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Smart Home Förderung: Angebote und Beantragung

  • von Alexander Rosenkranz
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Smarte Technik erleichtert Ihnen das Leben. Sie sorgt für viel Komfort, mehr Sicherheit und darüber hinaus auch für eine höhere Energieeffizienz. Vor allem Letzteres ist ein Grund, aus dem der Staat heute zahlreiche Angebote zur Smart Home Förderung bereitstellt. Hausbesitzer können von Investitionszuschüssen, Darlehen oder steuerlichen Vorteilen profitieren. Wie hoch die Smart Home Förderung ausfällt und wie Sie diese richtig beantragen, erklären die folgenden Abschnitte. 

BAFA, KfW oder Finanzamt: Fördergeber im Vergleich

Wer sich heute für eine Smart Home Förderung entscheidet, hat mehrere Programme zur Auswahl. So gibt es für die energetische Sanierung mindestens zehn Jahre alter Häuser beispielsweise eine steuerliche Förderung vom Finanzamt. Finanzielle Unterstützung bekommen Sie hier für digitale Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, wozu neben Smart Metern auch intelligente Thermostate, Präsenzschalter und andere Bauteile zählen.

Weitere Fördermöglichkeiten bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stehen attraktive Zuschüsse für alle Systeme zur Verfügung, die unter die Kategorie „Efficiency Smart Home“ fallen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt im Rahmen einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus beziehungsweise beim Bau oder Kauf eines solchen auch eine Darlehensvariante für die Finanzierung smarter Systeme. Darlehen zur Smart Home Förderung erhalten Bauherren dann, wenn sie ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse errichten.

Änderungen seit 01. Juli 2021: Mit dem Übergang vieler Förderangebote in die Bundesförderung für effiziente Gebäude haben seit dem 01.07.2021 auch die KfW-Programme 151, 152, 153, 430 ihre Gültigkeit verloren. Sie wurden von der BEG EM und WG Förderung abgelöst. 

Smart Home Förderung für viele Systeme und Komponenten

BAFA, KfW und Finanzamt stellen die Smart Home Förderung auch losgelöst von anderen Maßnahmen für viele Systeme und Komponenten zur Verfügung. In der Kategorie „Smart Meter, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik (MSR)“ erhalten Sie finanzielle Unterstützung beispielsweise für:

  • Smart Meter und MSR-Technik für Heizung, Belüftung sowie Klimaanlagen
  • Monitoring-Lösungen zum Erfassen und Auswerten von Energieverbräuchen
  • Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmezähler zur Verdeutlichung von Verbräuchen
  • Lösungen zur Überwachung von Systemeffizienz und Betriebsparametern der Heizung
  • Wohnungsdisplays zum Anzeigen von Energie- und Rohstoffverbräuchen
  • elektrische und intelligente Heizkörper- und Raumthermostate
  • Sensoren für Luftqualität, Fensteröffnung, Präsenz oder Beleuchtung
  • Energiemanagementsysteme, Einstellung und Einregulierung technischer Anlagen

Die Smart Home Förderung gibt es darüber hinaus auch für Systemtechnik, die den Datenaustausch mit Netzbetreibern ermöglicht und die Netzdienlichkeit elektrischer Verbrauchsgeräte verbessert. Wer Türen, Tore, Fenster oder Rollläden elektrisch bedienen möchte, bekommt auch dafür attraktive Fördermittel vom Staat. Zuschüsse, Darlehen oder Steuervergünstigungen erhalten Sie hier etwa für:

  • präsenzabhängige Zentralschaltungen einzelner Geräte, Steckdosen oder Stromkreise
  • Bedienungs- und Antriebssysteme für Türen, Jalousien, Rollläden sowie Fenster
  • Smart Home Lösungen zur Steuerung von Beleuchtung, Heizungs- und Klimatechnik
  • Türkommunikation und intelligente Türsysteme mit personalisierten Zutrittsrechten

Beantragen Sie eine Smart Home Förderung für die aufgeführten Systeme und Komponenten lassen sich auch die Kosten vieler Nebenarbeiten anrechnen. Dazu gehört unter anderem die Verkabelung von Systemen oder die Installation von Routern zur funkbasierten Kommunikation. Förderbar sind darüber hinaus auch Kommunikations- und Notrufsysteme, intelligente Assistenzsysteme, USB-Anschlussbuchsen sowie Anschlüsse an die Breitbandverkabelung und Leerrohre sowie Kabel für Smart Meter und MSR-Anlagen.

© Nils Z / Shutterstock.com

Steuerliche Vergünstigung, Zuschüsse und Darlehen 

Abhängig vom Fördergeber stehen Ihnen verschiedene Angebote zur Smart Home Förderung bereit. Grundsätzlich haben Sie dabei die Wahl zwischen einmaligen Zuschüssen, Darlehen mit hohen Tilgungszuschüssen und steuerlichen Vergünstigungen.

Wichtig zu wissen: Die einzelnen Förderangebote sind in aller Regel nicht miteinander kombinierbar.

BAFA-Zuschüsse für Smart Home Technik

Rüsten Sie smarte Technik in mindestens fünf Jahre alten Gebäuden nach, können Sie beim BAFA Zuschüsse in Höhe von 15 Prozent beantragen. Setzen Sie Maßnahmen aus einem Sanierungsfahrplan um, verbessern sich die Konditionen durch den sogenannten iSFP-Bonus außerdem um fünf Prozent. Zu beachten ist die Mindestinvestitionssumme, die bei der Smart Home Förderung vom BAFA bei 2.000 Euro (brutto, einschließlich Steuern) liegt. Die förderfähigen Kosten für einzelne Maßnahmen sind je Wohneinheit auf 60.000 Euro pro Kalenderjahr begrenzt. 

KfW-Darlehen mit Tilgungszuschüssen

Für einen besonders effizienten Neubau mit Nachhaltigkeits-Klasse oder eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus bekommen Sie die BEG Smart Home Förderung als Darlehen (Programm 261). Dabei lassen sich die Mittel auf die Gesamtkosten anrechnen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die maximalen Kreditbeträge sowie die Tilgungszuschusshöhen in Abhängigkeit von dem erreichten Effizienzhaus-Niveau.

  TILGUNGSZUSCHUSS  KREDITHÖHE*
Neubau EH 40 (NH-Klasse)
5 %  120.000 Euro
Bestand Denkmal  5 %  120.000 Euro
Denkmal EE-Klasse 10 % 150.000 Euro
Bestand EH 85  5 %  120.000 Euro
EH 85 EE-Klasse 10 % 150.000 Euro
Bestand EH 70  10 %  120.000 Euro
EH 70 EE-Klasse 15 % 150.000 Euro
Bestand EH 55  15 % 120.000 Euro
EH 55 EE-Klasse 20 % 150.000 Euro
Bestand EH 40 20 % 120.000 Euro
EH 40 EE-Klasse 25 % 150.000 Euro

Wichtig: 2023 soll die Neubauförderung für Effizienzhäuser überarbeitet werden. Geplant ist eine stärkere Ausrichtung auf CO2-Einsparpotenziale und eine Technologieoffenheit.

Steuerliche Vergünstigungen als Alternative zum BEG

Interessieren Sie sich für die Smart Home Förderung vom Finanzamt, können Sie 20 Prozent der Sanierungskosten von der Steuer absetzen. Den Steuerbonus bekommen Sie verteilt über einen Zeitraum von drei Jahren und maximal für 40.000 Euro. Wichtig: Die technischen Mindestanforderungen von BAFA und KfW sind auch hier zu erfüllen. 

Alternativ zum Steuerbonus für die Sanierung können Sie bei vielen Arbeiten am selbst genutzten Eigenheim auch die Handwerkerkosten absetzen. Die Förderrate liegt bei 20 Prozent und ist auf 1.200 Euro im Jahr begrenzt. Technische Voraussetzungen sind hier nicht zu erfüllen.

Alternative Zuschüsse und Darlehen 

Die KfW bietet Zuschüsse und Darlehen zur Smart Home Förderung über die Programme zum altersgerechten Umbau und zur Sanierung für mehr Einbruchschutz an. Zuschüsse in Höhe von 10 bis 20 Prozent erhalten Sie dabei im Zuge einer Sanierung über die Programme 455-E und 455-B. Mit dem KfW-Programm 159 steht Ihnen alternativ dazu auch eine Darlehensvariante zur Verfügung, die hier jedoch nicht mit einem Tilgungszuschuss ausgestattet ist.

Hinweis: Die Fördertöpfe im KfW-Programm 455-B (barrierefreier Umbau) sind aktuell aufgebraucht, sodass vorübergehend keine Förderanträge gestellt werden können. Bis dahin steht Ihnen die Kreditvariante über das KfW-Programm 159 zur Verfügung. 

Smart Home Förderung richtig beantragen

Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, ist die Smart Home Förderung unbedingt rechtzeitig zu beantragen. Wo und wie das funktioniert, erklärt die folgende Tabelle.

  BEG SMART HOME FÖRDERUNG  STEUERLICHE FÖRDERUNG  KFW FÖRDERUNG FÜR DAS SMART HOME
Antragszeitraum vor Auftragsvergabe nach Abschluss der Sanierung vor Auftragsvergabe
Antragstellung  BAFA-Webseite (Zuschüsse)  Einkommensteuer-erklärung  Hausbank (Darlehen)
Energieberater erforderlich? ja nein ja
Fachhandwerker Pflicht? ja ja ja

Fazit von Alexander Rosenkranz

Über die Smart Home Förderung von BAFA, Finanzamt und KfW erhalten Sie attraktive Zuschüsse, günstige Darlehen und hohe steuerliche Vergünstigungen. Wichtig ist, dass Sie die Mittel rechtzeitig beantragen, da viele Fördergeber sonst der Auszahlung von Krediten und Zuschüssen widersprechen.

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