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PV-Speicher nachrüsten: Vorteile und Möglichkeiten

  • von Alexander Rosenkranz
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Den Autarkiegrad anheben, die Stromrechnung minimieren und den Wert Ihres Gebäudes steigern: Wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten, profitieren Sie von all diesen Vorteilen. Doch wann lohnt sich die Investition? Welchen Speicher sollten Sie für welche PV-Anlage nachrüsten und wie funktioniert das im Detail? Wir klären auf und geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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PV-Speicher nachrüsten – die wichtigsten Fakten:

  • Eigenverbrauch steigern: Ohne Speicher nutzen Sie nur 20–30 % Ihres PV-Stroms selbst; mit Speicher sind 60–80 % möglich.
  • Kosten sparen: Bis zu 80 % weniger Netzstrom nötig – besonders abends und nachts.
  • Unabhängigkeit: Schützen Sie sich vor Strompreisschwankungen und Blackouts (Notstromfunktion möglich).
  • Wertsteigerung: Immobilien mit PV-Speicher erzielen höhere Verkaufspreise.

Stromspeicher für PV-Anlagen: Was ist das und wie funktioniert es?

Jeden Tag sendet die Sonne mehr Energie zur Erde, als wir benötigen. Mit einer Photovoltaikanlage ist es möglich, diese im eigenen Haus zu nutzen. Die Herausforderung dabei: Während die Sonne in den Mittagsstunden besonders intensiv scheint, benötigen wir den meisten Strom morgens und abends. Wir verbrauchen dadurch nur einen kleinen Teil der selbst geernteten Energie in den eigenen vier Wänden und speisen 70 bis 80 Prozent in das öffentliche Netz ein.

Stromspeicher schließen Lücke zwischen Solarangebot und Strombedarf

Wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten, bewältigen Sie diese Herausforderung. Denn der Akku nimmt überschüssige Energie der Mittagssonne auf und hält diese bis zum nächsten Morgen vor. Auch wenn die Sonne längst untergegangen ist, versorgen Sie sich auf diese Weise also mit günstigem, selbst erzeugtem Solarstrom. Sie behalten üblicherweise mehr als 60 Prozent der Energie im eigenen Haus und müssen immer weniger Netzstrom zukaufen.

Optimal mit Energiemanagementsystem und steuerbaren Energieverbrauchern

Möchten Sie noch mehr Energie selbst verbrauchen, können Sie einen PV-Speicher nachrüsten und mit einem Energiemanagementsystem kombinieren. Die intelligente Technik verteilt die Energie im Haus optimal so, dass Ihre Eigenverbrauchsrate auf über 80 Prozent steigt. Am besten funktioniert das mit steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpen, die Strom vorrangig dann verbrauchen, wenn er im Überschuss vorhanden ist.

Übrigens: Haben Sie einen dynamischen Stromtarif? Dann sparen Sie noch mehr, wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten. Denn damit kaufen Sie Netzstrom automatisch auf Vorrat ein, wenn dieser am günstigsten ist.

PV-Speicher nachrüsten und von zahlreichen Vorteilen profitieren

Wenn Sie für Ihre PV-Anlage einen Stromspeicher nachrüsten, machen Sie sich zunehmend unabhängig. Sie minimieren Ihre Stromrechnung und wappnen sich vor Stromausfällen. Ein weiterer Vorteil ist die Wertsteigerung Ihres Gebäudes, die mit der Maßnahme einhergeht. Neben den rein wirtschaftlichen Gründen für das Nachrüsten eines Stromspeichers gibt es auch zahlreiche ökologische Vorteile. So schonen Sie mit der Technik die Umwelt. Sie verbrauchen weniger fossile Rohstoffe und stoßen weniger CO₂ aus.

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Eigenverbrauch erhöhen: Ohne Speicher nutzt du nur 30–40 % deines PV-Stroms selbst, mit Speicher 60–80 %.
  • Stromkosten senken: Weniger teurer Netzstrom nötig, besonders abends/nachts.
  • Netzunabhängigkeit: Weniger abhängig von Strompreisschwankungen oder Blackouts.
  • Notstromfunktion: Versorgung bei Stromausfall (z. B. für Kühlschrank, Licht).
  • Umweltfreundlich: Mehr Ökostrom-Nutzung, weniger CO₂-Fußabdruck.
  • Wertsteigerung: Immobilie wird attraktiver für Käufer.

Wann sich ein Solarspeicher lohnt: Gründe und Gratis-Rechner

Während Strom aus dem Netz aktuell rund 35 Cent pro Kilowattstunde kostet, bekommen Sie für eingespeisten Solarstrom oft weniger als 10 Cent. Der Verbrauch im eigenen Haus ist damit wesentlich lukrativer als das Erreichen einer hohen Einspeiserate. Das gilt insbesondere für neue Anlagen, bei denen Solarakkus zum Standard gehören. Aber auch im Bestand lohnt es sich immer häufiger, einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen. Und zwar in zwei Fällen:

Ihre PV-Anlage ist ausgefördertIhre Einspeisevergütung ist gering 
Nach 20 Jahren bekommen Sie keine Einspeisevergütung mehr. Um die noch immer gut funktionierenden Solarmodule auf dem Dach weiterhin sinnvoll zu nutzen, können Sie einen Speicher für Ihre PV-Anlage nachrüsten. Häufig lohnt es sich im gleichen Zuge, einige Paneele durch neue zu ersetzen, um die Leistungsfähigkeit der Anlage zu steigern. Experten sprechen dabei auch vom Repowering.Auch im laufenden Förderzeitraum kann es sich lohnen, wenn Sie einen PV-Speicher nachrüsten lassen. Und zwar immer dann, wenn die Einspeisevergütung bereits sehr niedrig ist. Üblicherweise trifft das auf Inbetriebnahmezeiten ab 2012/2013 zu. 

Haben Sie eine Altanlage mit einem sehr hohen Vergütungssatz, lohnt es sich unter Umständen, noch etwas zu warten. Denken Sie aber daran, nach 20 Jahren einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen. Da die Kosten der Lösungen voraussichtlich weiter sinken, lohnt sich die Maßnahme zu einem späteren Zeitpunkt unter Umstände noch mehr.

Gratis Rechner: Einsparungen ohne und mit Solarspeicher vergleichen

Ob es sich für Sie lohnt, einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen, hängt auch von der Anlagengröße und Ihrem Stromverbrauch ab. Denn je größer die PV-Anlage ist, umso mehr Strom können Sie selbst verbrauchen. Ist Ihr Bedarf ohnehin sehr gering, lohnt sich die Maßnahme hingegen nicht in jedem Fall. Der folgende Rechner hilft, das individuell einzuschätzen.

PV-Rechner

PV-Rechner

Wichtig zu wissen: Der Rechner gibt einen ersten Ausblick. Für eine fundierte Aussage empfehlen wir die individuelle Beratung durch einen Fachexperten aus Ihrer Region. Energieberater, Planer oder Handwerker berücksichtigen dabei die örtlichen Gegebenheiten, bevor sie analysieren, ob es sich für Sie lohnt, einen Stromspeicher nachrüsten zu lassen.

Einen Stromspeicher nachrüsten: So klappt es Schritt für Schritt

Lohnt es sich für Sie, einen PV-Speicher nachrüsten zu lassen? Im Folgenden zeigen wir, wie Sie dann weiter vorgehen. Von der Prüfung der bestehenden Anlage, über die Dimensionierung des Speichers bis hin zur fachgerechten Installation sind dabei einige Punkte zu beachten.

Schritt 1: Bestehende Photovoltaikanlage vor Ort prüfen

Bevor Sie einen Stromspeicher nachrüsten, empfiehlt es sich, die bestehende Anlage genau zu prüfen. Diese sollte eine Leistung von mindestens drei bis fünf Kilowatt Peak aufweisen und für einen Solarakku geeignet sein. Letzteres hängt unter anderem vom installierten Wechselrichter ab. Während String- und Hybrid-Wechselrichter günstig sind, kann bei einem Mikro-Wechselrichter ein spezieller Stromspeicher erforderlich sein. Ein Elektriker stellt das vor Ort fest und prüft im gleichen Zuge auch, ob die Solarpanels intakt sind und ob der Platz zum Nachrüsten von Stromspeicher und Peripherie genügt.

Wichtig zu wissen: Möchten Sie einen Speicher nachrüsten, dürfen Sie nicht ohne Elektriker arbeiten. Ausnahmen gibt es bei Plug-and-play-Systemen, die sich einfach in die Steckdose einstecken lassen. Wir empfehlen die Unterstützung durch die Experten in jedem Fall. Denn er sorgt für eine fachgerechte, sichere und effiziente Einbindung der Technik in Ihr Haus.

Schritt 2: Bedarf analysieren und Stromspeicher auslegen

Können Sie grundsätzlich einen PV-Speicher nachrüsten, geht es im nächsten Schritt um die Wahl der richtigen Größe. Pro Kilowatt Peak an PV-Leistung können Sie dabei etwa 1,0 bis 1,5 Kilowattstunden Speicherkapazität einplanen. Alternativ empfiehlt sich eine Kapazität von 1,5 Kilowattstunden pro 1.000 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr. Wenn Sie einen größeren Stromspeicher nachrüsten lassen, steigern Sie die Eigenverbrauchs- und Autarkiequote. Ist die Kapazität zu groß, führen unnötig hohe Kosten allerdings zu einer geringeren Wirtschaftlichkeit. Ein Fachexperte aus Ihrer Region hilft dabei, individuell den besten Kompromiss zu finden.

Schritt 3: AC- oder DC-Speicher zum Nachrüsten wählen

Steht die Größe fest, können Sie einen AC- oder einen DC-Stromspeicher nachrüsten lassen.

AC-Speicher im Wechselstromnetz nachrüstenDC-Speicher im Gleichstromnetz nachrüsten
Die Abkürzung AC steht für Alternate-Current. Es handelt sich also um AC-Stromspeicher für das Wechselstromnetz, die sich nach dem Wechselrichter Einbinden lassen. Das ermöglicht eine einfachere Installation, geht dafür aber zulasten der Effizienz. Denn Stromspeicher bevorraten selbst Gleichstrom. Arbeiten sie im Wechselstromnetz, müssen Sie die elektrische Energie beim Be- und Entladen umwandeln, was jeweils mit Verlusten verbunden ist.Eine Alternative stellen DC-Stromspeicher DC = Direct Current bzw. Gleichstrom) dar. Diese sitzen im Gleichstromnetz zwischen Solarpanels sowie Wechselrichter und arbeiten effizienter. Im Bestand lassen sich die PV-Speicher aber nicht immer nachrüsten.

Welche Speichertechnologie in Ihrem Fall infrage kommt, erfahren Sie von einem Elektriker aus Ihrer Region.

Schritt 4: Angebot einholen und Genehmigung beantragen

Ist die Auslegung abgeschlossen, können Sie Angebote zum Nachrüsten des PV-Speichers einholen. Die Kosten hängen von den individuellen Eigenschaften ab. Achten Sie dabei unter anderem auf die folgenden Kriterien:

  • Kapazität: Wie in Schritt 2 berechnet (z. B. 10–15 kWh).
  • Lebensdauer: 6.000 bis 10.000 Ladezyklen (entspricht etwa 10 bis 15 Jahren).
  • Garantie: Mindestens 10 Jahre oder 80 % Restkapazität nach 10 Jahren.
  • Ladeleistung: Sollte zur PV-Anlagenleistung passen (z. B. 5–10 kW für 10 kWp PV).
  • Notstromfunktion: Falls gewünscht (z. B. für Kühlschrank, Licht, Router).
  • Hersteller: Produkte namhafter Hersteller sind in der Regel sicherer und effizienter

Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, unterstützen Fachfirmen Sie dabei, die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Neben der Anmeldung beim Netzbetreiber ist hier in der Regel auch eine Eintragung im Marktstammdatenregister Pflicht.

Schritt 5: Förderung beantragen und Speicher nachrüsten

Lassen Sie einen PV-Speicher nachrüsten, können Sie auch eine Förderung beantragen. Neben günstigen Darlehen aus dem Programm 270 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW, Beantragung über Hausbank), gibt es in einigen Bundesländern und Gemeinden auch regionale Förderangebote. Einen Überblick geben wir im Beitrag zur Förderung der Photovoltaik. Stehen keine Fördermittel zur Verfügung oder haben Sie diese bereits beantragt, können Sie den PV-Speicher nachrüsten lassen.

Schritt 6: Inbetriebnahme und regelmäßiges Monitoring

Fertig installiert, nehmen Fachleute die Technik in Betrieb. Sie richten die Software individuell ein und geben Ihnen eine Einweisung in den neuen Solarspeicher sowie das damit verbundene Energiemanagementsystem (optional). Im Anschluss ist es wichtig, die Leistung der Anlage im Blick zu behalten. Auf diese Weise erkennen Sie oder Ihre Fachhandwerker, ob der Speicher richtig funktioniert oder ob sich der Betrieb noch optimieren lässt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Nachrüsten eines PV-Stromspeichers

Lohnt sich ein PV-Speicher für meine bestehende Anlage?

Ja, in den meisten Fällen. Da der Strompreis aktuell bei 35 Cent/kWh liegt, während die Einspeisevergütung oft weniger als 10 Cent/kWh beträgt, ist der Eigenverbrauch häufig lukrativer. Ein Speicher rechnet sich besonders, wenn Ihre PV-Anlage mindestens 3–5 kWp leistet und Sie einen Jahresverbrauch von 4.000–6.000 kWh haben.

Wie groß sollte mein Speicher sein?

Als Daumenregel gelten 1–1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp PV-Leistung oder 1,5 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Nehmen Sie den größeren der beiden Werte. Für eine 10-kWp-Anlage und 5.000 kWh Verbrauch wäre das z. B. 15 kWh.

Kann ich den Speicher selbst einbauen?

Nein, die Installation muss ein Fachbetrieb durchführen – aus Sicherheitsgründen und wegen der Anmeldung beim Netzbetreiber. Ausnahmen sind Plug-and-play-Speicher (z. B. für Steckdosen), die in der Regel aber nur für kleine Anlagen geeignet sind.

AC- oder DC-Speicher – was ist besser für mich?

Das hängt von Ihrer PV-Anlage ab:

  • AC-Speicher eignen sich für Nachrüstungen, da sie unabhängig vom Wechselrichter funktionieren.
  • DC-Speicher sind effizienter (höherer Wirkungsgrad), benötigen aber einen Hybrid-Wechselrichter und lohnen sich eher bei Neuanlagen.

Wie hoch sind die Kosten für einen PV-Speicher?

Die Preise liegen bei 8.000–15.000 € für 10–15 kWh (inkl. Installation). Dazu kommen ggf. 1.000–3.000 € für Elektroarbeiten. Sind die Voraussetzungen günstig, amortisieren sich die Ausgaben dabei in der Regel nach 8 bis 12 Jahren. Eine genaue Auskunft erhalten Sie auf Basis der individuellen Gegebenheiten von einem Fachexperten aus Ihrer Region.

Gibt es Förderungen für die Nachrüstung?

Ja! Die KfW fördert PV-Speicher mit günstigen Krediten (Programm 270) und einem Tilgungszuschuss von 10 %. Zudem gibt es in einigen Bundesländern regionale Zuschüsse (z. B. Bayern: bis zu 2.000 €).

Funktioniert der Speicher auch bei Stromausfall?

Nur, wenn er eine Notstromfunktion hat. Achten Sie beim Kauf darauf – nicht alle Modelle unterstützen das. Mit Notstrom können Sie z. B. Kühlschrank, Licht oder Router weiter betreiben.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Ein PV-Speicher steigert Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 80 %, senkt Ihre Stromkosten und macht Sie unabhängiger von steigenden Energiepreisen. Mit einer passenden Speichergröße, der Wahl zwischen AC- oder DC-Kopplung und aktuellen Förderungen wie dem KfW-Kredit 270 ist die Nachrüstung eine lohnende Investition. Nutzen Sie unseren kostenlosen Rechner, um Ihre Einsparungen zu berechnen, oder lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten.

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