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Liegt Schnee auf PV-Anlagen oder Solarthermiekollektoren, nutzen diese das auftreffende Sonnenlicht nicht mehr vollständig. Neben sinkenden Erträgen kann eine zu hohe Schnee- und Eislast dabei auch zu Schäden an der Technik führen. Um das zu verhindern, ist es in Einzelfällen sinnvoll, Solaranlagen vom Schnee zu befreien. Wann das nötig ist und wie Sie dabei richtig vorgehen, erklärt der folgende Ratgeber.
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Wenn im Winter Schnee auf Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen liegt, fragen sich viele Besitzer, ob eine Räumung sinnvoll und notwendig ist.
Photovoltaik und Solarthermieanlagen wandeln Sonnenlicht in Strom oder Wärme um. Möglich ist das jedoch nur, wenn die energiereichen Strahlen der Sonne in einem optimalen Winkel auf die Kollektoren treffen. Während die Anlagen durch die hoch am Himmel stehende Sonne im Sommer eher flach liegen sollten, empfiehlt sich im Winter ein steilerer Winkel. Denn dann steigt die Sonne meist nur knapp über den Horizont. Über das Jahr gerechnet empfiehlt sich ein Kompromiss von etwa 35 Grad. Dieser führt jedoch dazu, dass der Ertrag der Photovoltaik und der Solarthermie im Winter geringer ist, als etwa bei steil stehenden Kollektoren an der Fassade.
Weitere Ursachen für die geringere Wärme- und Stromproduktion sind häufigere Tage mit Bewölkung und weniger Tageslicht im Winterhalbjahr. Zudem lässt auch Schnee auf der PV-Anlage oder den Solarthermiekollektoren die Erträge gegen Null gehen. Denn dieser verhindert das Auftreffen der solaren Strahlung komplett.
Ausrichtung, Wetter und Tageslicht lassen sich nach der Installation in aller Regel nicht mehr beeinflussen. Möchten Sie den Ertrag steigern, können Sie also nur die Solaranlage vom Schnee befreien. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Sonnenlicht zu den Kollektoren durchdringt und diese ihre Arbeit verrichten können. Aber Achtung: Wenn Sie auf der Solarthermie oder der Photovoltaik mit einem Schneeschieber arbeiten, kommt es schnell zu Schäden und hohen Folgekosten.
Während Schnee auf den Kollektoren bei der Photovoltaik und der Solarthermie im Winter den Ertrag senkt, kann er am Boden sehr nützlich sein. Denn dort reflektiert er das Sonnenlicht. Vor allem an der Fassade angebrachte Kollektoren bekommen dadurch mehr Solarstrahlung, wodurch der Ertrag sogar steigen kann. Durch den steilen Aufstellwinkel müssen Sie die Solaranlage dazu nicht einmal vom Schnee befreien.
Ob Besitzer eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage von Schnee befreien müssen, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind dabei vor allem die Lage des Gebäudes und die Last auf Kollektoren und Unterbau.
Tipp: Ob die Wärmeerzeugung aus Sonnenenergie auch in der kalten Jahreszeit effizient ist, erfahren Sie in unserem Ratgeber: Solarthermie im Winter.
In vielen Regionen ist die Schneeräumung auf dem Dach nicht zwangsläufig nötig. Das gilt insbesondere für den Norden Deutschlands. Denn hier ist die Schneedecke meist nur sehr dünn und in den überwiegenden Fällen am nächsten Tag weggetaut. Auch Betreiber mit einer Dach-/Modulneigung von mindestens 30 bis 40 Prozent benötigen in der Regel keinen Solarthermie- oder Photovoltaik-Schneeschieber. Durch den steileren Winkel rutscht der Schnee nach kurzer Zeit einfach allein von den Modulen, sodass diese ihren Betrieb wieder aufnehmen können.
In der Regel rechtfertigen auch die eher geringen Ertragseinbußen die zum Teil gefährlichen Arbeiten auf dem Dach nicht. Denn: Etwa drei Viertel des jährlichen Gesamtertrags erzeugen die Anlagen zwischen Mai und September - nur ein Viertel im restlichen Jahr. Der durchschnittliche Ertragswert im Januar liegt beispielsweise bei 20 bis 25 Kilowattstunde pro Kilowatt Peak (theoretisch höchstmögliche Leistung der Anlage). Zum Vergleich: Im Juni ist der Ertrag häufig mindestens fünfmal höher.
Neben der zweifelhaften Notwendigkeit birgt es auch Gefahren, wenn Hausbesitzer die Solaranlage vom Schnee befreien möchten. Zunächst achten nur wenige auf die entsprechende Unfallverhütung und Sicherheit. Es gab in der Vergangenheit bereits schwere Unfälle. Daneben kann es auch passieren, dass die Kollektoren beschädigt werden. Das ist häufig der Fall, wenn einfache Besen oder sogar Schneeschieber zur Hand genommen werden. Hat sich zudem eine dünne Eisschicht unter der Schneedecke gebildet, hilft das Abfegen auch nicht mehr. Scharfkantige Gegenstände oder chemische Mittel dürfen dann keine Alternative sein.
Schneelast berücksichtigen: Viele befürchten, Schnee auf PV- oder Solarthermieanlagen könnte eine zu hohe Last bedeuten. In der Regel ist das jedoch nicht der Fall. Denn die Anlagen halten üblicherweise einem Druck von umgerechnet 240 Kilogramm pro Quadratmeter stand. Für die Installation in schneereichen Gebieten stehen sogar robustere Anlagen zur Verfügung, die pro Quadratmeter einem Druck von umgerechnet 520 Kilogramm standhalten. Zu Schäden kommt es dabei eher an der Aufständerung oder an den Montagepunkten am Dach. Drohen diese durch eine dicke Schnee- oder Eisschicht, sollten sie die Solaranlage vom Schnee befreien.
Müssen Sie Ihre Solarthermie oder Photovoltaik im Winter vom Schnee befreien, ist oberste Vorsicht geboten. Denn dabei kann es zu schweren Unfällen und zu Schäden an der Technik selbst kommen. Im Folgenden geben wir einige Tipps zum richtigen Vorgehen.
Wichtig zu wissen: In vielen Fällen rutscht der Schnee selbst von den Modulen - und das oft sogar besser als vom Dach. Ein Schneefang an der Dachkante verhindert dabei, dass es zu Unfällen, Schäden oder sehr unangenehmen Situationen kommt.
Besondere Vorsicht bei Vakuumröhrenkollektoren: Möchten Sie die Solarthermie vom Schnee befreien, ist besondere Vorsicht geboten. Das gilt vor allem bei Vakuumröhrenkollektoren. Denn diese bestehen aus zahlreichen einzelnen Röhren, die für sich deutlich zerbrechlicher sind als die Oberflächen von Flachkollektoren.
In den meisten Fällen ist das nicht zwingend erforderlich. Schnee schmilzt oder rutscht bei ausreichender Dachneigung meist von selbst ab. Zudem ist der Winteranteil am Jahresertrag vergleichsweise gering, sodass sich der Aufwand oft nicht lohnt.
Liegt eine geschlossene Schneedecke auf den Modulen, kommt nahezu kein Sonnenlicht hindurch und der Ertrag sinkt gegen Null. Da die Sonneneinstrahlung im Winter jedoch ohnehin niedrig ist, sind die Einbußen im Jahresvergleich meist zu vernachlässigen.
Moderne Anlagen sind für hohe Schneelasten ausgelegt. Kritisch kann es eher bei extremen Schnee- oder Eislasten sowie an Montagepunkten und Aufständerungen werden. In solchen Fällen ist die Situation fachlich zu prüfen. Außer in schneereichen Bergregionen bleiben Gefahren diesbezüglich in Deutschland üblicherweise aber aus.
Wenn eine Räumung nötig ist, sollten nur weiche Besen oder spezielle Solar-Schneeschieber mit Schonborsten verwendet werden. Scharfkantige Werkzeuge oder chemische Mittel sind ungeeignet. Aufgrund der Unfallgefahr auf dem Dach ist die Beauftragung eines Fachbetriebs oft die sicherste Lösung.
Teilweise kommen beheizbare Module oder automatische Abdecksysteme zum Einsatz. Diese halten die Module schneefrei, verursachen jedoch zusätzliche Kosten, die sich im privaten Bereich meist nur selten wirtschaftlich rechnen.
Die Schneeräumung von Solaranlagen ist meist nicht notwendig und nur bei geringer Dachneigung oder extremen Schneelasten sinnvoll. Ob Handlungsbedarf besteht, sollten Sie im Einzelfall – idealerweise mit einem Fachmann – prüfen. Wenn Sie selbst räumen, müssen Sie unbedingt auf ausreichend Sicherheit achten, da erhebliche Unfallgefahr besteht. Um die Solar- und PV-Module zu schonen, sollten Sie außerdem nur weiche Werkzeuge einsetzen.
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