Mini-Wärmepumpe: Vorteile der kleinen Heizgeräte

  • von Alexander Rosenkranz
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Geht es um den Austausch der eigenen Heizung, stehen viele Alternativen zur Wahl. Allen gemeinsam sind die vergleichsweise hohen Kosten, die eine solche Maßnahme mit sich bringt. Wer diese nicht stemmen kann oder möchte, greift immer öfter zur Mini-Wärmepumpe. Dabei handelt es sich um kompakte Heizgeräte mit geringer Leistung, die häufig nur einzelne Räume oder kleine Wohnungen mit Wärme versorgen. Warum Mini-Wärmepumpen im Trend liegen, was sie auszeichnet und wo die Grenzen der kompakten Lösungen liegen, erklären wir in den folgenden Abschnitten. 

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Die wichtigsten Informationen:

  • Mini-Wärmepumpen sind kompakte Heizgeräte mit geringer Leistung und eignen sich vor allem für einzelne Räume, Wohnungen oder Gebäude mit sehr niedrigem Wärmebedarf.
  • Luft-Luft-Wärmepumpen sind besonders verbreitet.  Split-, Multisplit- und Wandgeräte lassen sich vergleichsweise einfach nachrüsten und können häufig sowohl heizen als auch kühlen.
  • Geringe Kosten und einfache Nachrüstung  zählen zu den größten Vorteilen. Viele Lösungen benötigen weder Heizkörper noch Fußbodenheizung oder wasserführende Leitungen.
  • Die geringe Heizleistung setzt Grenzen.  Für größere oder energetisch ungünstige Gebäude reichen Mini-Wärmepumpen allein meist nicht aus. Auch Warmwasser können viele Geräte nicht bereitstellen.
  • Die Kosten reichen von wenigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro.  Mobile Geräte sind am günstigsten, während kompakte zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpen deutlich mehr kosten.

Mini-Wärmepumpen sind Heizgeräte mit geringer Leistung  

Ist die Rede von Mini-Wärmepumpen, geht es nicht um eine genau definierte Produktkategorie. Viel mehr geht es um Heizgeräte mit Wärmepumpentechnik, die eine geringe Leistung zur Verfügung stellen. Wie hoch diese ist, hängt von der Art der Heizung ab – übliche Angaben schwanken dabei zwischen wenigen Hundert Watt und einigen Kilowatt. Das genügt etwa, um Warmwasser zu bereiten oder kleine Einheiten mit Wärme zu versorgen. Für die Beheizung ganzer Ein- oder Mehrfamilienhäuser ist die Leistung meist zu gering. Hier kommen stattdessen konventionelle Luft-, Sole- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen infrage.  

Einzige Ausnahme: Handelt es sich um ein kleines Haus oder um ein Gebäude mit sehr gutem Wärmeschutz, kann eine Mini-Wärmepumpe auch zur Versorgung des gesamten Hauses ausreichen. Typische Beispiele sind Wochenend- oder Passivhäuser, die in der Regel nur wenig Wärme benötigen.

Verschiedene Bauarten der Mini-Wärmepumpen im Technik-Vergleich

Interessieren Sie sich für eine kleine Wärmepumpe zum Heizen, kommen verschiedene Ausführungen infrage. Die einfachste Lösung stellen dabei mobile Geräte dar. Diese lassen sich frei aufstellen und über Schläuche mit der Außenluft verbinden. Darüber hinaus gibt es Split-Klimageräte, Wandwärmepumpen und kompakte Luft-, Sole- oder Wasser-Wärmepumpen. Die folgende Tabelle zeigt, worin sich die verschiedenen Bauarten unterscheiden und wann sie jeweils infrage kommen.

BauartAufbauTypischer EinsatzMontage / BetriebWärmeabgabeEffizienz*KostenHeizenKühlenWarmwasserBesonderheiten
Mobile Wärmepumpekompaktes, mobiles Gerät; meist Luft-Lufteinzelne Räume, temporäre Nutzungsehr einfach; Abluftführung über Schläuche nach außen erforderlichRaumluftniedrigniedrigjajaneinflexibel einsetzbar, aber energetisch meist ungünstiger als fest installierte Systeme
Split-Klimagerät / Luft-Luft-WärmepumpeAußen- und Innengerät mit Kältemittelleitungeneinzelne Räume, Wohnungen, kleine HäuserWanddurchbruch und fachgerechte Montage erforderlichRaumlufthochniedrig–mitteljajaneinsehr effiziente und vergleichsweise günstige Lösung; schnelle Wärmeabgabe
Multisplit-Wärmepumpeein Außengerät versorgt mehrere InnengeräteWohnungen und Häuser mit mehreren Räumenhöherer Installationsaufwand; Kältemittelleitungen zu den InnengerätenRaumlufthochmitteljajaneinmehrere Räume lassen sich unabhängig temperieren
Wandwärmepumpe / Monoblock-Klimagerätkomplettes Gerät innen an der Außenwand; Zu- und Abluft über Fassadendurchbrücheeinzelne Räume, Wohnungen, Ferienhäuserkein Außengerät; meist zwei größere Wanddurchbrüche erforderlichRaumluftmittelniedrig–mitteljameistneinInteressant, wenn kein Außengerät möglich oder erwünscht ist
Kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpekleine klassische Wärmepumpe, meist Monoblockeleine bzw. sehr effiziente Gebäude; Unterstützung bestehender HeizungAnschluss an wassergeführtes Heizsystem erforderlichHeizwasserhochhochjateilweiseneinFunktioniert grundsätzlich wie eine große Luft-Wasser-Wärmepumpe, aber mit geringerer Heizleistung
Warmwasser-Wärmepumpekompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe mit WarmwasserspeicherTrinkwassererwärmungWasser-, Strom- und Luftanschluss erforderlichTrinkwassermittel–hochmittelneinneinjaentlastet eigentliche Heizung; gut mit PV kombinierbar
Pool-Wärmepumpekompakter Luft-Wasser-MonoblockPools und SchwimmbeckenAußenaufstellung; Einbindung in Pool-WasserkreislaufPoolwasserhoch¹niedrig–mittelneinneinneinsehr hohe COP-Werte möglich, weil meist bei milden Außentemperaturen und niedrigen Wassertemperaturen betrieben
Kleine Abluft-Wärmepumpeentzieht Abluft aus Gebäude Wärmesehr gut gedämmte Gebäude, LüftungssystemeEinbindung in Lüftungs- und ggf. Heiz-/WarmwassersystemWasser/Lufthochmittel–hochjateilweisejanutzt bereits erwärmte Abluft; Einsatz setzt passendes Gebäudekonzept voraus

Die Effizienz-Angabe versteht sich hier als qualitative Einordnung unter typischen Einsatzbedingungen und nicht als direkter Vergleich konkreter COP‑Werte. Interessieren Sie sich für eine Mini-Wärmepumpe, empfiehlt es sich, auf den SCOP der Anlage zu achten. Dieser beschreibt die durchschnittliche Leistungszahl im Jahresverlauf bei standardisierten Einsatzbedingungen.  

Die kleinen Wärmepumpen haben große Vorteile  

Durch ihre Funktion und die geringe Größe haben Mini-Wärmepumpen zahlreiche Vorteile. So lassen Sie sich beispielsweise einfach nachrüsten. Sie sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung und arbeiten meist sparsamer als konventionelle Gas-, Öl- oder Stromheizungen.  

Die wichtigsten Vorteile der Mini-Wärmepumpen zum Heizen im Überblick:

  • Geringe Anschaffungskosten: Mini-Wärmepumpen kosten deutlich weniger als zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpen.
  • Einfache Nachrüstung: Heizkörper, Fußbodenheizung und wasserführende Leitungen sind häufig nicht erforderlich. Das macht sie gerade im Bestand interessant.
  • Hohe Effizienz: Moderne Geräte erreichen über die Heizperiode häufig einen SCOP von etwa 4 bis 5. Aus 1 kWh Strom entstehen damit im Durchschnitt rund 4–5 kWh Wärme.
  • Schnelle Wärme: Erwärmen Mini-Wärmepumpen die Raumluft direkt, reagieren die Geräte wesentlich schneller als trägere wassergeführte Heizsysteme.
  • Ideal als Ergänzungsheizung: In der Übergangszeit können die kleinen Wärmepumpen die Zentralheizung ersetzen oder einzelne häufig genutzte Räume beheizen.
  • Interessant bei PV:  Tagsüber lässt sich eigener Solarstrom direkt zum Heizen einsetzen, in der Nacht laufen die Anlagen mit Energie aus dem Speicher weiter.
  • Heizen und Kühlen:  Viele Geräte können nicht nur heizen, sondern auch kühlen, um ganzjährig für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.  
  • Keine hohen Vorlauftemperaturen nötig:  Das typische Altbauproblem „Sind meine Heizkörper groß genug für 45–55 °C?“ entfällt, wenn die Heizung Wärme direkt an die Raumluft abgibt.
  • Geringer Platzbedarf: Sie benötigen weder Pufferspeicher noch große Inneneinheiten oder Heizkreisverteiler, wenn Sie eine Mini-Wärmepumpe kaufen.
  • Gut für dezentrale Konzepte: Mehrere Geräte können einzelne Wohnbereiche unabhängig voneinander temperieren. Unbenutzte Räume müssen Sie dabei nicht unbedingt voll mit beheizen.

Die wichtigsten Nachteile der kompakten Mini-Wärmepumpen

Kleine Wärmepumpen haben auch Nachteile. Das gilt vor allem dann, wenn es sich dabei um Split-Klimageräte handelt. Denn diese arbeiten mit deutlich hörbaren Strömungsgeräuschen. Sie können Zugluft erzeugen und wirbeln Staub auf. Ein weiterer Nachteil liegt in der begrenzten Einsatzfähigkeit: So können viele Mini-Wärmepumpen zum Heizen kein Warmwasser bereiten, was separate Lösungen erforderlich macht. Und: Entscheiden Sie sich statt einer Zentralheizung für mehrere Mini-Wärmepumpen, steigt der Wartungs- und Pflegeaufwand spürbar an.

KI-generiertes Bild

Einsatzbereiche: Hier lohnen sich die kleinen Heizgeräte häufig

Trotz der Nachteile kann es sich lohnen, eine Mini-Wärmepumpe anzuschaffen. So etwa als Zusatzheizung, für einzelne Räume oder zur Beheizung von Garten-/Wochenendhäusern, wie die folgende Übersicht zeigt.

Einzelne Räume gezielt beheizen und kühlen

Eine Mini-Wärmepumpe eignet sich unter anderem, wenn Sie einzelne Räume wie Wohn-, Arbeits- oder Schlafzimmer unabhängig von der Zentralheizung temperieren möchten. Häufig kommt dafür ein Luft-Luft-Gerät zum Einsatz, das im Winter heizt und im Sommer kühlt.

Übrigens: Sinnvoll ist die Lösung dabei auch, um eine zentrale Heizung zu entlasten. Sorgt letztere beispielsweise nur für eine Grundtemperatur, kann die Mini-Wärmepumpe Ihre Wohnräume bedarfsgerecht und schnell auf Komforttemperaturen bringen.

Kleine Wohnungen effizient mit Wärme versorgen

Eine Mini-Wärmepumpe kann aber auch eine ganze Wohnung mit Wärme versorgen. Möglich ist das vor allem mit Multisplit-Geräten mit einzelnen Außen- und mehreren Inneneinheiten. Während diese über die Raumluft heizen oder kühlen, gibt es sogar Systeme mit integrierter Warmwasserbereitung. So ausgestattet, kommt die Mini-Wärmepumpe sogar als Etagenheizung infrage.

Wichtig: Leben Sie zur Miete oder in einer Eigentumswohnung, sollten Sie vor der Installation prüfen, welche Zustimmung erforderlich ist. Das gilt insbesondere für Außengeräte und Veränderungen an der Fassade.

Kleine Gebäude vollständig elektrisch beheizen

Für kleine, gut gedämmte Gebäude kann eine Mini Luft-Wasser-Wärmepumpe eine Alternative zu größeren Heizungswärmepumpen sein. Sie speist die erzeugte Wärme in das Heizsystem ein und versorgt damit Heizkörper oder Flächenheizungen. Je nach Ausführung übernimmt sie zusätzlich die Warmwasserbereitung.  

Wichtig zu wissen: Damit die Anlage die erforderliche Leistung zuverlässig zur Verfügung stellen kann, kommt es auf eine fachgerechte und individuelle Dimensionierung der Wärmepumpe an.

Gartenhäuser und Nebengebäude schnell temperieren

Interessant kann die Mini-Wärmepumpe auch für ein Gartenhaus oder ein Ferienhhaus sein. Diese bleiben oft längere Zeit unbeheizt und sollen sich zu den Nutzungszeiten schnell erwärmen. Vor allem Luft-Luft-Systeme schaffen das sehr gut. Kommen Sie nur in der Übergangszeit im Frühling und im Herbst zum Einsatz, genügt dabei in der Regel auch eine geringere Leistung. Ähnliche Einsatzmöglichkeiten:

  • Werkstätten
  • Hobbyräume
  • kleinen Büros

Warmwasser unabhängig von der Heizung erzeugen

Kaufen Sie eine Mini-Wärmepumpe für Warmwasser, sorgen Sie damit sparsam für warmes Trinkwasser. Die Anlage setzt dabei in der Regel auf Abluft aus dem Haus oder dem Keller und arbeitet dadurch sehr effizient. Besonders interessant ist die Lösung mit einer Photovoltaikanlage. Denn diese liefert in der Mittagszeit günstigen Strom, um den Speicher ausreichend aufzuladen. Für die Heizung ist dabei allerdings eine separate Lösung erforderlich.  

Pools sparsam auf Wunschtemperatur bringen

Eine Mini-Wärmepumpe für den Pool entzieht der Außenluft Wärme und überträgt diese auf das Beckenwasser. Da Pool-Wärmepumpen überwiegend bei milden Außentemperaturen arbeiten und vergleichsweise geringe Wassertemperaturen erzeugen, erreichen sie häufig eine hohe Effizienz. Kleine Modelle eignen sich dabei beispielsweise für Aufstellpools. Für die Beheizung von Wohnräumen sind sie allerdings nicht geeignet.

Diese Einsatzgrenzen der kleinen Wärmepumpen sollten Sie kennen

Auch wenn es einige Bereiche gibt, in denen Mini-Wärmepumpen ihre Vorteile ausspielen, kommen sie längst nicht überall zum Einsatz. Eine der größten Hürden ist die Leistung. Genügt diese nicht, kommen die kleinen Heizgeräte nicht infrage. Ähnlich verhält es sich in diesen Fällen:

  • hohe Behaglichkeit,
  • geringe Staubverteilung,
  • besoders leiser Betrieb gewünscht.

Denn in all diesen Punkten schneiden Mini-Wärmepumpen in der Regel schlechter ab. Das gilt vor allem für mobile Wärmepumpen und Monoblock- oder Split-Klimageräte, die über die Luft heizen und kühlen. Ersetzt die Mini-Heizung eine konventionelle Anlage, limitieren vor allem Leistung und Vorlauftemperatur den Einsatz. Ist letztere zu hoch, kann die Effizienz der Anlagen sinken, was unter Umständen hohe Heizkosten zur Folge hat.

Kosten und Fördermittel im Überblick

Wie viel eine Mini-Wärmepumpe kosten kann, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Denn die Preise hängen stark von der Ausführung ab. Während eine mobile Heizung vergleichsweise günstig ist, können die Kosten einer zentralen Wärmepumpe mit geringer Leistung deutlich höher ausfallen. Begründen lässt sich das neben den höheren Produktpreisen vor allem mit dem größeren Aufwand bei der Installation. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Kosten kleiner Wärmepumpen.  

GerätProduktpreisMontagekostenGesamtkosten
Mobile Wärmepumpeca. 300–1.200 €0 €ca. 300–1.200 €
Wandgerät ohne Außeneinheitca. 700–2.100 €ca. 300–900 €ca. 1.000–3.000 €
Pool-Wärmepumpeca. 500–2.500 €ca. 200–800 €ca. 700–3.300 €
Mono-Split-Wärmepumpeca. 500–2.500 €ca. 1.000–2.500 €ca. 1.500–5.000 €
Multisplit-Wärmepumpe (2–3 Räume)ca. 1.500–4.500 €ca. 2.000–5.000 €ca. 3.500–9.000 €
Zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpeca. 8.000–16.000 €ca. 7.000–15.000 €ca. 15.000–31.000 €

Wichtig zu wissen: Die Preise verstehen sich als Richtpreise, die abhängig vom Fabrikat und von den örtlichen Gegebenheiten auch höher oder niedriger ausfallen können. Eine verbindliche Angabe liefert dabei nur das individuell kalkulierte Angebot eines Fachbetriebes.  

Staatliche Förderung senkt die Kosten der Mini-Wärmepumpen

Möchten Sie eine kleine Wärmepumpe kaufen, können Sie unter Umständen staatliche Fördermittel nutzen. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Flächen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien beheizt werden. Außerdem muss die gewählte Wärmepumpenanlage in der Liste förderbarer Heizungen des BAFA aufgeführt sein. Wie viel Förderung es derzeit gibt und wie Sie diese richtig beantragen, erklären wir im Beitrag zur Förderung der Wärmepumpe.  

FAQ: Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema

Was ist eine Mini-Wärmepumpe?

Der Begriff Mini-Wärmepumpe bezeichnet keine fest definierte Geräteklasse. Gemeint sind kompakte Wärmepumpen mit vergleichsweise geringer Leistung, die beispielsweise einzelne Räume, Wohnungen, Warmwasser oder einen Pool mit Wärme versorgen. Je nach Bauart stellen solche Geräte wenige Hundert Watt bis mehrere Kilowatt Leistung bereit. Eine feste Leistungsgrenze gibt es nicht.

Kann ich mit einer Mini-Wärmepumpe eine Wohnung heizen?

Ja, unter passenden Voraussetzungen können Sie eine Mini-Wärmepumpe zum Heizen einer Wohnung einsetzen. Für mehrere Räume kommen beispielsweise Multisplit-Systeme infrage, bei denen ein Außengerät mehrere Innengeräte versorgt. Soll die Anlage eine Gasetagenheizung komplett ersetzen, müssen Sie allerdings auch eine Lösung für die Warmwasserbereitung einplanen.

Kann die kompakte Heizlösung ein ganzes Haus beheizen?

Das ist möglich, wenn das Gebäude klein ist oder einen sehr geringen Wärmebedarf hat. Beispiele dafür sind gut gedämmte Wochenend- oder Passivhäuser. Für typische Ein- und Mehrfamilienhäuser reicht die geringe Leistung einer Mini-Wärmepumpe dagegen häufig nicht aus.

Welche Mini-Wärmepumpe eignet sich für einen Raum?

Möchten Sie nur einen Raum beheizen, kommen insbesondere kleine Luft-Luft-Wärmepumpen infrage. Splitgeräte arbeiten vergleichsweise effizient und können im Sommer meist zusätzlich kühlen. Mobile Geräte lassen sich einfacher aufstellen, sind energetisch jedoch häufig ungünstiger als fest installierte Lösungen.

Lohnt sich eine kleine Wärmepumpe für das Gartenhaus?

Eine Mini-Wärmepumpe kann für ein Garten- oder Ferienhaus gut geeignet sein, da sie den Raum bei Bedarf schnell erwärmt. Besonders interessant sind Luft-Luft-Systeme, wenn Sie das Gebäude nur zeitweise nutzen. Benötigen Sie Wärme überwiegend im Frühjahr und Herbst, kann häufig bereits eine geringe Heizleistung ausreichen.

Was kosten die Heizgeräte mit geringer Leistung?

Die Kosten hängen stark von der Bauart ab. Mobile Geräte sind bereits für etwa 300 bis 1.200 Euro erhältlich. Mono-Split-Wärmepumpen kosten inklusive Montage etwa 1.500 bis 5.000 Euro, Multisplit-Systeme für zwei bis drei Räume rund 3.500 bis 9.000 Euro. Zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpen sind deutlich teurer.

Welche Nachteile haben Mini-Wärmepumpen?

Die größte Einschränkung ist die vergleichsweise geringe Heizleistung. Luft-Luft-Geräte können zudem Strömungsgeräusche verursachen, Zugluft erzeugen und Staub im Raum bewegen. Viele Modelle bereiten außerdem kein Warmwasser, sodass Sie dafür eine zusätzliche Lösung benötigen.

Fazit von Alexander Rosenkranz

Mini-Wärmepumpen sind weniger eine eigene Gerätekategorie, als ein Überbegriff für Heizgeräte mit Wärmepumpentechnologie und geringer Leistung. In den meisten Fällen geht es dabei um Monoblock- oder Split-Klimageräte, die einzelne Räume oder kleine Wohnungen mit Wärme versorgen. Sie sind günstig in der Anschaffung und im Betrieb, kommen aber nicht überall infrage.

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