denn hier sind Modernisierungsarbeiten in der Regel auch mit Kosten verbunden. Das Gute daran: Sie senken den Energieverbrauch oft so stark, dass sich die Ausgaben nach wenigen Jahren rechnen.

Übrigens: Geben Hausbesitzer Geld aus, allein, um CO2 zu sparen, sprechen Experten von den sogenannten CO2-Vermeidungskosten. Wer eine Modernisierung plant, sollte sich die Vermeidungskosten berechnen lassen. Energieberater können das übernehmen und abschätzen, ob sich die Maßnahme für den Geldbeutel und das Klima lohnt.

Aber mit welchen Arbeiten an der Heizungsanlage können Hausbesitzer CO2 vermeiden? Auch dazu geben wir fünf Tipps:

  • Heizkurve einstellen und CO2 sparen (Einstellung der Heizungsregelung, sodass die Vorlauftemperaturen immer zur Außentemperatur und zum Haus passen)
  • hydraulischer Abgleich der Heizung (Einstellung aller Komponenten der Heizung so, dass sich die Wärme effizient und gleichmäßig verteilen lässt)
  • Isolieren der Heizungsrohre im Keller (Dämmung warmer Heizungsrohre in unbeheizten Räumen, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden und den Energieverbrauch zu senken)
  • alte Heizungspumpe austauschen (Einbau einer Hocheffizienzpumpe, die bedarfsgerecht arbeitet, weniger Strom verbraucht und zur CO2-Einsparung beiträgt)
  • Heizungstausch zur CO2-Einsparung (Austausch alter Kessel durch effiziente Brennwerttechnik oder klimafreundliche Umweltheizung)

In vielen bestehenden Häusern lassen sich eine ganze Reihe der aufgeführten Tipps umsetzen, um CO2 zu sparen. In der Regel senken Hausbesitzer damit aber nicht nur ihren Schadstoffausstoß. Sie sparen auch Heizkosten und steigern ihren Wohnkomfort. Das zeigt: Klimaschutz und CO2-Einsparungen lohnen sich!

Infografik: CO2-Einsparungen seit Januar 2020

©heizung.de

FAQ

Welche Vorteile bieten Ökostrom-Anbieter zur CO₂-Reduktion im Haushalt?

Ökostrom-Anbieter liefern Strom, der vollständig aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasser gewonnen wird. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter kann den CO₂-Ausstoß eines Haushalts erheblich senken. Zusätzlich bieten viele Ökostrom-Anbieter attraktive Tarife und unterstützen nachhaltige Projekte, was langfristig auch finanzielle Vorteile bringen kann.

Wie funktioniert eine Wasserstoffheizung und welche CO₂-Einsparungen sind möglich?

Eine Wasserstoffheizung nutzt Wasserstoffgas als Brennstoff, der in einer Brennstoffzelle oder einem speziellen Heizkessel verbrannt wird. Der Hauptvorteil besteht darin, dass bei der Verbrennung von Wasserstoff nur Wasser und keine CO₂-Emissionen entstehen. Wasserstoff kann aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie hergestellt werden, was die gesamte Heizkette nahezu CO₂-frei macht. Dies macht Wasserstoffheizungen zu einer zukunftsweisenden Technologie für die CO₂-Reduktion im Heizsektor.

Was ist CO₂-Kompensation und wie kann sie im Haushalt angewendet werden?

CO₂-Kompensation bedeutet, dass man die durch den eigenen Energieverbrauch verursachten CO₂-Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgleicht. Dies kann durch den Kauf von CO₂-Zertifikaten geschehen, über die beispielsweise Aufforstungsprojekte oder erneuerbare Energien gefördert werden. Für Haushalte bedeutet das, dass sie ihre nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren können, indem sie entsprechende Zertifikate erwerben und somit zur Reduktion globaler CO₂-Emissionen beitragen.

Welche Rolle spielt die Luftfeuchtigkeit in Bezug auf Heizkosten und CO₂-Emissionen?

Die Luftfeuchtigkeit hat einen wesentlichen Einfluss auf das Heizverhalten und die wahrgenommene Raumtemperatur. Eine höhere Luftfeuchtigkeit fühlt sich wärmer an, was zur Folge hat, dass die Heizung niedriger eingestellt werden kann, um den gleichen Wärmekomfort zu erreichen. Der Energieverbrauch und damit auch die   CO₂-Emissionen. Optimale Luftfeuchtigkeitswerte liegen zwischen 40% und 60%, und können mit Luftbefeuchtern reguliert werden.Das spart Heizkosten und verbessert das Raumklima.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Kohlenstoffdioxid ist ein unsichtbares Gas, das unser Klima nachhaltig verändert. Um die globale Erwärmung begrenzen und gefährliche Folgen abwenden zu können, müssen wir CO₂ vermeiden. Der Gebäudebereich bietet dazu besonders große Potenziale. Denn hier lassen sich durch ein angepasstes Verhalten und vergleichsweise günstige Modernisierungsmaßnahmen hohe CO₂-Einsparungen erzielen. Das Beste daran: Die Maßnahmen führen auch zu sinkenden Heizkosten und lohnen sich daher gleich doppelt.

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