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Die Brennstoffzellenheizung erzeugt nicht nur Warmwasser und Wärme für Gebäude, sondern auch Strom zur Deckung des eigenen Bedarfs. Sie nutzt dafür die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Im Gegensatz zu anderen KWK-Technologien wie BHKW oder Heizungen mit Stirling-Motor funktioniert das jedoch nicht über die klassische Verbrennung, sondern über einen chemischen Prozess. Wie das genau abläuft, wann sich der Einbau einer Brennstoffzelle im Haus lohnt und welche Kosten Sie für eine Heizung mit Brennstoffzellen-Funktion einplanen sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
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Eine Brennstoffzellenheizung unterscheidet sich grundlegend von klassischen Gas- oder Ölheizkesseln. Sie erzeugt Wärme und Strom durch einen elektrochemischen Prozess, der als "kalte Verbrennung" bekannt ist. Dieser Prozess ist äußerst effizient und seit über 180 Jahren bekannt. In unserem Ratgeber lesen Sie mehr zur Geschichte der Brennstoffzelle.
Grundlegende Eigenschaften der Wasserstoff-Heizung
Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt Strom, Wärme und Wasser über die sogenannte kalte Verbrennung. Dies ist ein elektrochemischer Prozess, bei dem Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren.
Eine ausführliche Beschreibung des Prozesses finden Sie in unserem Beitrag zur Funktionsweise der Brennstoffzelle.
Da die Energiegewinnung aus einer einzelnen Brennstoffzelle gering ist, werden mehrere dieser Elemente zu sogenannten "Stacks" verbunden. Diese sind in Reihe geschaltet, um die Spannungswerte zu summieren und eine ausreichende Energiemenge zum Heizen und für die Stromerzeugung bereitzustellen. Ein Brennstoffzellen-Heizgerät umfasst zudem einen Wechselrichter und einen Reformer.
Brennstoffzellen für Gebäude werden hauptsächlich anhand ihrer Betriebstemperatur unterschieden, d.h., bei welcher Temperatur die "kalte Verbrennung" stattfindet.
Wer das Prinzip der Brennstoffzelle als Heizung nutzen möchte, sollten Sie vor dem Kauf einige Punkte beachten:
Hinweis: Die richtige Auslegung der gesamten Anlage ist entscheidend für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Es empfiehlt sich, eine Komplettlösung für das Gebäude zu planen, um die Unabhängigkeit von Energiepreisen und Versorgern zu erhöhen.
KWK-Anlagen wie die Brennstoffzelle arbeiten besonders wirtschaftlich, wenn sie viel Strom erzeugen, der idealerweise selbst verbraucht wird. Die Stromproduktion ist jedoch an einen entsprechend hohen Wärmebedarf für Heizung oder Warmwasser im Haus gekoppelt (Grund-Wärmebedarf).
Da die Brennstoffzelle beide Energieformen – also Strom und Wärme – in einem ähnlichen Verhältnis erzeugt, gewinnt sie mehr Strom, als zum Beispiel ein BHKW. Aus diesem Grund arbeitet sie in neuen und gut sanierten Wohngebäuden mit niedrigem Energiebedarf besonders wirtschaftlich. Wann sich eine Brennstoffzelle für Eigenheimbesitzer lohnt, erklärt der Beitrag Rentabilität der Brennstoffzellenheizung.
Ausgeschlossen ist der Einsatz einer Brennstoffzelle in Altbauten nicht. Besser geeignet für den Altbau ist aber ein BHKW, da Altbauten in der Regel einen hohen Wärmebedarf haben. Entscheidend sind jedoch das zu beheizende Objekt und dessen energetischer Zustand. Einen umfangreichen Vergleich zwischen Brennstoffzelle und BHKW finden Sie in unserem Artikel BHKW vs. Brennstoffzelle. Dort finden Sie alle Vor- und Nachteil der jeweiligen Systeme im Detail.
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Die Kosten einer Brennstoffzellenheizung setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
Da der Wasserstoff zum Betrieb der Brennstoffzellenheizung aus dem im Erdgas gespeicherten Methan gewonnen wird, ist ein Gasanschluss Voraussetzung für eine Brennstoffzelle. Dieser besteht aus zwei Teilen:
Ist kein Gasanschluss vorhanden, kann die Brennstoffzelle auch mit Flüssiggas betrieben werden. Dafür ist eine Tankanlage zur Speicherung des Flüssiggases erforderlich, die meist im Garten aufgestellt wird und Kosten von etwa 1.500 bis 3.000 Euro verursacht. Beachten Sie jedoch, dass die meisten auf dem Markt verfügbaren Modelle für klassisches Erdgas ausgelegt sind.
Für eine Brennstoffzellenheizung im Einfamilienhaus können Kosten zwischen 20.000 und 25.000 Euro anfallen. Die Preise für eine Brennstoffzellenheizung variieren jedoch stark nach Region, Hersteller sowie Dienstleister. Die angegebenen Kosten sind grobe Richtwerte. Eine individuelle Beratung und ein Vor-Ort-Termin durch einen qualifizierten Fachbetrieb sind notwendig, um die genauen Kosten zu ermitteln.
Sie können finanzielle Unterstützung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder den Steuerbonus für die Sanierung erhalten. Diese Programme gelten für Bestandsgebäude und senken die Anschaffungskosten, wodurch die Wirtschaftlichkeit verbessert wird. Wie hoch die Förderung ausfällt und wie Sie davon profitieren können, erfahren Sie in unserem Beitrag zur Förderung der Brennstoffzellenheizung.
Wichtig zu wissen: Sie erhalten die Zuschussförderung über die BEG nur, wenn die Brennstoffzellenheizung mit grünem Wasserstoff oder Biomethan arbeitet. Die steuerliche Förderung erhalten Sie auch bei dem Einsatz von Erdgas.
Die Betriebskosten setzen sich aus Brennstoffkosten, Vergütungen und Einsparungen zusammen. Die größten Einsparungen erzielen Anlagenbesitzer, wenn sie möglichst viel des erzeugten Stroms selbst verbrauchen. Im Vergleich zur Einspeisevergütung des KWK-Gesetzes, die aktuell etwa zehn bis zwölf Cent je Kilowattstunde beträgt (zusammengesetzt aus KWK-Zuschlag, Börsen-Strompreis und Vergütung für die vermiedene Netznutzung), liegt der Wert des selbst genutzten Stroms heute bei etwa 43 Cent – dem Strompreis.
Folgende Faktoren spielen für die Betriebskosten eine Rolle:
Brennstoffzellenheizungen sind moderne und effiziente Systeme, die wie alle Technologien sowohl Stärken als auch Schwächen aufweisen:
Vorteile | Nachteile |
---|---|
Strom- und Wärmeerzeugung mit hohem Wirkungsgrad | abhängigkeit vom Gas |
Wirtschaftlicher Betrieb (auch bei niedrigem Wärmebedarf) | Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten |
Kompakte Anlagentechnik ohne Lärm | Regelmäßige Wartungsarbeiten |
weniger Energiekosten | in der Regel im Altbau nicht geeignet |
Steigerung der Unabhängigkeit von Strompreisentwicklung | - |
Hohe staatliche Förderungen | - |
Klimaschonende Wirkung und Senkung von CO₂ | - |
Im unserem Ratgeber Vor- und Nachteile der Brennstoffzellenheizung lesen Sie mehr zum Thema.
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