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Hohe Gas- und Ölpreise: Tipps für heute und langfristige Unabhängigkeit

  • von Sabrina Hansen
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Die Spannungen im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus wirbeln die Energiemärkte auf. Während die Preise an den Börsen bereits reagieren, stellen sich viele Hausbesitzer die Frage: Wie sicher ist meine Wärmeversorgung und was kommt finanziell auf mich zu? Wir geben einen Überblick über die aktuelle Lage, zeigen, was jetzt wichtig ist und wie Sie sich zukünftig unabhängiger von Preisschwankungen bei fossilen Energien machen.

Die aktuelle Marktlage

Die Straße von Hormus ist eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten für den Öl- und Gastransport. Die aktuelle Blockade aufgrund der politischen Unruhen im Nahen Osten hat prompte Auswirkungen:

  • Gaspreise: Anfang März 2026 stiegen die Großhandelspreise für das deutsche Marktgebiet sprunghaft von etwa 33 Cent/kWh auf über 50 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh). Das bedeutet eine Preissteigerung von etwa 50 Prozent (Stand: 18.03.2026)
  • Einordnung: Die Preissteigerung liegt aktuell noch unter dem Rekordniveau von 2022. Doch die weitere Entwicklung der Großhandelspreise hängt stark von der Dauer der Blockade ab.

Was bedeutet das für Ihre Heizkosten?

Welche Auswirkungen die aktuellen Preissteigerungen haben und wie schnell diese eintreten, hängt stark von der genutzten Energiequelle ab. Das sollten Sie jetzt wissen.  

Gasheizungen

Haushaltskunden spüren die Steigerungen der Großhandelspreise meist erst mit Verzögerung. Bei neuen Verträgen sind laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox aber bereits Auswirkungen bemerkbar. So sind die Kosten für die günstigsten Neuverträge (zwölfmonatige Preisgarantie) im Bundesdurchschnitt innerhalb von wenigen Tagen von etwa 8,2 Cent/kWh auf rund 9,4 Cent/kWh angestiegen. Das entspricht einem Preisanstieg von rund 15 Prozent. Als Bestandskunde müssen Sie vorerst keine Preiserhöhungen bei Gas befürchten. Diese treten meist mit einer Verzögerung von einigen Monaten ein.    

Hinweis: Aktuell sind die Neukundenpreise noch günstiger als vor einem Jahr (10,2 Cent/kWh). In Abhängigkeit von den Börsenpreisen könnte sich dies aber in den kommenden Wochen ändern.    

Ölheizungen

Bei Heizöl sind Weltmarktereignisse wie die aktuelle Blockade unmittelbar zu spüren. Schon jetzt sind die Preise auf einem Niveau, das dem zu Beginn des Ukraine-Kriegs ähnelt. Da die Heizsaison gerade endet, ist der Druck aber etwas geringer. Müssen Sie jetzt Heizöl kaufen, sollten Sie die Preise gut beobachten und in jedem Fall vergleichen, um den Tank möglichst günstig aufzufüllen.  

Achtung:  Verbraucherschützer warnen aktuell vor professionell gestalteten Fake-Shops für Brennstoffe. Nutzen Sie zur Prüfung den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale und lassen Sie sich nicht von unrealistischen Schnäppchen locken.

Fernwärme & Strom

Da die Fernwärmepreise in vielen Netzen eng an die Gaspreisentwicklung geknüpft sind, sind auch hier Preisanpassungen zu erwarten – auch wenn diese erst mit einer Zeitverzögerung von bis zu einem Jahr erfolgen. Die Verbraucherzentrale erwartet bei einem längerfristigen Anstieg der Gaspreise ebenfalls moderate Auswirkungen auf die Strompreise.

Checkliste: So reagieren Sie jetzt richtig

  • Energie sparen:  Die günstigste Kilowattstunde ist die, die Sie nicht verbrauchen. Ein hydraulischer Abgleich der Heizung und  smarte Thermostate können dabei helfen.
  • Nachrichten des Versorgers prüfen: Achten Sie auf postalische sowie digitale Schreiben Ihres Versorgers.  Preiserhöhungen müssen angekündigt werden und geben Ihnen ein Sonderkündigungsrecht. Erfolgt die Ankündigung nicht, zu spät oder nicht transparent, ist die Preiserhöhung nicht wirksam.  
  • Preisgarantien nutzen: Müssen oder wollen Sie aktuell den Strom- oder Gasanbieter wechseln, sollten Sie beim Neuabschluss auf Tarife mit langer Preisgarantie achten, die Sicherheit bei schwankenden Preisen bieten.
  • Kauf von Heizöl überdenken: Ist der Heizöktank leer, lohnt es sich unter Umständen kleine Mengen zu kaufen, um den Bedarf zu überbrücken. Preisvergleiche und gemeinsame Heizölbestellungen mit den Nachbarn können ebenfalls beim Sparen helfen.       

Langfristige Lösung: Umstieg auf erneuerbare Energien

Möchten Sie sich langfristig unabhängig von schwankenden Gas- und Ölpreisen machen, bietet der Umstieg auf erneuerbare Energien im eigenen Zuhause mehr Planungssicherheit. Durch die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und passendem Stromspeicher können Sie einen großen Anteil des benötigen Energiebedarfs selbst mit Solarstrom decken.   Zusätzlich reduziert eine energetische Sanierung (Dämmung, Fenstertausch) die benötigte Energiemenge dauerhaft.  

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