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Genau wie Sole- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen benötigen auch Luft-Wasser-Wärmepumpen Strom, um die Umweltwärme zum Heizen nutzbar zu machen. Doch wie hoch ist bei einer Luftwärmepumpe der Stromverbrauch im Winter und im Sommer? Welche Faktoren beeinflussen den Wert und wie lässt sich der Verbrauch senken? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt und geben einfache Tipps zum Sparen.
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Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigt Strom, um Umweltwärme nutzbar zu machen – wie hoch der Stromverbrauch pro Tag ausfällt, hängt dabei stark vom Gebäude, der Jahreszeit und der Effizienz ab.
Wer den Stromverbrauch realistisch bewertet und gezielt optimiert, kann mit einer Luftwärmepumpe langfristig effizient und kostengünstig heizen.
Umweltheizungen nutzen elektrische Energie, um Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser zum Heizen nutzbar zu machen. Möglich ist das durch die spezielle Funktion der Wärmepumpe, die sich in vier Schritten erklären lässt:
Der Stromverbrauch der Wärmepumpe entfällt also vor allem auf den Verdichter. Dieser bringt mithilfe elektrischer Energie die Leistung ein, die sich nicht aus der Umweltwärme gewinnen lässt. Ein Beispiel: Um zehn Kilowatt Heizleistung zu erreichen, kann die Wärmepumpe in einem günstigen Fall 6,66 Kilowatt aus der Umweltwärmequelle beziehen. Etwa 3,33 Kilowatt gibt der Kompressor dann noch zu. Das führt zu einer Leistungszahl von rund drei (10/3,33=3).
Genau wie bei Luft-Wasser-Systemen handelt es sich auch bei Luft-Luft-Wärmepumpen und Klimaanlagen um klassische Wärmepumpen. Während erstere die nutzbar gemachte Umweltwärme an das Heizungswasser abgeben, heizen letztere damit die Raumluft auf.
Grundsätzlich richtet sich bei Wärmepumpen der Stromverbrauch nach der eingesetzten Wärmequelle. Dabei kommen entweder das Erdreich, das Grundwasser oder – wie bei der Luftwärmepumpe – die Umgebungsluft infrage. Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang.
| Energiequelle | Beschreibung | Stromverbrauch im Vergleich |
|---|---|---|
| Luft | Die Luft kühlt sich in der kalten Jahreszeit stark ab. Der Unterschied zur Temperatur des Heizwassers steigt und die Wärmepumpe verbraucht vor allem im Winter mehr Strom. | höher |
| Erdreich | Das Erdreich weist ganzjährig mittlere Temperaturen auf und liefert damit auch im Winter mehr Wärme. Durch das höhere Temperaturniveau ist der Unterschied zur Vorlauftemperatur geringer und der Verdichter muss weniger leisten. Die Folge: Auch im Winter ist der Stromverbrauch der Wärmepumpe vergleichsweise niedrig. | mittel |
| Grundwasser | Steht eine nutzbare Grundwasserquelle zur Verfügung, hat diese auch in der kalten Jahreszeit die höchste Temperatur aller Umweltenergiequellen. Der Verdichter muss dadurch weniger leisten, um die Vorlauftemperatur zu erreichen, wodurch der Stromverbrauch der Wärmepumpe im Winter niedriger ausfällt. | niedriger |
Der Vergleich zeigt, dass bei einer auf Luft basierenden Wärmepumpe der Stromverbrauch im Winter pro Tag am höchsten ist. Im Sommer punktet die Anlage hingegen: Denn hier sind Außentemperaturen so hoch, dass sich auch das Trinkwasser günstiger erwärmen lässt, als mit anderen Umweltenergiequellen.
Bei der Auswahl entscheidet der Winterfall: Zu bedenken ist allerdings, dass der Stromverbrauch der Wärmepumpe zu 50 bis 75 Prozent auf den Winter fällt. Stehen mehrere Energiequellen zur Auswahl, ist eine Fokussierung auf die kalte Jahreszeit daher am sinnvollsten.
Um bei einer Luftwärmepumpe den Stromverbrauch besser einschätzen zu können, ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) zu berücksichtigen. Diese Kennzahl drückt das Verhältnis zwischen erzeugter Heizenergie und eingesetzter elektrischer Energie aus. Das bedeutet: Wie viele Einheiten Wärme lassen sich aus einer Einheit Strom erzeugen.
Wichtig: Je höher die Jahresarbeitszahl, umso weniger Strom verbraucht eine Wärmepumpe, um eine bestimmte Energiemenge bereitzustellen. Ab einer JAZ von 3,0 gilt die Technik als effizient.
Die Jahresarbeitszahl gilt für die gesamte Heizungsanlage über ein komplettes Jahr gesehen. Dabei fließen sowohl das Nutzerverhalten als auch die klimatischen Verhältnisse mit ein. Gängige Werte, um den Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe zu bemessen, liegen zwischen 2,4 und 2,8. Liegt der Wert darunter, besteht Prüfungs- und Handlungsbedarf. Ein Installateur ist in dieser Situation der richtige Ansprechpartner. Er macht sich vor Ort ein Bild und berät Sie zum weiteren Vorgehen. Zum Vergleich: Bei Erdwärme- und Wasserwärmepumpen liegt die JAZ häufig zwischen vier und fünf.
Übrigens: Auch der Wirkungsgrad der Wärmepumpe setzt Nutzen und Aufwand ins Verhältnis. Umweltheizungen erreichen dabei Werte von weit über 100 Prozent, da sich diese nicht auf die gesamt eingesetzte Energie (Umweltwärme und Strom) sondern nur auf die aufgebrachte elektrische Energie beziehen.
Wer eine neue Heizung in Betrieb nimmt, ist vor allem in der ersten Heizperiode besonders gespannt: Stellt sich die errechnete Einsparung tatsächlich ein oder verbraucht die Anlage jetzt mehr als zuvor? Ein Blick auf den Stromzähler gibt hier Aufschluss - und genau den wagen interessierte Hausbesitzer zu Beginn häufig täglich. Der große Schreck lässt dann nicht lang auf sich warten, denn: Bei einer Wärmepumpe ist der Stromverbrauch pro Tag im Winter am höchsten. Abhängig vom Haus und dessen Zustand kann der Stromzähler hier Werte von 25 bis 40 Kilowattstunden anzeigen.
Geht es bei der Wärmepumpe um den Stromverbrauch pro Tag im Winter im Altbau, kann der Wert auch höher ausfallen. Grund dafür ist der höhere Wärmebedarf, der sich meist durch einen geringeren Dämmstand ergibt. Der Verdichter muss dann mehr leisten und die Heizung verbraucht mehr elektrische Energie.
Diesen Wert nun mit 365 zu multiplizieren, erscheint im ersten Moment logisch, führt allerdings zu einem fatalen Fehler. Denn bei einer Wärmepumpe fällt der Stromverbrauch zu 50 bis 75 Prozent auf den Winter - in der Regel auf die Monate November bis Februar. Grob überschlagen ergibt das einen Verbrauch von 3.000 bis 4.800 Kilowattstunden und einen Ganzjahresverbrauch von 4.000 bis 9.600 Kilowattstunden.
Bezug auf die Fläche hilft, die Werte zu verstehen: Um die Zahlen greifen zu können, lohnt sich die Division durch die beheizte Fläche. Denn das bezieht auch die Gebäudegröße mit ein. Üblich sind dabei Werte von 25 bis 50 kWh/m²a. In einem kaum gedämmten Altbau sind auch Werte von 60 bis 100 kWh/m²a möglich. (Bsp.: 4.000 kWh/a / 140 m² = 28 kWh/m²a).
Wer die Anlage in der warmen Jahreszeit in Betrieb nimmt, sieht zunächst den Wärmepumpen-Stromverbrauch im Sommer. Dieser ist durch die oben beschriebene Funktion und den geringen Wärmebedarf jedoch sehr viel niedriger als im Winter. Für eine echte Einschätzung der Effizienz ist es daher ratsam, eine volle Heizperiode abzuwarten - andernfalls könnten die Erwartungen an die neuen Heizkosten zu hoch ausfallen.
Um den Stromverbrauch einer Wärmepumpe berechnen zu können, benötigen Sie grundsätzlich die folgenden Angaben:
Die Gleichung sieht wie folgt aus:
Beispiel: 12 kW / 3 x 2.200 = 8.800 kWh
Heizkosten einfach berechnen: Auf Grundlage dieser Daten können Sie ebenfalls die Stromkosten berechnen. Dazu benötigen Sie zusätzlich die Konditionen des Wärmepumpentarifs beziehungsweise den Strompreis. Diesen Wert multiplizieren Sie wie folgt mit dem ermittelten Verbrauch:
Ein Beispiel: 12 kW / 3 x 2.200 x 0,30 Euro = 2.640 Euro
Viele Stromanbieter haben etwas günstigere Tarife für Wärmepumpen im Angebot. Bis vor ein paar Jahren war der Markt ziemlich begrenzt. Doch mittlerweile lohnt sich ein Vergleich. Im Optimalfall arbeitet die Wärmepumpe mit vergünstigtem Wärmepumpenstrom und somit noch wirtschaftlicher. Die Tarife lohnen sich aber nicht immer. Oft sorgt die seit 2024 vergebene pauschale Rückerstattung für steuerbare Wärmepumpen allein schon für ausreichend hohe Entlastungen. Mehr zu den Konditionen und Voraussetzungen erfahren Sie in unserem Ratgeber über Wärmepumpentarife.
Tipp: Sind Sie von negativen Meinungen bezüglich des Stromverbrauchs verunsichert? In unserem Beitrag über Erfahrungen mit Luftwärmepumpen erfahren Sie, was bei der Beurteilung zu beachten ist.
Wie bereits erwähnt, sollte die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und der Vorlauftemperatur im Heizsystem nicht zu groß sein. Denn auf diese Weise halten Sie den von der Luftwärmepumpe verursachten Stromverbrauch niedrig. Durch die Abhängigkeit von der Außentemperatur ist das hier jedoch gar nicht so einfach. Die folgende Übersicht zeigt, welche Stellschrauben dennoch zur Verfügung stehen:
Der erste Tipp, mit dem Sie bei Ihrer Wärmepumpe den Stromverbrauch merklich senken, ist das Einstellen der Heizkurve. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur zuweist, um die gewünschten Raumtemperaturen zu erreichen. Oft ist die Kurve zu hoch eingestellt. Die Wärmepumpe leistet dabei zu viel und verbraucht mehr als nötig. im Beitrag Spartipp: Wie Sie die Heizkurve einstellen erklären wir, wie Sie bei der Einstellung richtig vorgehen.
Sinnvoll ist auch ein hydraulischer Abgleich der Heizung. Dabei stellen Experten die gesamte Anlage so ein, dass alle Heizflächen die jeweils benötigte Wasser- und Wärmemenge bekommen. Ohne den Abgleich kommt es in einigen Bereichen zur Überhitzung, während andere kalt bleiben. Um Letzteres auszugleichen, drehen viele die Vorlauftemperatur herauf und die Wärmepumpe verbraucht mehr Strom - im Durchschnitt ein bis zwei Prozent mehr je Grad Celsius Temperaturdifferenz zur Umweltwärmequelle.
Je größer die Heizflächen sind, umso geringer kann die Vorlauftemperatur ausfallen. Spezielle Niedertemperaturheizkörper sorgen damit, genau wie Flächenheizungen, dafür, dass der Stromverbrauch der Wärmepumpe im Winter niedriger ausfällt. Lassen Sie eine Fußbodenheizung nachrüsten, können Sie Ihr Haus im Sommer mit der Wärmepumpe kühlen.
Haben Sie noch keine Umweltheizung? Dann sollten Sie vor der Anschaffung genau aufpassen. Achten Sie auf Energielabel und lesen Sie aktuelle Luftwärmepumpen-Tests. Auf diese Weise finden Sie hochwertige Geräte mit niedrigem Verbrauch. Etwas höhere Anschaffungskosten sorgen dabei in der Regel 15 bis 20 Jahre lang für niedrigere Heizkosten. Insgesamt geben Sie damit also weniger aus.
Auch die Kombination mit einer Photovoltaikanlage bietet sich an, um den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu senken. So können Sie die Umweltheizung teilweise mit eigenem Strom betreiben. In Kombination mit Stromspeicher und Energiemanagementsystem steigt die Deckungsrate sogar noch weiter, wie wir im Beitrag Wärmepumpe mit Photovoltaikanlage erklären.
Je besser ein Gebäude gedämmt ist, umso weniger Wärme benötigt es. Die Leistung der Heizung kann geringer ausfallen und der Verbrauch sinkt spürbar. Infrage kommen hier Maßnahmen wie die Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke, der Kellerdecke oder der Fassade. Zudem lassen sich auch die Fenster tauschen, um den Wärmeschutz zu verbessern.
Tipp: Kosten für eine effiziente Wärmedämmung, neue Fenster und Flächenheizungen lassen sich durch staatliche Mittel der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) reduzieren.
Um die Kosten für den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu senken, bietet sich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage an. So können Sie die Wärmepumpe teilweise mit eigenem Strom betreiben. Je nach Auslegung der Anlage lässt sich der Verbrauch zu einem nennenswerten Teil mit Solarstrom decken, wenn Sie die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage koppeln. In Kombination mit Stromspeicher und Energiemanagementsystem steigt die Deckungsrate sogar weiter. Das bedeutet gleichzeitig eine Kostensenkung.
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Der Stromverbrauch einer Luft-Wasser-Wärmepumpe pro Tag hängt stark von der Jahreszeit, dem Gebäudezustand und der Heizlast ab. Im Winter, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist, liegen typische Tagesverbräuche bei etwa 25 bis 40 Kilowattstunden. In gut gedämmten Gebäuden oder im Neubau können die Werte darunter liegen, während sie in unsanierten Altbauten teilweise auch höher ausfallen. In den Sommermonaten beschränkt sich der Stromverbrauch meist auf die Warmwasserbereitung und ist entsprechend deutlich geringer.
Im Winter sinkt die Temperatur der Außenluft, wodurch der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und benötigter Vorlauftemperatur ansteigt. Der Verdichter der Wärmepumpe muss dann mehr leisten, um das Heizsystem auf das erforderliche Temperaturniveau zu bringen. Gleichzeitig steigt der Heizbedarf des Gebäudes. Beide Effekte führen dazu, dass der Stromverbrauch der Wärmepumpe pro Tag im Winter deutlich höher ist als in der warmen Jahreszeit.
Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis von erzeugter Heizenergie zu eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und desto geringer fällt der Stromverbrauch aus. Für Luft-Wasser-Wärmepumpen gelten Werte zwischen 2,4 und 2,8 als üblich, während eine JAZ ab etwa 3,0 als sehr gut einzustufen ist. Liegt die Jahresarbeitszahl deutlich darunter, deutet das auf Optimierungspotenzial bei Anlage, Einstellung oder Gebäude hin.
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe verteilt sich nicht gleichmäßig über das Jahr. Rund 50 bis 75 Prozent des gesamten Jahresstromverbrauchs entfallen auf die Wintermonate, in denen die Anlage besonders intensiv arbeitet. Würde man einen hohen Winter-Tagesverbrauch auf alle 365 Tage hochrechnen, ergäben sich unrealistisch hohe Jahreswerte. Für eine realistische Einschätzung ist daher immer eine Betrachtung über mindestens eine vollständige Heizperiode sinnvoll.
Ein niedriger Stromverbrauch lässt sich vor allem durch eine geringe Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizsystem erreichen. Dazu tragen eine korrekt eingestellte Heizkurve, niedrige Vorlauftemperaturen und ausreichend große Heizflächen bei. Zusätzlich verbessern ein hydraulischer Abgleich und ein guter Wärmeschutz des Gebäudes die Effizienz. Wer die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, kann außerdem einen Teil des benötigten Stroms selbst erzeugen und so die laufenden Kosten weiter reduzieren.
Der Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem hinsichtlich der Außentemperatur kann dieser stärker schwanken als bei Erd- und Grundwasserwärmepumpen. Dennoch ist ein effizienter Betrieb möglich.
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