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Den Autarkiegrad anheben, die Stromrechnung minimieren und den Wert des Gebäudes steigern: Wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten, profitieren Sie von all diesen Vorteilen. Doch wann lohnt sich die Investition? Welchen Speicher sollten Sie für welche PV-Anlage nachrüsten und wie funktioniert das im Detail? Wir klären auf und geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.
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Mit einer Photovoltaikanlage ist es möglich, Solarenergie im eigenen Haus zu nutzen. Die Herausforderung dabei: Während die Sonne in den Mittagsstunden besonders intensiv scheint, benötigen wir den meisten Strom morgens und abends. Wir verbrauchen dadurch nur einen kleinen Teil der selbst geernteten Energie in den eigenen vier Wänden und speisen 70 bis 80 Prozent in das öffentliche Netz ein.
Wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten, bewältigen Sie diese Herausforderung. Denn der Akku nimmt überschüssige Energie der Mittagssonne auf und hält diese bis zum nächsten Morgen vor. Auch wenn die Sonne längst untergegangen ist, versorgen Sie sich auf diese Weise mit günstigem, selbst erzeugtem Solarstrom. Sie behalten üblicherweise mehr als 60 Prozent der Energie im eigenen Haus und müssen weniger Netzstrom zukaufen.
Möchten Sie noch mehr Energie selbst verbrauchen, können Sie einen PV-Speicher nachrüsten und mit einem Energiemanagementsystem kombinieren. Die intelligente Technik verteilt die Energie im Haus optimal so, dass Ihre Eigenverbrauchsrate auf über 80 Prozent steigt. Am besten funktioniert das mit steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpen, die Strom vorrangig dann verbrauchen, wenn er im Überschuss vorhanden ist.
Übrigens: Haben Sie einen dynamischen Stromtarif? Dann sparen Sie noch mehr, wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten. Denn damit kaufen Sie Netzstrom automatisch auf Vorrat ein, wenn dieser am günstigsten ist.
Wenn Sie für Ihre PV-Anlage einen Speicher nachrüsten, machen Sie sich zunehmend unabhängig. Sie minimieren Ihre Stromrechnung und wappnen sich vor Stromausfällen. Ein weiterer Vorteil ist die Wertsteigerung Ihres Gebäudes, die mit der Maßnahme einhergeht. Neben den rein wirtschaftlichen Gründen für das Nachrüsten eines Stromspeichers gibt es auch ökologische Vorteile: Sie verbrauchen weniger fossile Rohstoffe und stoßen weniger CO₂ aus.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
Während Strom aus dem Netz aktuell rund 35 Cent pro Kilowattstunde kostet, bekommen Sie für eingespeisten Solarstrom oft weniger als 10 Cent. Der Verbrauch im eigenen Haus ist damit wesentlich lukrativer als das Erreichen einer hohen Einspeiserate. Das gilt insbesondere für neue Anlagen, bei denen Solarakkus zum Standard gehören. Aber auch im Bestand lohnt es sich immer häufiger, einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen. Das gilt vor allem, wenn:
| Die PV-Anlage ausgefördert ist | Die Einspeisevergütung gering ist | |
|---|---|---|
| Nach 20 Jahren fällt die Einspeisevergütung weg. Um die noch gut funktionierenden Solarmodule weiter sinnvoll zu nutzen, können Sie einen Speicher für die PV-Anlage nachrüsten. Oft lohnt es sich, einige Paneele zu erneuern, um die Leistungsfähigkeit der Anlage zu steigern (Repowering). | Auch im laufenden Förderzeitraum kann es sich lohnen, wenn Sie einen PV-Speicher nachrüsten lassen. Etwa dann, wenn die Einspeisevergütung bereits sehr niedrig ist. Üblicherweise trifft das auf Inbetriebnahmezeiten ab 2012/2013 zu. |
Haben Sie eine Altanlage mit einem sehr hohen Vergütungssatz, lohnt es sich unter Umständen, noch etwas zu warten. Denken Sie aber daran, nach 20 Jahren einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen. Da die Kosten der Lösungen voraussichtlich weiter sinken, lohnt sich die Maßnahme zu einem späteren Zeitpunkt unter Umstände noch mehr.
Ob es sich für Sie lohnt, einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen, hängt auch von der Anlagengröße und Ihrem Stromverbrauch ab. Denn je größer die PV-Anlage ist, umso mehr Strom können Sie selbst verbrauchen. Ist Ihr Bedarf ohnehin sehr gering, lohnt sich die Maßnahme nicht in jedem Fall. Der folgende Rechner hilft bei der Einschätzung.
Wichtig: Der Rechner gibt einen ersten Ausblick. Für eine fundierte Aussage empfehlen wir die individuelle Beratung durch Fachpersonal aus Ihrer Region. Energieberater, Planer oder Handwerker berücksichtigen die örtlichen Gegebenheiten und analysieren, ob es sich lohnt, einen Stromspeicher nachrüsten zu lassen.
Lohnt es sich für Sie, einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie dann weiter vorgehen. Von der Prüfung der bestehenden Anlage, über die Dimensionierung des Speichers bis hin zur fachgerechten Installation sind einige Punkte zu beachten.
Bevor Sie einen Stromspeicher nachrüsten, sollte die bestehende Anlage genau geprüft werden. Folgende Voraussetzungen sollten gegeben sein:
Ein Elektriker prüft die Voraussetzungen vor Ort. Ob die Anlage für das Nachrüsten eines PV-Speichers geeignet ist, hängt unter anderem vom installierten Wechselrichter ab. Während String- und Hybrid-Wechselrichter günstig sind, kann bei einem Mikro-Wechselrichter ein spezieller Stromspeicher erforderlich sein.
Wichtig: Möchten Sie einen PV-Speicher nachrüsten, dürfen Sie nicht ohne Elektriker arbeiten. Ausnahmen gibt es bei Plug-and-play-Systemen, die sich einfach in die Steckdose einstecken lassen.
Können Sie grundsätzlich einen PV-Speicher nachrüsten, geht es im nächsten Schritt um die Wahl der richtigen Größe. Folfende Faustregeln helfen dabei:
Wenn Sie einen größeren Stromspeicher nachrüsten lassen, steigern Sie die Eigenverbrauchs- und Autarkiequote. Ist die Kapazität zu groß, führen unnötig hohe Kosten allerdings zu einer geringeren Wirtschaftlichkeit. Ein Fachexperte aus Ihrer Region hilft dabei, individuell den besten Kompromiss zu finden.
Überdimensionierte Solarspeicher verhelfen zu hoher Unabhängigkeit, führen aber zu langen Amortisationszeiten. Optimal ist eine passgenaue Auslegung durch Planer oder Fachhandwerker.
Steht die Größe fest, können Sie einen AC- oder einen DC-Stromspeicher nachrüsten lassen.
Welche Speichertechnologie in Ihrem Fall infrage kommt, erfahren Sie von einem Elektriker aus Ihrer Region.
Möchten Sie einen PV-Speicher nachrüsten, sind die Kosten von den individuellen Eigenschaften abhängig. Achten Sie auf die folgenden Kriterien:
Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, unterstützen Fachfirmen Sie dabei, die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Neben der Anmeldung beim Netzbetreiber ist hier in der Regel auch eine Eintragung im Marktstammdatenregister Pflicht.
Lassen Sie einen PV-Speicher nachrüsten, können Sie auch eine Förderung beantragen. Neben günstigen Darlehen aus dem Programm 270 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW, Beantragung über Hausbank), gibt es in einigen Bundesländern und Gemeinden auch regionale Förderangebote. Einen Überblick geben wir im Beitrag zur Förderung der Photovoltaik. Stehen keine Fördermittel zur Verfügung oder haben Sie diese bereits beantragt, können Sie den PV-Speicher nachrüsten lassen.
Fertig installiert, nehmen Fachleute die Technik in Betrieb. Sie richten die Software individuell ein und geben Ihnen eine Einweisung in den neuen Solarspeicher sowie das damit verbundene Energiemanagementsystem (optional). Im Anschluss ist es wichtig, die Leistung der Anlage im Blick zu behalten. Auf diese Weise erkennen Sie oder Ihre Fachhandwerker, ob der Speicher richtig funktioniert oder ob sich der Betrieb noch optimieren lässt.
Ja, in den meisten Fällen. Da der Strompreis aktuell bei 35 Cent/kWh liegt (05/2026), während die Einspeisevergütung oft weniger als 10 Cent/kWh beträgt, ist der Eigenverbrauch häufig lukrativer. Ein Speicher rechnet sich besonders, wenn Ihre PV-Anlage mindestens 3–5 kWp leistet und Sie einen Jahresverbrauch von 4.000–6.000 kWh haben.
Als Daumenregel gelten 1–1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp PV-Leistung oder 1,5 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Nehmen Sie den größeren der beiden Werte. Für eine 10-kWp-Anlage und 5.000 kWh Verbrauch wäre das z. B. 15 kWh.
Nein, die Installation muss ein Fachbetrieb durchführen – aus Sicherheitsgründen und wegen der Anmeldung beim Netzbetreiber. Ausnahmen sind Plug-and-play-Speicher (z. B. für Steckdosen), die in der Regel aber nur für kleine Anlagen geeignet sind.
Das hängt von Ihrer PV-Anlage ab:
Die Preise liegen bei 8.000–15.000 Euro für 10–15 kWh (inkl. Installation). Dazu kommen ggf. 1.000–3.000 Euro für Elektroarbeiten. Sind die Voraussetzungen günstig, amortisieren sich die Ausgaben dabei in der Regel nach 8 bis 12 Jahren. Eine genaue Auskunft erhalten Sie auf Basis der individuellen Gegebenheiten von einem Fachexperten aus Ihrer Region.
Ja. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert PV-Speicher mit günstigen Krediten (Programm 270) und einem Tilgungszuschuss von 10 %. Zudem gibt es in einigen Bundesländern regionale Zuschüsse (z. B. Bayern: bis zu 2.000 Euro).
Der Speicher funktioniert bei Stromausfall nur, wenn er eine Notstromfunktion besitzt. Das trifft jedoch nicht auf alle Modelle zu. Mit Notstrom können Sie z. B. Kühlschrank, Licht oder Router weiter betreiben.
Ein PV-Speicher steigert Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 80 %, senkt Ihre Stromkosten und macht Sie unabhängiger von steigenden Energiepreisen. Mit einer passenden Speichergröße, der Wahl zwischen AC- oder DC-Kopplung und aktuellen Förderungen wie dem KfW-Kredit 270 ist die Nachrüstung eine lohnende Investition. Nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner, um Ihre Einsparungen zu berechnen, oder lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten.
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