Nachhaltigkeits-Klasse der BEG-Förderung

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Dieser Artikel behandelt das Thema N wie Nachhaltigkeits-Klasse. 

Klimaschädliches CO2 entsteht nicht nur beim Heizen oder Kühlen von Gebäuden. Auch vorgelagerte Produktionsprozesse stoßen das Treibhausgas aus. Mit der Nachhaltigkeits-Klasse der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG NH-Klasse) soll es gelingen, diese Emissionen maßgebend zu verringern. Seit April 2022 ist diese sogar zwingend erforderlich, um von einer Neubauförderung zu profitieren.

Für wen ist der Standard relevant?

Die Nachhaltigkeits-Klasse (kurz: NH-Klasse) ist ein zertifizierter Standard, welcher im Programmteil „Wohngebäude“ (BEG WG) der Bundesförderung für effiziente Gebäude relevant ist. Möchten Bauherren eine Förderung erhalten, muss der Neubau die Anforderungen an ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeitszertifikat erfüllen. Für Sanierer gehört die NH-Klasse nicht zu den Fördervoraussetzungen. Sie können die Förderbedingungen jedoch verbessern, wenn das Gebäude die Kriterien für eine Erneuerbare-Energien-Klasse erreicht. 

Hinweis: In dieser Form ist die Neubauförderung von Effizienzhäusern mit NH-Klasse noch bis Ende 2022 möglich. Ab 2023 soll die KfW-Förderung dann neu ausgerichtet werden. Geplant ist unter anderem, die Nachhaltigkeits-Klasse auch bei der Sanierung einzuführen.   

Höhere Anforderungen für mehr Umweltschutz

Nachhaltig errichtete Gebäude schonen die Umwelt. Sie setzen auf nachwachsende oder wiederverwendbare Materialien und bieten ihren Nutzern eine wohngesunde Umgebung. Mit der Pflicht zur Nachhaltigkeits-Klasse für neue Effizienzhäuser hat der Staat die Fördervoraussetzung, im Neubaubereich deutlich angehoben. Erfüllen Bauherren diese, können sie einen maximalen Kreditbetrag von 120.000 Euro je Wohneinheit einplanen. Hinzu kommt ein Tilgungszuschuss von fünf Prozent, der den zurückzuzahlenden Kreditbetrag um bis zu 6.000 Euro reduziert.  

© fendyrodzi – stock.adobe.com

Voraussetzung zum Erreichen der NH-Klasse

Damit Bauherren von den Vorzügen der Nachhaltigkeits-Klasse profitieren, muss eine akkreditierte Zertifizierungsstelle ein entsprechendes Zertifikat ausstellen. Ein Beispiel dafür ist die DGNB-Zertifizierung, welche die Einhaltung der Anforderungen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) bescheinigt. Auf der Internetseite www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zahlreiche Informationen und Leitfäden zum Qualitätssiegel sowie zum nachhaltigen Bauen.

Berater-Kosten der Nachhaltigkeits-Klasse ebenfalls förderbar 

Neben den Mehrinvestitionen in das Gebäude selbst entstehen beim nachhaltigen Bauen auch zusätzliche Planungs- und Zertifizierungskosten. Um die Hürden möglichst gering zu halten, fördert der Staat diese mit einem zusätzlichen Darlehen und Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent. Erhältlich sind die Mittel im Rahmen der Förderung von Baubegleitungs- und Planungsleistungen des BEG, wo sie zusammen mit der eigentlichen Effizienzhaus-Förderung beantragt werden.

Kredithöhe hängt von der Immobilie ab

Die anrechenbaren Kosten sind bei Ein- und Zweifamilienhäusern auf 10.000 Euro pro Vorhaben begrenzt. In Mehrfamilienhäusern lassen sich 4.000 Euro pro Wohneinheit, maximal jedoch nicht mehr als 40.000 Euro pro Vorhaben anrechnen. Wichtig zu wissen ist, dass Bauherren die Kosten der Nachhaltigkeits-Zertifizierung parallel zu den Ausgaben für Baubegleitungs- und Planungsleistungen in voller Höhe ansetzen können.

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